Stand: 11.10.2019 10:04 Uhr  | Archiv

Die Beatles: Wie alles anfing

von Ocke Bandixen, NDR Info
John Lennon, Ringo Starr, Paul McCartney und George Harrison 1963 in London. © picture-alliance / dpa /Ipol
Die Beatles 1963 in London. Ringo Starr - hier im Bild zweiter von links - war nicht von Anfang an dabei.

Es war einmal in Liverpool ... nein, die Geschichte der Beatles begann nicht wie in einem Märchen. Vier Jungs in der Hafenstadt Liverpool, nach dem Krieg. Brav gescheitelt, gut erzogen, werden sie in den grauen Straßen eines Arbeiterviertels groß. Für John Lennon war es ganz einfach: "Wir waren nur vier Jungs. Ich traf Paul und fragte ihn, ob er in meiner Band mitmachen wollte, dann kam George, dann Ringo. Wir waren einfach eine Band, die dann groß raus kam. Das ist alles."

Die Beatles: Vier Jungs aus Liverpool

John wuchs bei seiner Tante Mimi auf. Sein Vater fuhr zur See, seine Mutter hatte neu geheiratet. John war ein unkonzentrierter Herumtreiber. Pauls Vater war Tuchhändler, seine Mutter Krankenschwester, sie starb, als er 14 war. Geld ist auch bei ihnen knapp. Paul ist genau wie John von der neuen Musik fasziniert: Rock 'n' Roll. Georges Vater war Busfahrer, er wuchs vergleichsweise behütet auf, als jüngstes von vier Kindern. Ringo, der erst später dazu kam, war als Kind oft krank und ging nur wenig zur Schule. Er wohnte bei seiner Großmutter, die ihm zusammen mit einer Nachbarin das Schreiben beibrachte. Es war die Musik, die allen die Tür öffnete.

Wie Paul McCartney John Lennon kennenlernte

"John und ich trafen uns zum ersten Mal durch einen gemeinsamen Freund, der hieß Ivan. Auf einem Gemeindefest trat John mit seiner Band auf. Ivan und ich gingen dorthin. In den Pausen spielten wir zusammen ein paar Songs. John hatte schon ein paar Bier intus", erzählt Paul McCartney aus der Anfangszeit der Band. Unter anderem spielte er Lieder wie "Twenty flight rock" - einen Hit von Eddie Cochran. Zu Hause hatte Paul, der Linkshänder, eine für ihn passende Gitarre. Zum Vorspielen drehte er einfach eine Rechtshänder-Gitarre um und spielte - mit für ihn spiegelverkehrten Saiten. Das war auch für John Lennon einigermaßen beeindruckend. Außerdem kannte Paul den schwierigen Text. "Das galt damals als unglaublich cool. John war beeindruckt. Ich glaube, dass ich den Text konnte, war, was mich zu den Beatles brachte", blickt Paul McCartney zurück ins Jahr 1960.

Pete Best: Schlagzeuger in den ersten Beatles-Jahren

Paul war mit dem ein Jahr jüngeren George Harrison befreundet, der auch sehr gut Gitarre spielte. John akzeptierte ihn schließlich. Schlagzeuger war in jenen Tagen ein Junge namens Pete Best. Sie spielten Songs von Elvis Presley, Little Richard und Bill Haley und traten in Kellerbars in Liverpool auf. Sie waren gut, aber nichts Besonderes. Ein Manager nahm sie unter Vertrag und vermittelte sie als Begleitband für den Sänger Johnny Gentle und eine Tournee in Schottland. Der erste große Schritt sollte aber erst noch kommen: Ein Engagement in Hamburg.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 29.08.2016 | 10:20 Uhr

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