Stand: 20.07.2020 19:30 Uhr  | Archiv

100 Jahre Jugenderholungsheim Puan Klent

Seit 100 Jahren fahren Hamburger Kinder ins Jugenderholungsheim Puan Klent nach Sylt. Gegründet wurde das Ferienheim 1920 vom Verwaltungsausschuss des Hamburger Jugendverbandes um Max Henry Schubart. Der hatte dafür das ehemalige Marinelager Groß Vlie erworben. Er wollte auch ärmeren Kindern aus Hamburg das gesunde Nordseeklima ermöglichen.

Aus Baracken wurden Steinhäuser

Nach dem Ersten Weltkrieg standen mitten in den Dünen zwischen Rantum und Hörnum noch Militärbaracken. Aus den Baracken wurden Steinhäuser und aus dem Verein eine Stiftung, um das Vermögen vor den Nazis zu schützen.

Militärbaracken auf der Insel Sylt auf einer Schwarz-Weiß-Aufnahme.
Aus den Militärbaracken zwischen Rantum und Hörnum werden irgendwann Steinhäuser.

Eine Klassenfahrt nach Puan Klent versprach große Abenteuer und Herausforderungen. Wattwanderungen und baden in der Nordsee, außerdem gute Hausmannskost. Und hier wurde ordentlich geflirtet, auch wenn es früher getrennte Häuser für Jungen und Mädchen gab.

Diese strengen pädagogischen Vorgaben aus der Anfangszeit gibt es in Puan Klent schon lange nicht mehr. Seit den achtziger Jahren kommen auch immer mehr Familien hierher. 2017 droht das Aus, der Insolvenzantrag ist bereits gestellt. Doch dank finanzieller Hilfe durch die Sozialbehörde und durch Spenden kann das traditionsreiche Jugenderholungsheim weiter geführt werden.

Puan Klent soll Dünendorf werden

In den vergangenen 100 Jahren haben eine Million Menschen Puan Klent besucht und um an die erfolgreichen Anfangsjahre anzuknüpfen, soll Puan Klent nun als Begegnungs- und Bildungsstätte in ein Dünendorf umgestaltet werden.

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Eine Holztreppe führt über Dünen zum Strand in Westerland auf Sylt. © imago/imagebroker

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Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 19.07.2020 | 19:30 Uhr

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