Sesamstraße mit Audiodeskription und Gebärdensprache

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NDR Intendant Lutz Marmor freut sich über die barrierefreie Sesamstraße.

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum ...: Der NDR geht neue Wege und beantwortet die kleinen und großen Fragen dieser Welt jetzt auch barrierefrei. 13 neue Folgen der Sesamstraße werden mit einer Audiodeskription und online mit einer Übersetzung in Deutscher Gebärdensprache (DGS) gezeigt.  Die erste neue Folge ist am 8. Oktober um 7.45 Uhr im KIKA gesendet worden und am 12. Oktober um 6 Uhr im NDR Fernsehen. „Der Ausbau unserer barrierefreien Angebote liegt mir sehr am Herzen. Ich freue mich, dass nun noch mehr Kinder und Erwachsene der Sesamstraße folgen können“, sagt NDR Intendant Lutz Marmor.

Bei der Audiodeskription werden in den Dialogpausen zentrale Elemente der Handlung, Schauplätze sowie Gestik und Mimik der Personen von einem Sprecher beschrieben - in diesem Fall speziell für Kinder. So haben Blinde und Sehbehinderte ein besseres Verständnis der gezeigten Handlung und damit einen barrierefreien Zugang. Die Audiodeskription wird auf einem zweiten Tonkanal gesendet und muss mithilfe der Fernbedienung aktiviert werden. „Es ist schön, dass wir unsere Kultsendung für die Kleinsten jetzt auch barrierefrei anbieten können. Nun haben alle Kinder die Möglichkeit, Ernie, Bert und Co. zu erleben“, so Uschi Heerdegen-Wessel, die Leiterin der Redaktion Barrierefreie Angebote im NDR.

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Auch Ernie und Bert werden in Gebärdensprache übersetzt.

Für Kinder, die nicht oder nur schwer hören können, übersetzen Dolmetscher die neuen Folgen der Sesamstraße in Gebärdensprache. „Kleine Kinder, die taub sind, können noch keine Untertitel lesen. Deshalb bieten wir nun diesen neuen Service an“, sagt Heerdegen-Wessel. Die Produktionen sind online auf kika.de und ndr.de zu sehen. „Wir folgen mit unserem neuen Projekt auch den Wünschen der Gehörlosenverbände nach mehr Kindersendungen mit Gebärdensprache“, so Niels Rasmussen, der Leiter des Programmbereichs Online und Multimedia, „denn Gebärdensprache ist die Muttersprache gehörloser Menschen.“

Für Jugendliche und ältere Kinder, die bereits Filme mit Untertiteln schauen, hat die Redaktion Barrierefreie Angebote spezielle Untertitel-Richtlinien erarbeitet. Um jüngeren Zuschauern gerecht zu werden, sollen die Untertitel bei Kinder- und Jugendfilmen länger auf dem Bildschirm stehen, damit ausreichend Zeit ist, sie zu lesen. Außerdem achten die Redakteure auf eine altersgruppengerechte Sprache und verzichten auf Schachtelsätze sowie zu viele Musikhinweise, die vom Bild ablenken könnten.