Sendedatum: 16.04.2014 23:20 Uhr

Immer auf Putin? - Breite Kritik an Medien

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Sehen Journalisten die Krisen in der Ukraine und auf der Krim zu sehr durch eine "West-Brille"?

Egal ob die Krise in der Ukraine oder auf der Halbinsel Krim: Die Berichte über Putins Politik in deutschen Medien sorgen für Aufregung. Denn viele Menschen vertreten eine deutlich andere Meinung als die, die vonseiten der Politik etabliert oder von Medien abgebildet wird. Beim Thema Russland scheint es eine große Kluft zu geben zwischen dem, was Journalisten schreiben, und dem, was viele Leser denken. Eine Erklärung vieler Journalisten: Die Menschen sehen "die Bösen" mittlerweile nicht mehr im Osten, sondern im Westen, in Washington, bei der NSA, im Pentagon. Deswegen verteidigen sie Russland.

Aber vielleicht ist die Berichterstattung tatsächlich ein wenig einseitig. Gabriele Krone-Schmalz, langjährige ARD-Korrespondentin in Moskau, lehrt mittlerweile Journalistik in Iserlohn. Die breite Kritik an der Medienberichterstattung kann sie durchaus nachvollziehen.

Da derzeit besonders kontrovers über die Politik Putins diskutiert wird, erreichen viele Redaktionen - egal ob Zeitungen, Fernseh- oder Radiostationen - derzeit offenbarkampagnengesteuert massenhaft Leserbriefe oder Postings in Sozialen Medien. Sie kommen von Kritikern, die den Medien massive Manipulation vorwerfen. Zu den kritisierten Sendern gehört auch der Deutschlandfunk. Ressortleiter Zeitfunk Friedbert Meurer war überrascht über die heftige, aggressive Kritik.

Dieses Thema im Programm:

ZAPP | 16.04.2014 | 23:20 Uhr