Wie geht das?

Wasser für Millionen

Mittwoch, 09. Oktober 2019, 18:15 bis 18:45 Uhr
Freitag, 11. Oktober 2019, 11:30 bis 12:00 Uhr

Bis in die 1960er Jahre wurde in Kaltehofe Oberflächenwasser aus der Elbe aufbereitet. © NDR

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Jeder Bundesbürger verbraucht zwischen 120 und 130 Liter Trinkwasser pro Tag: ob beim Kochen, beim Duschen, bei der Toilettenspülung, bei der Autowäsche oder im Garten. Doch wo kommt unser Wasser eigentlich her? Wie wird es aufbereitet? Wie überprüft? Und wo fließt das Abwasser eigentlich hin?

Eine Reise durch die Wasserwelt

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Trinkwasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland.

Wie geht das? nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Wasserwelt einer Großstadt, begleitet Ingenieure beim Brunnenbau in Hamburgs Süden. Wie wird das sogenannte Rohwasser aufbereitet? Wie wird die Wasserqualität gewährleistet? Was müssen die Klärwerke an der Elbe leisten? Dafür arbeitet der städtische Versorger Hamburg Wasser im komplexen Rund-um-die-Uhr-Betrieb.

Trinkwassergewinnung aus Grundwasser

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Bis in die 1960er-Jahre wurde in Kaltehofe Oberflächenwasser aus der Elbe aufbereitet.

Hamburg hat bei der Wasseraufbereitung eine lange Tradition: Denn nach London investierte die Stadt als erste auf dem europäischen Kontinent in eine zentrale Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Seit 1848 versorgten die damaligen Hamburger Wasserwerke die Großstadt mit Frischwasser. Noch bis kurz nach der verheerenden Sturmflut 1962 wurde im Wasserwerk Kaltehofe Elbwasser aufbereitet. Seit 1964 bezieht Hamburg sein Trinkwasser ausschließlich aus Grundwasser.

Abwasserreinigung im Klärwerk

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Im Klärwerk Köhlbrandhöft wird das Hamburger Abwasser aufbereitet.

Alles, was verbraucht wird, und alles, was auf Hamburg an Regen, Schnee oder Graupel niedergeht, landet durch die 5.700 Kilometer langen Rohrleitungen im Klärwerk Köhlbrandhöft. Hier wird aus dem Abwasser von rund 2,4 Millionen Menschen aus Hamburg und 21 Umlandgemeinden am Ende Klärschlamm, der schließlich 80.000 Megawattstunden Strom liefert. Das über dutzende Stufen gereinigte Wasser wird dann auf der anderen Elbseite bei Dradenau - sauberer als das übrige Flusswasser - zurück in die Elbe geleitet. Hier beginnt der Kreislauf von vorne: Dort verdunstet es wieder und regnet irgendwann wieder über der Stadt nieder und bildet abermals neues Grundwasser.

An zahlreichen Drehorten begleitet die NDR Dokumentation Wassertechniker, Brunnenbauingenieure, Sielarbeiter, Labortechniker und Kraftwerksmitarbeiter von Norddeutschlands größtem städtischen Versorgungsbetrieb - von der Gewinnung des Rohwassers bis zur Einleitung des gereinigten Abwassers.
 

Redaktion
Birgit Schanzen
Produktionsleiter/in
Frederik Keunecke
Autor/in
Jon Mendrala