Weltbilder

Dienstag, 07. Januar 2020, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 09. Januar 2020, 01:25 bis 01:55 Uhr

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Brasilien: Delfin-Therapie im Rio Negro

Bis zu drei Meter lang werden die Tiere, sie sind hochintelligent und sie können kranken Kindern helfen. Wie, das weiß man nicht genau. Aber durch den physischen und psychischen Kontakt bekommen die kleinen Patienten irgendwie ihr inneres Gleichgewicht zurück und empfinden echte Lebensfreude. João saß vor vier Jahren noch im Rollstuhl. Die Amazonas-Delfine haben dazu beigetragen, dass er jetzt wieder laufen kann. Und die zwölfjährige Glenda freut sich riesig auf das monatliche Schwimmen mit den Meeressäugern, das Therapeut Igor Simões größtenteils selbst finanziert. Die Ausfahrten mit dem Boot von Manaus bis zum Rio Negro sind teuer.
Autor: Thomas Aders

Australien: Kein Ende der Buschbrände

Ein klein wenig Regen und etwas kühlere Temperaturen - das hat die Arbeit der Feuerwehrleute im Südosten Australiens etwas leichter gemacht. Doch Entwarnung bedeutet das noch lange nicht. Die nächste Hitzewelle ist bereits im Anmarsch. An der Grenze von New South Wales und Victoria bewegten sich zwei Brände aufeinander zu, so dass ein Riesenfeuer entstehen könnte. In der isolierten Küstenstadt Mallacoota warteten noch Hunderte Menschen darauf, per Schiff gerettet zu werden. Bisher brannten etwa 10,6 Millionen Hektar nieder - das entspricht ungefähr der Größe von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Es wird befürchtet, dass die Feuer in Australien noch Monate dauern könnten.
Autor: Johannes Jolmes

Iran: Reaktionen auf Tod von General Soleimani

Die Reaktionen vieler Menschen im Iran waren heftig: Tränen und Trauer nach der Ermordung des Generals Soleimani. Und: die Forderung nach Vergeltung. Als Reaktion auf die gezielte Tötung hat der Iran sämtliche US-Truppen als "Terroristen" eingestuft. Die USA hätten mehrmals bewiesen, dass ihre politischen Fehlkalkulationen über den Iran nicht nur die Region, sondern die ganze Welt gefährden, sagte der iranische Außenminister Sarif. Ist eine Eskalation des Konflikts also unvermeidbar? Was sagen die Menschen auf den Straßen Teherans?
Autorin: Natalie Amiri

Frankreich: Bio-Pilze aus dem Parkhaus

Ein stillgelegtes Parkhaus in Paris: Wo sich früher Drogendealer und Prostituierte trafen und Obdachlose übernachteten, werden jetzt Pilze und Bio-Gemüse angebaut. Das Start-Up-Unternehmen "La Caverne" - auf Deutsch "die Höhle" - hat mit seiner Idee einer Pilzfarm den Zuschlag bekommen. Jetzt wachsen hier unter der Erde Austernpilze und japanische Shitakepilze. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt etwa 30 Tonnen. Mittlerweile ist auch Chicorée im Programm. Und auf den lokalen Märkten kommt das Bio-Gemüse, das mitten in der Stadt angebaut wird, gut an.
Autorin: Navina Lala

Taiwan: Einfluss Chinas auf die Wahlen

Nur noch wenige Tage sind es bis zur Präsidentenwahl in Taiwan. Auf den Straßen geht es hart zur Sache: Farbattacken auf china-kritische Aktivisten, Rowdytum und Beschimpfung von ausländischen Journalisten. Doch wer steckt dahinter? Einfluss auf die Wahlen könnte die china-patriotische Gesellschaft (CPA) nehmen, so zumindest der Verdacht. Deren Zentrale liegt in Taiwans Hauptstadt Taipeh. Taiwans Behörden gehen davon aus, dass die CPA aus Peking finanziert wird - über dunkle Kanäle. Aber beweisen lässt sich das kaum. Ohnehin betrachtet China Taiwan als abtrünnige Provinz und nicht als eigenständiges Land. Und so gibt es kurz vor den Wahlen weitere Versuche der Einflussnahme.
Autor: Uwe Schwering

Haiti: Ein Land versinkt im Chaos

Am 12. Januar 2010 erschütterte ein Erdbeben der Stärke sieben Haiti, den ohnehin schon bitterarmen Inselstaat in der Karibik. Mehr als 300.000 Menschen starben, fast zwei Millionen Menschen waren danach obdachlos. Zehn Jahre später sind die Schäden des Erdbebens notdürftig beseitigt. Doch Haiti hat sich nicht erholt - im Gegenteil. Es ist ein Land im Teufelskreis aus Armut, Gewalt und politischer Krise. Seit Monaten gehen die Menschen auf die Straße. Der Zorn richtet sich gegen Präsident Moise, dem Korruption und Misswirtschaft vorgeworfen werden, während im Land der Hunger wächst und die Sicherheitslage immer schlechter wird.
Autor: Michael Stocks

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