Weltbilder

Dienstag, 10. Dezember 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 12. Dezember 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

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Iran: Sanktionen treffen kranke Kinder

Zahra ist ein sogenannte Schmetterlingskind. Ihre Haut ist so empfindlich wie die Flügel eines Schmetterlings. Haare kämmen, Hände abtrocknen, ein Stück Brot essen: Vieles, was für Menschen mit gesunder Haut alltäglich ist, ist für sie äußerst schmerzhaft. Schon nach geringstem Druck - von einer Bürste oder einem Handtuch - können Blasen und Wunden auf der Haut entstehen. Und dann folgen Schmerzen. Zahra kann niemals so spielen wie andere Kinder. Traurig erklärt sie: Mein größter Wunsch ist es, schwimmen zu gehen. Wegen meiner Krankheit erlauben sie mir nicht ins Schwimmbad zu gehen, sie denken es ist ansteckend. Und ich würde so gerne einmal auf einem Spielplatz rutschen. Aber die Kinder schubsen mich und das ist gefährlich für mich. Meine Arme und Beine platzen dann auf. Um die Schmerzen zu lindern braucht Zahra spezielle Mullbinden. Doch seitdem die USA Sanktionen gegenüber dem Iran verhängt haben, bekommt Zahras Familie diese wichtigen Verbände nur noch selten. Für Zahra sind die Mullbinden lebenswichtig: Ohne spezielle Verbände auf meinen Wunden weine ich sehr viel, weil meine Hose und das ganze Zeug an den Wunden kleben bleibt, dann rufe ich nur zum lieben Gott, ich schreie dann vor Schmerz."
Autorin: Natalie Amiri

Iran: Sanktionen treffen kranke Kinder

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Zahra ist ein sogenanntes Schmetterlingskind, ihr Körper überzogen mit Wunden und Blasen. Durch die US-Sanktionen bekommt sie nun kaum noch schmerzlindernde Mullbinden.

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Antarktis: Auswirkungen des Klimawandels

Im Schatten der Eisberge der Antarktis lebt eine bedrohte Spezies: Kaiserpinguine. In einem sensiblen Ökosystem, das Forscher gerade erst versuchen, zu verstehen. Marie-Charlott Rümmler und Osama Mustafa aus Jena wollen – im Auftrag des Umweltbundesamts – herausfinden, wie sich die Pinguin-Kolonie entwickelt. Sie und weitere Wissenschaftler leben monatelang auf der Neumayer-Station – dem südlichsten Arbeitsplatz Deutschlands. Kern ihrer Forschungen sind die Auswirkungen der globalen Erwärmung. Marcus Schumacher misst im luftchemische Observatorium den CO2-Gehalt. "Das ist schon ein sehr deutlicher Anstieg, den man erkennen kann. Man sieht, es ist nicht nur ein Problem der direkten Umgebung, wo das CO2 hauptsächlich produziert wird, in den Industrieregionen der Nordhalbkugel. Sondern es ist ein Problem, das sich global verteilt hat und mittlerweile auch hier in der Antarktis angekommen ist." Dadurch dürfte sich zukünftig die Atmosphäre in der Antarktis aufheizen. Eine konkrete Bedrohung für dieses sensible Ökosystem.
Autor: Matthias Ebert

Australien: Verheerende Buschbrände

Sechs Menschen sind bisher in den Flammen umgekommen und 680 Häuser wurden zerstört. Seit Wochen wüten Buschbrände auf dem Kontinent und der Sommer fängt gerade erst an. Die Buschbrände haben offiziellen Angaben zufolge bereits 2,7 Millionen Hektar Land im Osten Australiens vernichtet. Rund 90 Feuer brennen derzeit. Ein sogenanntes "Megafeuer", in dem mehrere Brände gleichzeitig wüten, ist noch immer nicht unter Kontrolle. Zehntausende haben nun eine Online-Petition unterschrieben, um dafür zu sorgen, das berühmte Feuerwerk an Silvester in Sydney abzusagen. Das gesparte Geld solle lieber an diejenigen verteilt werden, die die Brände besonders getroffen haben.
Autorin: Sandra Ratzow

Singapur: Karriere-Kinder ohne Heimat

Carlottas Familie ist vor einem Jahr von Frankfurt nach Singapur umgezogen - für den Job des Vaters. Die Elfjährige hat sich gut eingelebt, doch trotzdem freut sie sich, dass sie in ein, zwei Jahren zurück nach Deutschland gehen wird. Sie besucht eine der internationalen Schulen in Singapur. Wie an allen internationalen Privatschulen bleiben viele Schüler nicht länger als ein paar Jahre. Zu jedem Halbjahr müssen einige Kinder weiterziehen. Dann verschwinden auch beste Freunde, erzählt Carlotta: "Ich hatte eine Freundin als ich gekommen bin, und die ist letzten Sommer dann wieder zurückgezogen und darum ist es auch immer so ein Kommen und Gehen und das ist für mich dann schwer, mich hier zuhause zu fühlen." Den Grundschulbereich der Schule leitet Sarah Thomas. Sie kennt jedes Kind mit Namen. Sie beobachtet ihre Schüler genau: Hat das Kind heute schon gelacht? Spielt es mit? Ist es verdächtig still, aggressiv, ein Klassenclown? Nicht jedes Kind verkraftet die ständigen Karrieresprünge der Eltern, erklärt die Lehrerin: "Eine kluge Familie wird darauf - wenn möglich - Rücksicht nehmen und das Wohl der Kinder über die finanziellen Vorteile des nächsten Umzugs stellen." "Third Culture Kids", Drittkulturkinder, nennt man diese ewigen Passagiere. Viele, die so groß geworden sind, brauchen auch als Erwachsene das permanente Unterwegssein. Nicht die Herkunft, sondern das Reisen selbst wird zur Heimat.
Autorin: Julia Klüssendorf

Ukraine: Frieden in Sicht?

Seit Jahren gelten die Friedensbemühungen für die Menschen in der Ost-Ukraine als gescheitert. Vor fast sechs Jahren begann in der Ost-Ukraine die von Russland unterstützte Reparationsbewegung, mit Gewalt Teile der Ukraine zu annektieren. In dem bis heute andauernden Konflikt starben seither 13.000 Menschen. Wie wirkt sich das auf den Alltag der Menschen aus?
Autor: Demian von Osten

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