Weltbilder

Dienstag, 12. November 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 14. November 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

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Österreich: Wie viel Tourismus verträgt das Alpenland?

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04:14

Österreich: Zu viele Touristen in Hallstatt

Auch Hallstatt hat ein Problem: Auf 700 Einwohner kommen jährlich über eine Million Touristen – zwischen zwei- und dreitausend täglich. Jetzt soll es Regeln geben. Video (04:14 min)

Das Tal Montafon in Vorarlberg liegt gut 600 Kilometer westlich von Wien und ist damit das Tal mit der größten Entfernung zur österreichischen Bundeshauptstadt. "Manche Wiener wissen nicht einmal, dass es dieses Tal gibt", sagen die Einheimischen. Doch die Themen, die die Menschen im Tal derzeit bewegen, stehen sinnbildlich für das, was viele Menschen in Österreich umtreibt: Wie lässt sich Umwelt- und Klimaschutz vereinbaren mit den wirtschaftlichen Interessen der Region, insbesondere dem Tourismus? So beklagen die Bauern im Montafon, dass immer mehr Fläche für Hotelneubauten, Skilifte und Parkplätze geopfert werde, während ihnen im engen Tal bereits jetzt der Platz fehle für Tiere und Ställe. Und im Örtchen Sankt Gallenkirch ist ein erbitterter Streit entbrannt um einen geplanten Speicherteich im Skigebiet, dessen Bau durch das Eingreifen der Vorarlberger Grünen vorerst gestoppt wurde. Auch der Verkehr ist im Montafon längst zum Problem geworden. Während unter der Woche vor allem die Pendler, die auf dem Weg zur Arbeit in die Städte Feldkirch oder Dornbirn, die einzige Zufahrtsstraße ins Tal verstopfen, sind es an den Wochenenden vor allem die Tagespendler, die im Montafon die schnelle Erholung suchen.
Autor: Christian Limpert

Australien: Buschbrände bedrohen Metropole Sydney

Wegen der seit Tagen wütenden Buschbrände hat der Bundesstaat New South Wales am Montag den Notstand ausgerufen. Die Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen, rund 600 Schulen sind geschlossen. Mehr als 3.000 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Laut Behörden gibt es derzeit 52 Feuer - die Hälfte von ihnen ist nicht unter Kontrolle - auf einer Fläche von knapp einer Million Hektar. Die Feuer bedrohen mittlerweile auch Sydney, die Hauptstadt des Bundesstaates. Nur 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, fressen sich die Flammen durch einen Eukalyptuswald.
Autor: Andreas Hilmer

Marokko: Mit Ausbildung zurück in die Gesellschaft

Ein Haushalt ohne Mann reicht in Marokko für den sozialen Abstieg. Das hat auch Fatima Zahara erleben müssen, nachdem ihr Vater vor vielen Jahren starb. Ihre Mutter konnte die Kinder kaum durchbringen, Fatima musste die Schule abbrechen, um mitzuverdienen. Jetzt aber kann sie hoffen, wieder zurück in die marokkanische Gesellschaft zu finden. Ein Modellprojekt ist ihre Chance. Im Frauenrestaurant Amal in Marrakesch lernen ehemalige Dienstmädchen, geschiedene Frauen und Witwen, wie man professionell für Gäste kocht. In der patriachalen Gesellschaft Marokkos haben unabhängige Frauen keinen einfachen Stand, trotz gesetzlich festgeschriebener Gleichstellung der Geschlechter. Im Frauenrestaurant lernen Fatima und andere Frauen, wie sie mit der Ausbildung ihren Platz in der marokkanischen Gesellschaft finden und behaupten können.
Autorin: Natalia Bachmayer

Laos: Bücherboot auf dem Mekong

Ein Fünftel aller Laoten sind Analphabeten. Besonders auf dem Land gehen die Kinder oft nur bis zur dritten Klasse in die Schule - in simple Gebäude mit einem Raum und einem Lehrer, der per Boot durch den Wald anreisen muss. Und Bücher sind auf dem Land auch kaum zu bekommen. Um den Kindern dort trotzdem Freude am Lesen zu vermitteln, hat ein amerikanischer Vietnamkriegsveteran eine mobile Bibliothek gegründet. Mit zwei Booten fahren er und sein Team über den Mekong, um Bücher in die entlegensten Orte des Landes zu bringen. Die Boote sind so beliebt, dass sie von den Kindern mit Jubelschreien und Liedern begrüßt werden.
Autorin: Sandra Ratzow

ARD-Themenwoche

Themenwoche "Zukunft Bildung" im NDR

Wer gebildet ist, lebt länger. Vom 9. bis 16. November 2019 widmet sich die ARD-Themenwoche der "Zukunft Bildung". Die Beiträge des NDR in Fernsehen, Radio und online. mehr

USA: Familie wiedervereint nach Abschiebung

Vor einem Jahr hat der Weltspiegel über Rose aus Texas berichtet, deren Ehemann José nach El Salvador abgeschoben worden war. Einer der ersten unter der Regierung Trump, festgenommen und abgeführt wie ein Krimineller vor den Augen der Tochter. Obwohl er schon im Alter von 15 Jahren in die USA gekommen war, hatte er sich nicht rechtzeitig um die Aufenthaltsgenehmigung gekümmert. Seine Ehefrau war von jetzt auf gleich auf sich allein gestellt, musste mit einem Gehalt die beiden Kinder und das Haus versorgen - und hat gekämpft, damit ihr Mann zurückkommen kann. Ihre Hartnäckigkeit hatte USA-Korrespondentin Claudia Buckenmaier so beeindruckt, dass sie das Schicksal der Familie weiterverfolgt hat. Jetzt gibt es ein Happy End der Geschichte: José konnte nach Texas zurückkehren, das zehnjährige Einreiseverbot wurde aufgehoben. Und nun kümmert er sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Rose um andere Familien, denen es ähnlich ergangen ist, wie ihnen.
Autorin: Claudia Buckenmaier

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