Weltbilder

Mittwoch, 30. Oktober 2019, 00:20 bis 00:50 Uhr
Donnerstag, 31. Oktober 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

Die Moderatorin Julia-Niharika Sen.

4,33 bei 3 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Indonesien: Festivals für Vespa-Freaks

Weitere Informationen
Quiz

Quiz: Was wissen Sie über Indonesien?

Sie kennen sich aus mit Themen rund um Indonesien? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz! Mit etwas Glück gewinnen Sie Überraschungs-Souvenirs unserer Korrespondenten. Quiz

85 Prozent aller 265 Millionen Indonesier haben einen Motorroller. Sie sind im Land allgegenwärtig, verstopfen jede Stadt und dienen als Viehtransporter, Möbellaster und Familienkutsche. Entsprechend riesig ist auch die Fangemeinde der klassischen Vespa - größer ist sie nur in Italien. Nachdem der Roller zunächst in Europa produziert wurde, expandierte man in den 60er-Jahren nach Indonesien. Von 1972 bis 2001 wurde die Vespa in der Hauptstadt Jakarta hergestellt. Für viele Indonesier ist die Vespa ein Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Einige von ihnen bauen ihre Roller in groteske Fantasiegefährte um und treffen sich bei einem der vielen Vespa-Festivals im ganzen Land. Eines davon findet Anfang August in Kediri, im Osten Javas statt: Tausende Vespa-Freaks präsentieren dort ihre teils bis zur Unkenntlichkeit umgebauten Roller, die in verschiedenen Kategorien Preise gewinnen können.
Autorin: Sandra Ratzow

Türkei: Das Dorf der Pfeifer

Ihre Zweitsprache ist das Pfeifen: So unterhalten sich die Bewohner des in den Bergen hinter der türkischen Schwarzmeerküste gelegenen Dorfes Kusköy seit Jahrhunderten über größere Distanzen. Wenn sie ihre Nachbarn um Hilfe bei der Ernte bitten oder zum Essen einladen, dann pfeifen sie, anstatt zu rufen. Und mit ihren Pfiffen können sie vollständige Sätze bilden. Doch die sogenannte "Vogelsprache" stirbt langsam aus, weil die jüngeren Bewohner Kusköys lieber mit Mobiltelefonen statt mit Pfiffen kommunizieren. Eine Schule für die Vogelsprache soll die alte Tradition erhalten.
Autor: Oliver Mayer-Rüth

Vietnam: Schwimmende Märkte verschwinden

Sein Boot war einst der ganze Stolz von Herrn Trinh - sein eigenes schwimmendes Ananas-Geschäft - und es war das Zuhause für die ganze Familie. Doch das ist vorbei, wie Herr Trinh traurig erzählt: "Meine Frau und ich saßen zusammen, haben das Geld gezählt und mussten uns eingestehen, dass es nicht reicht für uns." Seine Kinder und seine Frau hat Herr Trinh inzwischen nach Ho-Chi-Minh-Stadt geschickt, damit sie dort Arbeit finden und so das Überleben der Familie sichern. Der Markt hat sich verändert, die Menschen aus dem Mekong-Delta ziehen in die boomenden Metropolen, den schwimmenden Händlern fehlen die Kunden. Was früher nur auf Wasserstraßen transportiert werden konnte, wird heute längst per Lastwagen durchs Land gefahren. Die Regierung hat die schwimmenden Märkte zum erhaltenswerten Kulturerbe erklärt, aber die Touristen kommen zum Fotografieren und kaufen nicht viel. Keine gute Perspektive für Herrn Trinh und die anderen schwimmenden Händler am Mekong.
Autorin: Christiane Justus

Südafrika: Klinik auf Schienen

Wo dieser Zug auftaucht, kommt mit ihm die Hoffnung, sagen die Leute. Kreuz und quer durch Südafrika fährt die rollende Klinik, vor allem auf dem Land warten die Menschen sehnlichst darauf, dass der "Zug der Hoffnung" bei ihnen Station macht. An Bord praktiziert auch Kefiloe Mamba. Die Zahnärztin ist neun Monate am Stück mit der Klinik auf Schienen unterwegs. "Ich habe auch schon in einer teuren Privatklinik gearbeitet. Aber hier erleben wir viel mehr Dankbarkeit von den Patienten, die wir behandeln", sagt sie. Insgesamt 21 Mitarbeiter arbeiten in der mobilen Klinik, die vielen Menschen schnelle medizinische Soforthilfe bietet. Selbst eine Brille wird innerhalb von Stunden angefertigt, wenn es nötig ist. Die staatliche Eisenbahn trägt den Großteil der Kosten für die Eisenbahn-Klinik, dennoch müssen die Patienten einen eigenen Beitrag für die Behandlung zuzahlen. Allerdings ist es deutlich weniger als bei den Ärzten in den Städten. Eine große Sorge hat Kefiloe Mamba, die Zahnärztin, allerdings: Dass bei der von Korruption durchsetzten staatlichen Eisenbahn das Geld immer knapper werden könnte - und dadurch der Zug nicht mehr zu den Patienten aufs Land fahren könnte.
Autor: Thomas Denzel

Spanien: Was ist ein Juicer?

Auch in Madrid, wie in vielen europäischen Städten, gehören die E-Scooter fest zum Stadtbild. Sogenannte Juicer geben den Rollern ihren Saft. Wie machen sie das? Und unter welchen Bedingungen arbeiten die Juicer?
Autor: Stefan Schaaf

Moderation
Julia-Niharika Sen
Redaktion
Christiane Justus
Redaktionsleiter/in
Clas Oliver Richter
Produktionsleiter/in
Tobias Jahn
NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/weltbilder/Weltbilder,sendung959326.html