Weltbilder

Dienstag, 14. Mai 2019, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 16. Mai 2019, 01:45 bis 02:15 Uhr

Julia-Niharika Sen

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Die Weltbilder und das GIGA Institut laden zur Diskussion ein. Religion und Gewalt in Afrika stehen diesmal im Fokus. Wir verlosen Karten für die Veranstaltung in Hamburg. Quiz

Südkorea: Dem Feind so nah – Leben auf der Insel vor Nordkoreas Küste

Von der Insel Yeonpyeong im Gelben Meer sind es zwölf Kilometer bis nach Nordkorea. Der nächste südkoreanische Hafen Incheon liegt 80 Kilometer entfernt. Aber Yeonpyeong gehört zu Südkorea. Wer hier lebt, muss seinen Alltag rund um die Folgen der koreanischen Teilung organisieren: Wie der Fischer Park Tae-won, der nur in bestimmte Fanggebiete fahren darf, weil große Teile der Gewässer zum Speergebiet erklärt worden sind: "Das Leben auf dieser Insel, die so nah an der Grenze zum Norden liegt, ist doch sehr beschwerlich", sagt er ein wenig resigniert. Vor neun Jahren feuerten die Nordkoreaner 170 Raketen und Granaten auf die Insel. Als Antwort auf ein südkoreanisches Manöver in der Region. Bis heute sind die Zerstörungen zu sehen, bei denen vier Menschen starben, zu sehen. Und die Trümmer sollen auch bleiben, als Mahnmal für die brutale Politik des Nordens. Dass sich die beiden Koreas langsam und friedlich annähern, mag auf Yeopyeong niemand glauben, dafür sind die Erfahrungen in der Nähe der Grenze zu Nordkorea viel zu negativ.
Autor: Uwe Schwering

Ruanda: Kunst aus Kuhdung

Im Osten von Ruanda gehen die Frauen einem ganz besonderen Hobby nach: Sie gestalten Reliefs aus Kuhmist! Eine alte Tradition, die schon zu Zeiten der ruandischen Könige verbreitet war: "Wir haben kein Problem damit, Kuhdung anzufassen oder zu benutzen. In unserer Kultur bauen wir damit auch Häuser, oder Körbe", sagt Basirici Uwamariya, die die Tradition des "Imigongo" weite pflegt. In einer Kooperative geben Basisrici und ihre Mitstreiterinnen die Tradition weiter, die nach dem Völkermord an den Tutsi fast in Vergessenheit geraten war. In vielen Ländern sind ihre Kuhdung-Kunstwerke schon ausgestellt worden. Als Symbol für eine positive Einstellung zum Leben und zum Miteinander in Ruanda.
Autorin: Sabine Bohland

Österreich: Die Köchin macht Politik – Sarah Wiener kandidiert für das EU-Parlament

"Gehst Du wählen", fragt Sarah Wiener eine junge Frau an einem Stand der österreichischen Grünen in der Wiener Innenstadt. Die Antwort ist vage: "Vielleicht bin ich unterwegs", sagt die Angesprochene. Die bekannte TV-Köchin ist eine von zwei Spitzenkandidaten der Grünen. Die Partei ist bei der vergangenen Wahl auf nur vier Prozent der Stimmen abgerutscht sind. Eigentlich lebt Sarah Wiener in Berlin, von vielen wird sie als "Deutsche" wahrgenommen. Und die Parteiaktivisten der Grünen fremdeln häufig ein wenig mit der Promi-Frau, die plötzlich ihr Herz für Europa entdeckt hat. Dabei liegt ihr Öko und vor allem eine nachhaltige Landwirtschaft am Herzen: "Lebensmittel müssen wieder einen Preis haben", erklärt sie auf einem Bio-Schweinhof in Niederösterreich. Wir begleiten Sarah Wiener im Wahlkampf.
Autor: Till Rüger

Indien: Notstand im Himalaya - Kampf gegen den Klimawandel

Im indischen Hochgebirge in der Region Ladakh haben die Menschen über Jahrhunderte ihre Felder mit dem Schmelzwasser der Gletscher bewässert, doch mit dem Klimawandel ziehen sich die Gletscher zurück, das Wasser fehlt. Der Ingenieur Sonam Wangchuk will dem Wassermangel jetzt mit einer ganz besonderen Technik begegnen: Einen künstlichen Eisberg in 4.500 Meter Höhe haben sie den ganzen Winter über angelegt. Jetzt schmilzt das Eis und das Wasser läuft in die Felder und die Wasserleitungen. "Ich will, dass die Menschen in Ladakh lernen, mit dem Klimawandel umzugehen", erklärt der in Frankreich ausgebildete Ingenieur. Seine künstlichen Eisberge nennt er Stupas, einige Dörfer profitieren jetzt davon. Aber die Region, anderthalbmal so groß wie Niedersachsen, braucht noch viel mehr dieser Eisberge, um auch zukünftig die Felder bewässern zu können.
Autor: Peter Gerhardt

Schweden: Fische im Keller

Solberga ist ein ziemlich unscheinbares Viertel im Süden von Stockholm. Wer aber mit Torbjörn Frisö in den Keller seines Hauses geht, erlebt etwas Einzigartiges: Frisö hat dort eine kleine Landwirtschaft und eine Fischzucht aufgebaut. "Aquaponik" heißt die Technik, mit der er seit einigen Monaten Tomaten und Basilikum züchtet. In einem Aquarium schwimmen 50 Jungbarsche, deren Kot wird als Dünger für die Pflanzen benutzt. Bei konstant 27 Grad und Kunstlicht können sich die Pflanzen optimal entwickeln. "Auf den ersten Blick fühlt sich das ganz natürlich an. Aber irgendwie ist es doch komisch, dass wir hier einen Tank mit Fischen im Keller haben", sagt Nachbar Sören Torlen. Fischzucht und Landwirtschaft im Keller sind die neuesten Trends in Schweden. Viele, die ihre Lebensmittel nicht immer im Supermarkt kaufen wollen, interessieren sich dafür.
Autor: Christian Stichler

Moderation
Julia-Niharika Sen
Redaktionsleiter/in
Clas Oliver Richter
Produktionsleiter/in
Tobias Jahn
Redaktion
Clas Oliver Richter
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