Weltbilder

Dienstag, 03. November 2020, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 05. November 2020, 02:10 bis 02:45 Uhr

Niederlande: Vanille aus dem Gewächshaus

Den Weltmeistern im Züchten ist es gelungen, neben Südfrüchten wie Papayas auch Vanille im Gewächshaus anzubauen. Im Moment noch ein Testfeld, aber bald schon ein erfolgreicher Markt, glauben unsere geschäftstüchtigen Nachbarn.
Autorin: Cornelia Kolden

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Eine Windmühle in einem bunten Tulpenfeld © picture alliance/Bildagentur-online Foto: Bildagentur-online/Svetlanna

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Japan: Ein Dorf verjüngt sich

Noch vor zwei Jahren hieß es, das älteste Dorf Japans sterbe aus. Nanmuko liegt in den Bergen, nur hundert Kilometer von der Mega-Metropole Tokio entfernt. Die Dorfgemeinschaft wurde immer älter, die Jüngeren zogen alle weg. Nun aber kündigt sich eine Wende an: Die ersten Städter sind nach Nanmuko gezogen und wollen bleiben. Yuta Sato zum Beispiel hatte das Stadtleben satt. Jetzt wird er in Nanmoku einen Pflanzenhandel übernehmen. Unterstützt wird er vom Staat: Drei Jahre lang erhält er Lohn und Miete und soll dafür weitere neue Bewohner rekrutieren.
Autor: Uwe Schwering

Italien: Kampf gegen Hochwasser

"Acqua alta!" - Hochwasser! - heißt es in Venedig immer öfter. Aber auch der Rest des Landes ist immer stärker von Wetterextremen betroffen. Durch die geografische Lage ist Italien eines der europäischen Länder, die den Klimawandel am härtesten zu spüren bekommen. Dass sich solch eine Katastrophe nicht wieder wiederholen möge, dafür sorgt seit 2014 Emanuele Moggia, Bürgermeister von Monterosso. Er arbeitet eng mit dem Zivilschutz zusammen, hat ein Überwachungssystem mit zahlreichen Kameras eingerichtet, Warntafeln im Ort aufstellen lassen, ein Benachrichtigungskonzept ausgearbeitet, um die Bevölkerung und die Touristen bei Unwetteralarmstufe rot frühzeitig zu warnen. Gerade sind Projekte im Wert von mehr als einer Millionen Euro genehmigt worden, darunter ein Auffangkanal, der vom Bach am oberen Ende des Ortes Wassermassen ins Meer umleiten soll.
Autor: Rüdiger Kronenthaler

China:  Sozialarbeiterin für abgehängte Kinder

Guo Guo ist drei Jahre alt, lebt bei ihrer Oma auf dem Dorf und gehört zu Chinas zurückgelassenen Kindern. Geschätzt 69 Millionen Kinder teilen ihr Schicksal. Ihre Eltern ziehen oft als Wanderarbeiter auf der Suche nach Jobs in Chinas Millionenstädte, unterstützen ihre Familien in der Heimatprovinz mit Geld, aber kommen meist nur einmal im Jahr für einige Woche nach Hause. Die Erziehung der Enkel übernehmen Oma und Opa. Das birgt Probleme, denn gerade ohne frühkindliche Förderung bleiben große Defizite. Deshalb bekommen Kleinkinder wie Guo Guo einmal pro Woche Besuch von einer Familienbeauftragten. Sie bringt Guo Guos Oma bei, wie sie das Kind spielerisch fördert mit Bilderbüchern, Bauklötzen, kleinen Aufgaben - anstatt das Kind einfach sich selbst zu überlassen. Ein kleiner Erfolg für Guo Guo, aber Millionen anderen Kleinkindern in China fehlt diese Chance.
Autor: Daniel Satra


Polen: Ehemalige sowjettische Garnisonsstadt

Der Ort Kłomino ist eine Geisterstadt in Polen, zwölf Kilometer südlich von Borne Sulinowo. Ursprünglich Kasernenstadt der Wehrmacht, wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg von der Rote Armee als Garnisonsstadt übernommen, mit  Wohnhäusern, Garagen und Unterkünften für die Soldaten. Bis 1992 lebten rund 5.000 Menschen in der Stadt, die sie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verließen. Ganz in der Nähe liegt der Ort Borne Sulinowo. Heute besuchen Touristen die Gegend, die sich für die russische Besatzungszeit interessieren. Dariusz Czerniawski kam 1994 aus Breslau hierher und hat ein lokales Museums aufgebaut: "Borne Sulinowo ist ein Ort, an dem zwei der größten totalitären Systeme in der Weltgeschichte - der deutsche Faschismus und der sowjetische Kommunismus - ihre Spuren hinterlassen haben. Diese Spuren bleiben. Und jetzt bauen wir auf den Ruinen eine zivile Stadt. Wir wollen diese Geschichte aber für die Nachwelt bewahren.“
Autorin: Joanna Ratajczak

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