Weltbilder

Dienstag, 20. Oktober 2020, 23:50 bis 00:20 Uhr
Donnerstag, 22. Oktober 2020, 02:15 bis 02:45 Uhr

Norwegen: Atempause für Wale

In Corona-Zeiten hat auch der Schiffsverkehr weltweit abgenommen. Beispiel Norwegen: Nicht weit von den Lofoten waren weniger Frachtschiffe und Kreuzfahrtriesen unterwegs. Die Folge: Weniger Lärm unter Wasser, ein Segen für Fische und Wale. Denn, sagen Wissenschaftler, Lärm sei für Wale so nervig wie für Menschen ein Tinnitus. Deshalb sei weniger Schiffslärm ein Glücksfall für die Meereswelt und auch für die Wissenschaftler, denn die können nun störungsfrei das Leben unter Wasser besser erforschen. Darüber hinaus werden im Fjord von Trondheim jetzt immer häufiger Grindwale gesichtet.
Autor: Philipp Abresch

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Italien/GB: Zwei Länder, zwei Wege, ein Virus

Die zweite Coronawelle hat Europa fest im Griff. Besonders betroffen ist England. Dort hat die Regierung bereits im Frühjahr Maßnahmen gegen die Infektion nur zögerlich angeordnet, mit einem verheerenden Ergebnis. Und auch jetzt, Monate später, geben Experten dem Krisenmanagement der Johnson-Regierung schlechte Noten. Die Zahlen schnellen weiter rapide nach oben, vor allem im Norden des Landes, in Liverpool. Anders steht es in Italien. Hier wurden nach dem Ausbruch des Virus schnell strikte Maßnahmen angeordnet. Das Land war traumatisiert, als im Frühjahr Militärtransporter mit Leichensärgen durch Bergamo fuhren. Im Sommer dann hatte sich die Lage deutlich entspannt. Doch nun hat die zweite Welle auch Italien wieder erfasst. Und wieder reagieren die Italiener, anders als die Engländer, mit schnellen, harten Regeln gegen Corona.
Autoren: Ellen Trapp, Sven Lohmann

Großbritannien: Johnsons Brexit-Zwänge und -Chancen

Einst galt Stoke-on-Trent als das Zentrum des britischen Handwerks, vor allem Keramik wurde in der Region produziert. Bis zu 70.000 Menschen waren in den guten Zeiten in den Manufakturen beschäftigt. Inzwischen arbeiten nur noch 6.000 Töpferinnen und Töpfer dort. Und viele, die ihr Leben lang ihre Stimme der Labour-Partei gegeben hatten, haben bei der vergangenen Wahl Boris Johnson und seinen harten Brexit-Kurs gewählt. "Wir geben ihm die Chance, uns eine bessere Zukunft zu ermöglichen", heißt es bei vielen, die von Labour bitterlich enttäuscht wurden. Vor allem Investitionen müssen her, um die alten Industrie-Regionen wie Stoke-on-Trent für die nächsten Generationen attraktiv zu machen.
Autor: Vasili Golod    

USA: Wie tickt Tennessee bei der Wahl 2020?

Das letzte Duell zwischen US-Präsident Trump und dem demokratischen Herausforderer Biden steigt in wenigen Tagen in Nashville. Der US-Bundesstaat Tennessee gilt als konservativ, ist vor allem ländlich geprägt. Tennessee ist berühmt für den Blues und die Country-Musik sowie für seinen Whiskey. ARD-Korrespondent Jan Philipp Burgard traf unter anderem einen Spirituosen-Produzenten, der auf Trump setzt, weil er von dessen Wirtschaftspolitik profitiert. Und er sprach mit Amerikanern, die hoffen, dass die tiefe Spaltung im Land nach der Wahl überwunden werden kann.
Autor: Jan Philipp Burgard

China: Arbeitsboom in Zeiten von Corona

China will wachsen, auch in Zeiten von Corona. Doch während die EU mit einem "Green Deal" die Wirtschaft zum Laufen bringen will, geht das Wachstum in China wohl zu Lasten der Umwelt. Denn die Regierung in Peking hat klare Prioritäten: Die Chinesen sollen Arbeit haben und Geld verdienen können. Denn Arbeitslosigkeit könnte zu sozialen Unruhen führen. Langfristige Folgen für die Umwelt werden an vielen Stellen einfach ignoriert.
Autorin: Tamara Anthony

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