Weltbilder

Dienstag, 11. August 2020, 23:30 bis 00:00 Uhr
Donnerstag, 13. August 2020, 02:15 bis 02:45 Uhr

USA: Trump-Anhänger in der heißen Wahlkampfphase

Rob Cortis ist ein glühender Trump-Anhänger. Seit 2016 tourt er mit einer Art Wahlkampfmobil durch die USA. Er war früher eine Art Eventmanager, heute hat er sein ganzes Leben Donald Trump verschrieben - oft begleitet von Sohn Colby. 48 US-Bundesstaaten haben sie schon bereist. Nur Hawaii und Alaska fehlen. Robs Begeisterung für Trump hat einst in Las Vegas begonnen. In einem Casino hatte er ein Goldarmband verloren, eine Erinnerung an seinen verstorbenen Vater. Und durch wen bekam er es wieder? Ausgerechnet der spätere Präsident fand das Armband. Noch heute gerät Rob ins Schwärmen, wenn er sich an die Begegnung zurückerinnert: "Ein Wachmann sagte mir, ein Mann habe ein Armband gefunden. Geben Sie mir ihre Nummer. Der Mann rief mich an. Es stellte sich raus, es war Donald Trump. Er gab mir mein Gold zurück, behandelte mich nett und bezahlte das Essen für mich und all meine Angestellten." Trump verkörpert für Cortis Freiheit. Eine Freiheit ohne all zu viel staatlichen Einfluss.
Autorin: Claudia Buckenmaier

VIDEO: USA: Trump-Anhänger in der heißen Wahlkampfphase (6 Min)

Portugal: Die Delfine kehren zurück

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Küste bei Albufeira © Fotolia.com Foto: cristovao31

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Für viele in Lissabon grenzt es an ein kleines Wunder: Täglich kommen wieder Delfine in die Mündung des Tejo. Die Wasserqualität des Flusses hat sich stark verbessert. Der Tourismus ist aufgrund der Corona-Pandemie stark zurückgegangen. Vor allem kommen keine Kreuzfahrtschiffe samt Krach und Abgasen mehr. 2019 waren es noch zehn Millionen Besucher in der portugiesischen Hauptstadt - derzeit herrscht gähnende Leere. Für die Natur ist das ein Segen, für die vielen vom Tourismus abhängigen Menschen aber auch ein Problem.
Autorin: Lourdes Picareta

Venedig: Warten auf Touristen

Die Tauben sind noch da, sonst wirkt San Marco, Venedigs Hauptpiazza, wie ausgestorben. Das war im Mai. Die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind zu dieser Zeit auf ihrem Höhepunkt. Die Stadt, die eher über zu viele Besucher klagt, sehnt sich erstmals nach Touristen. Denn alles hängt hier am Tourismus: Hotels, Restaurants und Souvenirläden. Die Reisebeschränkungen sind inzwischen weg, aber Corona ist noch da. Nur nach und nach kommen die Menschen in diesem Sommer wieder in die Lagunenstadt.
Autorin: Ellen Trapp

Indien: Wettlauf um Corona-Impfstoff

Die Zeit drängt: Bis Mitte August will Indien den ersten eigenen Corona-Impfstoff auf den Markt bringen. Ein Prestige-Projekt der Regierung, denn Präsident Mohdi will gute Nachrichten verkünden zum nationalen Feiertag, dem Unabhängigkeitstag am 15. August. Dringend nötig, angesichts exponentiell steigender Corona-Zahlen und einem kolossal überforderten Gesundheitssystem. Seit gerade einmal fünf Wochen wird der Impfstoff an Menschen getestet. Der Student Neveet gehört zu derzeit 375 Probanden, die ihn injiziert bekommen. "Ich will meinem Land dienen", sagt er. "Das ist meine Pflicht als Bürger." Doch Ärzte und Wissenschaftler warnen: Das Tempo könne zu Lasten der Probanden gehen. Indien hat die Genehmigungsfrist für Impfstofftests an Menschen radikal verkürzt. Nach erfolgreichen Tierversuchen prüften die Behörden bisher zwei bis drei Monate, ehe sie die klinischen Studien genehmigten. Jetzt entscheiden sie in zwei bis drei Tagen. Den Freiwilligen Navneet haben die Ärzte beruhigt: "Sie haben mir versichert, dass die Tierversuche abgeschlossen sind und wenn irgendetwas mit mir passiert, werden sie auf mich aufpassen."
Autorin: Sibylle Licht

Spanien: Königshaus unter Druck

Der frühere spanische König Juan Carlos hat fluchtartig sein Land verlassen. Hintergrund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen ihn wegen Korruption. Schon früher geriet Juan Carlos mit Affären in die Schlagzeilen und das Ansehen der Monarchie in Spanien hat schon seit längerem gelitten. Der Ruf nach deren Abschaffung wurde zuletzt lauter. Während die Älteren noch die historische Funktion des Königs beim Übergang von der Franco-Diktatur zur Demokratie in der 1970er-Jahren würdigen, ist für die junge Generation das Königshaus nur noch anachronistisch. Auch der amtierende König Felipe bekam die Abneigung zu spüren. Im März, während seiner Ansprache zur Corona-Krise, protestieren im ganzen Land Menschen auf Balkonen und an Fenstern lautstark mit Töpfen und Pfannen gegen die Monarchie.
Autor: Simon Riesche

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