Stand: 20.08.2019 10:11 Uhr

Machtkampf in Venezuela: Wege aus der Krise

Grenzgänger: Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler
Eine Diskussionsreihe von NDR Info, NDR Fernsehen und GIGA

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Mit leidenschaftlichen Reden wollen sowohl Präsident Maduro wie auch Oppositionsführer Guaidó die Venezolaner für sich einnehmen.

Venezuela kommt nicht zur Ruhe. Mehr als vier Millionen Menschen sind inzwischen in Nachbarstaaten geflohen, es fehlt an Grundnahrungsmitteln und Medikamenten. Immer wieder fällt tagelang der Strom aus. Eine der schlimmsten Versorgungs- und Staatskrisen in der Geschichte des Landes stürzt große Teile der Bevölkerung in Armut und destabilisiert das marode politische System weiter.

Regierungskrise mit katastrophalen Folgen

Amtsinhaber Nicolás Maduro und Oppositionsführer Juan Guaidó, selbsternannter und von verschiedenen Ländern anerkannter Präsident Venezuelas, kämpfen um die politische Vormachtstellung. Internationale Kräfte wie die USA und Russland versuchen, die Situation für sich zu nutzen. Aus Angst vor Einflussnahme blockierte die Regierung daher Lieferungen von Hilfsgütern, was die humanitäre Krise weiter zuspitzte. Besonders verschärft wird die Lage durch die starke wirtschaftliche Abhängigkeit des Landes von Ölexporten. Ein Wechsel der Regierung oder Neuwahlen scheinen allein als Lösung kaum ausreichend. Welcher Weg könnte Venezuela aus der Krise führen?

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Machtkampf in Venezuela: Wege aus der Krise

Weltbilder -

Wie geht es weiter mit Venezuela? In der Diskussionsreihe "Grenzgänger - Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler" ging es diesmal um den Machtkampf zwischen Maduro und Guaidó.

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Korrespondenten diskutierten mit Experten

Auf dem Podium im Hamburger Radiohaus an der Rothenbaumchaussee diskutierten zu dem Thema:

  • Prof. Dr. Sabine Kurtenbach, Kommissarische Direktorin des GIGA Instituts für Lateinamerika-Studien
  • Xenia Böttcher, ARD-Korrespondentin in Mittelamerika
  • Kai Küstner, NDR, ehemaliger ARD-Korrespondent

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Weltbilder Moderatorin Julia-Niharika Sen im Gespräch mit Kai Küstner.

Die Experten haben die Krise in Venezuela aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, Einblicke in die Forschungspraxis und die Berichterstattung vor Ort gegeben und persönliche Erfahrungen geschildert. Gemeinsam analysierten sie nicht nur die Situation im Land selbst, sondern auch die internationalen Reaktionen und die Auswirkungen auf die gesamte Region. Das Gespräch moderierte Julia-Niharika Sen.

Das GIGA German Institute of Global and Area Studies, NDR Info und das NDR Fernsehen veranstalteten damit bereits die fünfte Ausgabe der gemeinsamen Diskussionsreihe "Grenzgänger - Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler". Forscher und Journalisten diskutieren über aktuelle globale Entwicklungen, die auch Deutschland betreffen. Bei den vergangenen Veranstaltungen standen Nordkorea, China, Syrien, afrikanische Staaten und der Iran im Fokus.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Das Forum | 21.08.2019 | 20:30 Uhr