Sendedatum: 23.02.2010 20:15 Uhr  | Archiv

"Kompressionsstrümpfe und Sport passen gut zusammen"

Hans: Was kann ich tun, wenn ich bereits offene Beine habe?

Prof. Debus: Eine Untersuchung des Venensystems ist sehr wichtig. Auch müssen die Arterien untersucht werden. Möglicherweise lässt sich eine Ursache für die offenen Beinen finden und beheben.

 

Gast13: Wie muss ich mich nach einer Venen-OP verhalten?

Prof. Debus: Sie sollten sich so schnell wie möglich wieder körperlich bewegen. Eine gute Kompression (Strumpf, Klasse 2 nach Maß) ist aber sehr wichtig und sollte für mindestens sechs Wochen konsequent getragen werden.

 

Julia: Deuten geschwollene Beine oder Knöchel grundsätzlich auf ein Venenleiden hin oder kann das (bei Frauen) auch hormonelle Ursachen haben?

Prof. Debus: Geschwollene Beine werden sehr häufig durch Krampfadern ausgelöst. Sie können jedoch ganz andere Ursachen haben. Die wichtigste ist, ein Herzschwäche unbedingt auszuschließen.

 

Theda: Hallo, vor drei Wochen wurden mir am linken Bein Krampfadern verödet, im Moment sieht alles noch aus wie vorher. Wie lang dauert es bis man ein Resultat sieht? Zahlt die Krankenkasse das Ziehen der Krampfadern?

Prof. Debus: Nach einem Veröden der Krampfadern sollten diese nicht mehr sichtbar sein. Möglicherweise sind nicht alle Krampfadern verödet worden oder es haben sich neue Krampfadern gebildet. Das Ziehen der Krampfadern wird von der Krankenkasse bezahlt.

 

Gast8: Kann die größte oberflächliche Vene der Beine (Saphena Magna) mit Schaumverödung behandelt werden oder gerät der Schaum über die Verbindung in die Leitvene?

Prof. Debus: Eine Schaumsklerosierung ist möglich, muss aber unter Ultraschall-Kontrolle durchgeführt werden, mit der die Verteilung des Schaumes exakt beurteilt werden kann. Alternativ kann vor der Schaumsklerosierung die Vene legiert (unterbunden) werden.

 

Julia: Wie groß ist die Gefahr, bei einer tiefen Beinvenenthrombose eine akute Lungenembolie zu erleiden?

Prof. Debus: Wenn die Thrombose älter als drei Wochen ist, geht von dieser Thrombose keine relevante Gefahr mehr für die Ausbildung einer Lungenembolie aus.

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Visite | 23.02.2010 | 20:15 Uhr

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