Unsere Geschichte

Wettlauf gegen den Tod: Wie Wissenschaftler Seuchen bekämpften

Samstag, 14. November 2020, 12:00 bis 12:45 Uhr
Montag, 16. November 2020, 04:35 bis 05:20 Uhr

Sie haben Hunderte Millionen Todesopfer gefordert und verbreiten bis heute Angst und Schrecken: Pest, Influenza und andere Seuchen gelten als Geißel der Menschheit. Die Dokumentation bietet einen Einblick in die Geschichte gefährlicher Krankheitserreger und den endlosen Kampf gegen Viren und Bakterien. Vorerst letztes Kapitel: Ein neuartiges Coronavirus, das im Frühjahr 2020 weite Teile unseres Planeten zum Erliegen bringt.

Weitere Informationen
Eine Fotografie von 1892 zeigt eine Desinfektionskolonne. © picture-alliance Foto: akg-images

Pest, Spanische Grippe, Corona: Seuchen und ihre Bekämpfung

Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung, mit denen wir heute Corona eindämmen, sind schon vor Jahrhunderten das Mittel der Wahl. mehr

"Spanische Grippe" kostet Millionen das Leben

"Das Auftreten von Seuchen ist medizinhistorisch eher der Normalfall", sagt Prof. Karl-Heinz Leven, Medizinhistoriker der Universität Erlangen-Nürnberg. Vor etwas über einhundert Jahren hielt schon einmal eine Pandemie die Welt in Atem. Das Influenzavirus H1N1 führte 1918 zum Ausbruch der "Spanischen Grippe", die 30 bis 50 Millionen Menschen das Leben kostete. In den USA wurden ganze Städte unter Quarantäne gestellt. Der Mundschutz gehörte zum Alltag. Erst nach drei Jahren war die Gefahr vorbei. Doch Viren halten immer wieder die Welt in Atem.

Weitere Informationen
Der Bakteriologe Robert Koch liest in einem Buch. (Porträtaufnahme um 1900) © picture-alliance / akg-images Foto: akg-images

Robert Koch - Ein Leben im Reich der Mikroben

Jäger der Erreger, Herr der Bakterien: Auf Robert Koch treffen etliche Prädikate zu. Doch der Medizin-Nobelpreisträger musste auch viele Misserfolge einstecken. mehr

Robert Koch auf der Suche nach Krankheitserregern

1995 brach im damaligen Zaire das lebensgefährliche Ebola-Fieber aus. 2003 drohte das Virus SARS zur Pandemie zu werden. Aber auch Bakterien haben in der Geschichte immer wieder tödliche Epidemien ausgelöst. 1892 wütete in Hamburg die Cholera. Unzufrieden mit dem zögerlichen Handeln des Senats schickte die Regierung in Berlin, Robert Koch an die Elbe. Der Bakteriologe hatte wenige Jahre zuvor den Beweis erbracht, dass Krankheiten durch Keime entstehen und konnte diverse Erreger identifizieren. Doch erst die Entdeckung des Wirkstoffs Penicillin dämmt die Gefahr von Bakterien im 20. Jahrhundert ein. Trotzdem ist auch der "Schwarze Tod" nicht völlig verschwunden.

Weitere Informationen
Ein Hafenarzt untersucht einen Seemann © NDR

Im Einsatz gegen Seuchen: Der Hafenärztliche Dienst

Seit über hundert Jahren verhindert der Hafenärztliche Dienst das Einschleppen von Seuchen in den Hamburger Hafen. Die großen Herausforderungen waren Cholera, Pest und Ebola. mehr

Coronavirus: Kampf gegen Seuchen geht weiter

Im Mittelalter hat die Pest fast die Hälfte der Bevölkerung der Welt dahingerafft. Aufgrund katastrophaler hygienischer Bedingungen brach die Seuche Mitte der 90er-Jahre erneut im Südosten Indiens aus. Die Pandemie Covid-19 ist das vorerst letzte Kapitel im Kampf der Menschheit gegen Seuchen, der seit Jahrtausenden tobt und immer wieder dramatische Verluste fordert. Dank immenser Fortschritte in der Medizin ist es gelungen, einigen Krankheiten ihren Schrecken zu nehmen. Doch der Kampf gegen die Erreger ist noch lange nicht entschieden.

Weitere Informationen
Aktenstapel mit der Aufschrift: Corona aktuell © dpa-Bildfunk Foto: Wolfgang Kumm

Coronavirus in Norddeutschland: News und Hintergründe

Seit Monaten bestimmt die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus die Schlagzeilen. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Infos - auch zu Lockerungen von Corona-bedingten Einschränkungen. mehr

Nachcolorierter Kupferstich nach Lodovico Ottavio Burnacini von 1679 des Pest-Lazaretts in der Wiener Währinger Straße © picture alliance / akg-images Foto: akg-images

Pest, Cholera, Corona: Quarantäne im Wandel der Zeit

Seit Jahrhunderten ist Isolation das Mittel der Wahl, um grassierende Krankheiten einzudämmen. Je weiter man in die Vergangenheit blickt, desto empfindlicher waren die Härten einer Quarantäne. mehr

Kostenlose Ausgabe von Quellwasser während der Cholera in Hamburg 1892 (zeitgenössischer Holzstich). © picture-alliance / akg-images

1892: Die Cholera wütet in Hamburg

Am 14. August 1892 meldet ein Arzt in Altona den ersten Verdacht auf Cholera. 8.605 Menschen sterben in der Folge in Hamburg an der Krankheit. Hilfe kommt von dem Arzt Robert Koch. mehr

Pestarzt Dr. Chicogneau , 1720 /Kupferst. vor dem Nikolaifleet (Montage) © picture-alliance / akg-images Foto: akg-images, Oliver Dietrich

Als die Pest den Tod nach Hamburg brachte

1712 breitet sich in ganz Norddeutschland wieder die Pest aus. Es wird der schlimmste Ausbruch in der Neuzeit: Allein in Hamburg sterben mehr als 10.000 Menschen. mehr

Redaktion
Marc Brasse
Redaktionsleiter/in
Dirk Neuhoff
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg
Autor/in
Hendrik Behrendt
Regie
Hendrik Behrendt
Producer
Michael Kloft