Unsere Geschichte

Die Ente. Kultauto Citroën 2 CV

Samstag, 29. August 2020, 12:00 bis 12:45 Uhr

Der Citroën 2CV wurde ursprünglich für die französische Landbevölkerung entwickelt. Sparsam im Verbrauch, billig in der Anschaffung und robust sollte das Auto sein. Es sollte schlechte Wegstrecken bewältigen und vier Personen oder auch mal einen Zentner Kartoffeln transportieren können.

Liebhaber-Treffen: Keine Ente gleicht der anderen

Ente auf dem Acker: Die Ente wurde einst für die französische Landbevölkerung entwickelt – Unebenheiten im Gelände steckt sie dank ihrer einzigartigen Federung mühelos weg. © NDR/SWR
Ente auf dem Acker: Einst für die französische Landbevölkerung entwickelt, steckt sie Unebenheiten im Gelände dank einzigartiger Federung mühelos weg.

Der kleine Zweizylinder, der wie ein Sportflugzeug knatterte, wurde in Deutschland liebevoll Ente genannt. In den 1960er- und 1970er-Jahren fuhren vor allem junge Leute, Studierende, Intellektuelle, Individualisten die Ente. Sie war das Statussymbol eines alternativen Lebensstils. Das wird auch auf den Treffen der 2CV-Fans deutlich: keine Ente gleicht der anderen.

In den 1970er-Jahren war der 2CV das erfolgreichste Modell von Citroën. Kaum ein Pkw wurde länger gebaut, das Aussehen dabei nur wenig verändert. Die Leistung des Motors hingegen, auch das ist ungewöhnlich, wurde im Laufe der Jahrzehnte von neun PS auf 29 PS gesteigert und brachte es dann immerhin auf eine Spitzengeschwindigkeit von 115 km/h.

1990 wurde die Produktion eingestellt, über fünf Millionen Mal war die Ente einschließlich der Kastenvariante gebaut worden. Ausführlich erzählen 2CV-Fans witzige und skurrile Geschichten über ihre Ente.

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Autor/in
Thomas Eberding
Kamera
Rolf Schuler
Schnitt
Florian Daferner
Sprecher/in
Frank Stöckle
Redaktion
Tilman Achtnich
Hanspeter Michel
Christoph Mestmacher