Sportclub Story - Kein Wunder - Werder am Abgrund

Sonntag, 28. Juni 2020, 23:15 bis 23:45 Uhr

Der SV Werder Bremen ist der Verein mit den meisten Bundesligaspielen, steht auf Rang drei der ewigen Bundesligatabelle nach dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Der ewige Underdog konnte seit Gründung der Bundesliga elf Titel gewinnen.

40 Jahre nach dem ersten Abstieg aus der Bundesliga, stehen die Grün-Weißen wieder unten drin in der Tabelle, diesmal unerwartet. Die "Sportclub Story" von Radio Bremen blickt zurück auf diese verkorkste Saison des Vereins aus Norddeutschland, lässt Vereinsbosse, Beobachter und Fans erklären, wie es so weit kommen konnte.

Beim SV Werder Bremen klafften in dieser Saison Anspruch und Wirklichkeit so weit auseinander wie lange nicht. Nachdem Werder Bremen im Sommer 2019 das internationale Geschäft knapp verpasst hatte, sollte es in dieser Saison mit Ziel Europapokal klappen. Doch es kam alles anders.

Nach der schlechtesten Hinrunde der Vereinsgeschichte, einem nie dagewesenen Verletzungspech bei den Spielern, einer grotesk anmutenden Heimschwäche und schließlich der Corona-Pandemie steht der SV Werder Bremen am Abgrund. Wie konnte es dazu kommen und was bedeutet das für Verein und Fans und Liga?

In kaum einer anderen Stadt ist ein Bundesligaverein so verwurzelt wie in Bremen. Werder ist zentraler Bestandteil des öffentlichen Lebens. In Bremen liegt das Stadion mitten in der Stadt. Werder ist für die verschiedensten Menschen der größte gemeinsame Nenner. Werder integriert, schweißt zusammen, macht das Stadtgefühl aus.

Das erörtert Autor Jan-Dirk Bruns in dieser Reportage mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Marco Bode, dem Sportjournalisten Ralf Wiegand, der Fan-Aktivistin der Green White Wonderwall und Fernando Guerrero, Besitzer einer Werder-Fan-Kneipe. Der Film beginnt mit dem 34. Spieltag und frischen Eindrücken rund ums Weserstadion unmittelbar nach der sportlichen Entscheidung. Wie soll es weitergehen und wo schöpfen die Leute noch Hoffnung?

Redaktion
Ludwig Evertz
Matthias Cammann