Zeitreise: 100 Jahre Kunstkatakomben im Lübecker Behnhaus

Sendedatum: 28.02.2021 19:30 Uhr

Ein Raum voll mit edelster Kunst: Seit 100 Jahren bestehen nun schon die Kunst-Katakomben des Behnhauses in Lübeck.

Tatsächlich ist es schon einhundert Jahre her, dass in den Museumsräumen die letzten Mitglieder der Bürgerfamilie Behn gelebt haben. 1783 als großbürgerliches Haus erbaut, wurde es zum behnschen Haus erst um 1823, als der Arzt Georg Heinrich Behn das klassizistische Haus kaufte. Der Sohn, Heinrich Theodor Behn, wird später Lübecker Bürgermeister.

Das Behnhaus wird zum Museum

Die Geschichte des Behnhauses als Museum begann in den frühen 1920er Jahren. Die Familie Behn verkaufte das Haus an eine Lübecker Bank. Als der Hamburger Kunsthistoriker Carl Georg Heise davon erfuhr, finanzierte mit Hilfe von Spendern den Kauf des Hauses in der Königstraße. Sein Ziel: Er wollte ein Museum einrichten, das Lebenswirklichkeit und Kunst nebeneinander zeigt. Und so wurde das neugegründete Museum eine Mischung aus eingerichteten Wohnräumen und Bildergalerie. Seither gilt das Haus als eines der repräsentativsten klassizistischen Bürgerhäuser in der Lübecker Altstadt. Es wurde 1783 als großbürgerliches Wohnhaus errichtet und zu Beginn des 19. Jahrhunderts im klassizistischen Stil umgebaut.

Ein schwarz-weiß Bild einer leeren Straße. © Fotoarchiv der HL
Das Behnhauses wurde schon in den frühen 1920er Jahren zu einem Museum.

Die Kunst im Behnhaus

Schon 1921 präsentierte das Behnhaus eine erste Ausstellung: die "Nordische Woche" mit Künstlern aus der Region und einigen überregional bekannten Malern und Bildhauern. Romantik und Moderne nebeneinander - das war für Carl Georg Heise kein Widerspruch. Im Gegenteil: Heise sah in der Moderne "Die Fortsetzung, die Interpretation der alten Meister".

Das Konzept hat bis jetzt Bestand. Auch heute noch sind Künstler wie Caspar David Friedrich und Edvard Munch nur wenige Meter voneinander entfernt ausgestellt. In unserer Zeitreise sehen wir einen großen Schatz, den Museumsleiter Alexander Bastek in den Kunst-Katakomben des Behnhauses hütet. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens blicken wir auf die kaum gezeigte, weltweit bekannte und hoch lichtempfindliche Grafiksammlung.

Weitere Informationen
Dampflokomotive aus dem 19. Jahrhundert. © dpa - report Foto: Votava

Alle Zeitreise-Beiträge sortiert nach Datum

Hier finden Sie alle Zeitreisen des Schleswig-Holstein Magazins. mehr

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 28.02.2021 | 19:30 Uhr