Sendedatum: 09.07.2018 19:30 Uhr

Dorfgeschichte: Simonsberg

von Thilo Buchholz

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Die Gegend rund um Simonsberg ist vor allem landwirtschaftlich geprägt.

Die Gemeinde Simonsberg befindet sich etwa acht Kilometer südwestlich von Husum, direkt an der Nordseeküste. Mehr als 800 Menschen leben in dem Dorf. Die Flächen drumherum sind landwirtschaftlich geprägt. Wer auf der Dorfstraße - ein alter Deich - bleibt und durch Simonsberg fährt, der ist schnell wieder raus aus dem Dorf. Nach dem Ortseingangsschild kommt eine Kurve und dann schon wieder das gelbe Ortsausgangsschild. Wer die Dorfstraße verlässt, entdeckt etwa 45 Reetdachhäuser, die zu der Gemeinde gehören. Viele sind Ferienhäuser und bewohnt von Familien aus Hamburg.

Zwei Personen liegen in Hängematten

Dorfgeschichte: Simonsberg

Schleswig-Holstein Magazin -

Mehr als 800 Menschen leben in der Gemeinde Simonsberg an der Nordseeküste, die über die Jahrhunderte schon dreimal von Sturmfluten zerstört wurde. Urlauber schätzen dort die Ruhe.

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Sturmfluten prägten Simonsberg

Dreimal wurde Simonsberg mit seiner Kirche in den vergangenen Jahrhunderten von verheerenden Sturmfluten zerstört und weiter landeinwärts wieder aufgebaut. 1634 verwüstete die sogenannte Burchardiflut die Nordseeküste zwischen Ribe und Brunsbüttel. Ihr fielen zwischen 8.000 und 15.000 Menschen zum Opfer. Die schwersten Schäden entstanden im Bereich Nordfriesland, wo Wasser und Wind insbesondere den Küsten immensen Schaden zufügten. Noch schlimmer wüteten die schweren Sturmfluten von 1717/18. Die Naturgewalten zerstörten die gesamte Fläche zwischen Nordstrand und Eiderstedt. 1.500 Hektar Land gingen verloren. Die Überlebenden bauten die Häuser wieder auf aus Soden, Treibholz und Schilf. Die letzte große Sturmflut ereignete sich 1962.

Reges Vereinsleben

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Durch das Restaurieren von alten landwirtschaftlichen Fahrzeugen wollen die Simonsberger jüngeren Menschen die Landwirtschaft nahebringen.

Etwa zehn Vereine haben sich gegründet in Simonsberg. Darunter landschafts-typische Sportarten wie Ringreiten oder Boßeln. Aber auch einen Oldtimer-Verein gibt es. Der Verein zählt etwa 100 Mitglieder aus der Region. Ihre Schätze sind fast 80 Oldtimer wie alte Traktoren oder Motorräder. Daran tüfteln die Schrauber und präsentieren sie auf verschiedenen Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit. Vor allem jüngeren Menschen wollen sie so die Entwicklung der Landwirtschaft und Technik nahebringen. Das ist für sie ein Stück Lebensqualität auf dem Lande.

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Schleswig-Holstein Magazin | 09.07.2018 | 19:30 Uhr