Sendedatum: 18.03.2019 19:30 Uhr

Dorfgeschichte: Nieblum auf Föhr

von Vera Vester

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Nieblum auf Föhr ist das ganze Jahr über ein beliebtes Reiseziel für Touristen. Auf einen Nieblumer kommen im Schnitt 27 Touristen.

Langer Sandstrand, Sonne, Eis, Baden: Das sind wohl die Assoziationen, die man hat, wenn man an eine Insel denkt. All das hat Nieblum auf Föhr theoretisch auch zu bieten. Im Winter aber gilt hier wie überall in Schleswig-Holstein: grauer Himmel und Regen von der Seite. Und trotzdem sind Touristen auf der Insel, und zwar so viele, dass es schwer ist, Einheimische zu finden. Auf jeden Bewohner von Nieblum kommen im Schnitt 27 Urlauber.

Spaziergängerin am Strand von Föhr.

Dorfgeschichte: Nieblum auf Föhr

Schleswig-Holstein Magazin -

Das Dorf Nieblum auf Föhr gilt als das schönste der ganzen Insel. Auf jeden Einwohner hier kommen pro Jahr 27 Touristen. Mitte März ist es aber noch ruhig.

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Laden in fünfter Generation

Und so leben die meisten Nieblumer auch vom Tourismus. Die Hückstädts zum Beispiel: Ihnen gehört der kleine Supermarkt im Dorfzentrum. Geeske ist 19 Jahre alt und will ihn bald übernehmen - in fünfter Generation. Sie kann sich nicht erklären, wie es kommt, aber im Sommer 2018 haben sie besonders viel Mozzarella-Käse verkauft. Sonst gehen Produkte von der Insel ganz gut, wie Eier oder Opas Räucherfisch.

Surflehrer aus Spanien

Ihr Onkel Dirk ist auch auf Touristen angewiesen. Ihm gehört die Surfschule. Die hat sein Vater 1977 gegründet, obwohl er damals selbst gar nicht surfen konnte. Auf einer spanischen Insel hatte er zum ersten Mal Surfschulen gesehen und sich gedacht, dass sowas auch auf Föhr funktionieren könnte. Das ganze Equipment und den Surflehrer hat er dann aus Spanien nach Nieblum geholt und hier eine der ersten Surfschulen Deutschlands gegründet.

Besondere Grabsteine

Besonders charakteristisch für Nieblum sind die vielen alten, reetgedeckten Kapitänshäuser. Aber auch die Kirche ist eindrucksvoll: Der "Friesendom" wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Auf dem Friedhof davor sind viele Seeleute begraben. Wegen der besonderen Grabsteine kommen alleine hierher etwa 40.000 Besucher im Jahr.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 18.03.2019 | 19:30 Uhr

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