Sendedatum: 21.01.2019 19:30 Uhr

Dorfgeschichte: Epenwöhrden

von Karin Henningsen

Viele Menschen sind vermutlich schon mal durch Epenwöhrden durchgefahren: Die Gemeinde hat rund 770 Einwohner und liegt rechts und links neben der Bundesstraße 5, ganz in der Nähe von Hemmingstedt bei Heide. Und diese beiden Orte verbindet ein wichtiges Kapitel Dithmarscher Geschichte: Die "Schlacht bei Hemmingstedt" am 17. Februar 1500. Damals haben wenige Dithmarscher Bauern das dänische Heer besiegt und somit ihre Unabhängigkeit erkämpft.

Ein Gedenkstein mit Inschrift.

Dorfgeschichte aus Epenwöhrden

Schleswig-Holstein Magazin -

Das 770-Einwohner-Dorf Epenwöhrden liegt zwischen Meldorf und Heide und hat ein idyllisches Landleben zu bieten. Bekannt ist es vor allem wegen der legendären Schlacht bei Hemmingstedt.

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Erinnerungen an die "Schlacht bei Hemmingstedt"

Das Schlachtfeld soll aber nicht in Hemmingstedt, sondern irgendwo auf Epenwöhrdener Grund und Boden gewesen sein - davon ist zumindest Bürgermeister Henning Staack überzeugt. In seinem Gemeindegebiet erinnert somit auch die "Dusenddüwelswarf" an die Schlacht: Ein Denkmal, das aus einem Findling besteht, der hoch auf einem Steinsockel thront und die berühmte Inschrift "Wahr die Garr, de Bur de kumt"" trägt. Seit dem Jahr 2000 ist dieses Denkmal dann noch um einen Pavillon erweitert worden: Hinter Glas können sich die Besucher ansehen, wie das ausgesehen haben könnte, als die Bauern die Siele öffneten und die schwer bewaffneten dänischen Soldaten im einströmenden Wasser hängen geblieben sind. Und dass die Schlacht eigentlich zu ihnen gehört, das demonstrieren die Epenwöhrdener einmal im Jahr: Immer am 17. Februar steigt ein großes Gemeindefest - egal, welcher Wochentag das ist. "Es ist immer laut und lustig", meint der Bürgermeister.

Viele Feierlichkeiten geplant

Zu feiern gibt es in diesem Jahr eh' viel: Der Schützenverein wird 50, der Ringreiterverein 100 Jahre alt. Die Reiter planen deshalb vier große Ringreit-Events. Seit 20 Jahren gibt es einen Bauernhof, der von der "Stiftung Mensch" betrieben wird und auf dem Menschen mit Behinderungen lernen, wieder ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Und zum Jahrestag des ersten Klimabaums in Deutschland, der 2011 in Epenwöhrden gepflanzt worden ist, gibt es auch traditionell einmal im Jahr ein Fest. Gleich neben dem Findling, der den geographischen Mittelpunkt Dithmarschens kennzeichnet.

Ein schönes Fleckchen Dithmarschens

"Ein großes Gemeinschaftsgefühl" macht das Leben aus in Epenwöhrden, sagen all' die Menschen, die wir treffen. Sie sind stolz auf ihre vielen Vereine und darauf, noch einen Kindergarten zu betreiben, der ausschließlich von der Gemeinde getragen wird. Alles Gründe, vielleicht beim nächsten Mal einfach nicht durch Epenwöhrden durchzufahren, sondern anzuhalten: Um sich das kleine Fleckchen Dithmarschen einmal näher anzusehen.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 21.01.2019 | 19:30 Uhr