Sendedatum: 25.02.2019 19:30 Uhr

Dorfgeschichte: Daldorf

von Thilo Buchholz

Daldorf an der Autobahn 21: Die Anbindung ist verkehrsgünstig gut gelegen für Anwohner, Touristen und vor allem für Holzspediteure. Die sogenannte Wertholzsubmission, eine Holzauktion, steht bei vielen Holzhändlern bundesweit fest im Kalender. Auf einem riesigen Platz lagern die besten Baumstämme Schleswig-Holsteins. Jedes Jahr können die Holzkäufer Ende Februar fast 20 Baumsorten begutachten: Eschen, Eichen, Eiben, Ulmen, Buchen, Ahornbäume, Platanen oder Robinien. Vergangenes Jahr erbrachte die Auktion etwa 1,3 Millionen Euro. Nachdem die Käufer die Baumstämme über die A21 weggefahren haben, werden sie weiterverarbeitet zu Möbelfurniere oder Dielenbohlen.

Ein Bild von Flamingos steht in einem Fenster.

Dorfgeschichte: Daldorf

Schleswig-Holstein Magazin -

Daldorf liegt direkt an der A21 und ist bekannt für die Wertholzsubmission. Das Dorf hat außerdem einen Dorfladen und ein altes Gut.

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Natur- und Wilderlebnispark

Der Erlebniswald Trappenkamp in Daldorf ist Stopp für viele Touristen und Besucher. Nach der Autobahn noch zweimal abbiegen, dann ist man angekommen am Tor Daldorf. Die gesamte Fläche, 300 Hektar groß, befindet sich auf Daldorfer Gebiet. Trappenkamp war damals größer und bekannter, sagt der Bürgermeister Jürgen Frank (CDU). Deshalb heißt der Wilderlebnispark "Erlebniswald Trappenkamp". Hier geht es um Waldthemen in verschiedenen Lebensräumen. Es ist eine Art Waldpädagogisches Zentrum, ein außerschulischer Lernort für das Zusammenspiel von Ökologie und Ökonomie.

Das ist Daldorf

Altes Gut im Ortsteil Pettluis

Etwas entfernt von der Autobahn, wo Anwohner den Verkehr kaum noch hören, befindet sich eine ehemalige Gutsanlage, das Gut Pettluis. Heute wird es privat genutzt. Dort leben etwa zehn Familien in verschiedenen Gebäuden, abseits der Hektik und mitten in der Natur. Jedes Jahr fühlt sich auch ein Storch auf dem Gelände des Guts heimisch. Erst kürzlich haben die Bewohner das Storchennest bezugsfertig gemacht.

Weitere Informationen

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Lange Geschichte, viele Besitzer

Bis 1865 war das Gut ein wichtiger Standort für die Jagd. Die Häuser wurden auch genutzt zur Schafhaltung und zum Torfabbau. In der Nachkriegszeit kamen hier viele Familien unter. Mithilfe von Strafgefangenen wurde dann Landwirtschaft betrieben. Die Kosten für diese Art von Strafvollzug waren allerdings zu hoch. Die Stadt Hamburg suchte einen Pächter. Nachdem das Gut Pettluis immer wieder die Besitzer wechselte, kaufte 1991 Christian Wätjen das Gut. Die Gebäude waren damals heruntergekommen. Der Gutsherr ließ sie sanieren. Seit dem Erwerb stehen das Herrenhaus und das ehemalige Verwalterhaus unter Denkmalschutz.

Treffpunkt im Ort

In der Dorfstraße 4, mitten im Ort, ist ein kleines Lebensmittelgeschäft. Im Verkaufsraum finden Kunden das, was sie für den täglichen Bedarf brauchen. Jeden Tag schauen etwa 150 Leute rein, sagt Inhaber Hans-Heinrich Thege. Das Geschäft hat er vor 26 Jahren von seiner Mutter übernommen. Täglich ab 6 Uhr ist der Tante-Emma-Laden geöffnet. Seine Frau hilft mit im Laden. Samstagmorgens ist hier am meisten los. Bis zu 1.000 Brötchen gehen dann über den Verkaufstisch.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 25.02.2019 | 19:30 Uhr