Schleswig-Holstein Magazin

u.a. Verteidigungsministerium räumt Fehler bei Gorch Fock-Sanierung ein

Freitag, 01. März 2019, 19:30 bis 20:00 Uhr
Samstag, 02. März 2019, 03:45 bis 04:15 Uhr
Samstag, 02. März 2019, 10:00 bis 10:30 Uhr

Das Verteidigungsministerium hat die Einschätzung des Rechnungshofes bestätigt, wonach vor der Sanierung weder die Schäden am Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" noch die Wirtschaftlichkeit umfassend untersucht worden seien. Das steht in einer Stellungnahme des Ministeriums an den Bundestag. So waren für den Dreimaster 2015 noch knapp zehn Millionen Euro veranschlagt worden - mittlerweile liegen die Kosten aber bei rund 135 Millionen Euro. Das Ministerium widerspricht jedoch dem Rechnungshofs, wonach die Gorch Fock eine Gefahr für Leib und Leben der Besatzung und Offiziersschüler gewesen sein soll. Die Zukunft des Segelschulschiffs ist unklar, weil die Elsflether Werft, die mit der Sanierung beauftragt ist, mittlerweile einen Insolvenzantrag gestellt hat. Welche Punkte das Ministerium in Zukunft verbessern will, damit solche Fehleinschätzungen nicht wieder passieren und welche Kritik noch geäußert wurde - unser Thema in der Sendung.

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Flensburger Werft hat weiter offene Rechnungen

Die Sapinda Holding hat der angeschlagenen FSG jüngst 33 Millionen Euro frisches Eigenkapital zur Verfügung gestellt. Doch es gibt offenbar weiter offene Rechnungen, die die FSG nicht gezahlt hat. mehr

Vor dem möglichen Brexit: Droht ein Behördenmarathon?

Wenn nicht ein politisches Wunder geschieht oder eine neue Abstimmung angesetzt wird, kommt Ende März der "Brexit". Und das hätte auch Auswirkungen auf alle Briten, die in Schleswig-Holstein leben. Denn die wären dann Einwohner aus einem Nicht-EU-Land, also "Drittland". So heißt das im Behördendeutsch. 152 Briten leben allein im Kreis Herzogtum Lauenburg. Sie dürften dann im Falle eines Brexit nicht mehr so einfach hier arbeiten oder wählen. Das gilt auch für einen Mann aus Brunsmark bei Mölln. Ian MacNab ist seit 16 Jahren Gemeindevertreter und seit fast einem Jahr Bürgermeister dieser Gemeinde. Und weil er Brite - genau genommen: Schotte ist, dürfte er im Falle eines Falles dieses Amt nicht mehr ausüben, obwohl er seit 20 Jahren mit einer deutschen Frau verheiratet ist. Und weil vor dem Brexit viele in Deutschland lebende Briten gerne noch die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen wollen, bietet u.a. die VHS in Heide eine Expresseinbürgerung an. Der Brexit und die Folgen für den Norden - ein weiteres Thema bei uns.

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Brunsmarks Bürgermeister und die Angst vorm Brexit

Iain Macnab ist Brite und Bürgermeister von Brunsmark. Sollte es Ende März zum Brexit kommen, verliert er sein Amt, denn Macnab besitzt nicht die deutsche Staatsbürgerschaft. mehr

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Gabi Lüeße liebt die Abwechslung als Moderatorin und freut sich immer, wenn Kühe in der Nähe sind. mehr

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Eigentlich wollte Henrik Hanses Lehrer für Sport und Deutsch werden. Doch dann hielt er das erste Mal ein Mikro in der Hand und wusste: Das ist viel besser. mehr

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