Schleswig-Holstein Magazin

u.a. Wer zahlt für den Plastikskandal?

Montag, 24. September 2018, 19:30 bis 20:00 Uhr
Dienstag, 25. September 2018, 03:45 bis 04:15 Uhr
Dienstag, 25. September 2018, 10:00 bis 10:30 Uhr

Über das Klärwerk der Schleswiger Stadtwerke gelangten sie in die Schlei: Milliarden von Plastikteilchen. Sie sind bei der Verwertung von Speiseresten durch die Filteranlage gerutscht. Die Reinigung von Gewässer und Uferbereichen wird noch Jahre dauern. Die Kosten sind nicht absehbar. Aber wer bezahlt? Nach einem Rechtsgutachten dürfen die reinen Reinigungskosten nicht auf die Gebührenzahler abgewälzt werden, andere Kosten schon. Ob ReFood, der Lieferant der Speisereste, irgendwann etwas zahlt, hängt vom Ausgang eines Rechtsstreites ab – und vom Ausgang der Ermittlungen, die gegen ReFood und die Stadtwerke laufen. Heute entscheidet die Schleswiger Ratsversammlung, ob die Stadt einspringt – mit 723.000 Euro aus Steuermitteln. Falls ja, müssten wohl auch die Gebühren für die Bürger steigen. Zumal die Schleswiger Stadtwerke jetzt auch noch Verluste einfahren - durch den Wegfall der Gewinne aus der Verwertung der Speisereste.

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Plastikskandal kommt Schleswig teuer zu stehen

Die Stadt Schleswig greift ihren Stadtwerken unter die Arme: Das Tochterunternehmen bekommt 723.000 Euro, um die Folgen des Plastikskandals an der Schlei bewältigen zu können. mehr

Pläne für Neumünster

Neuer Termin für Innenminister Grote in Sachen Flüchtlingsaufnahme: Nach der Aufregung in Boostedt in der vergangenen Woche stellt er sich heute den Anwohnern der Landesunterkunft in Neumünster. Die soll von zur Zeit knapp 800 auf 1.500 Plätze aufgestockt und zu einem sogenannten "Ankerzentrum" werden. Innenminister Grote gebraucht lieber das Wort "Ankunftszentrum" und sagt, dass Neumünster auch bisher schon die Aufgaben eines Ankerzentrums erfülle: Registrierung neuer Flüchtlinge, Verteilung auf die Kommunen sowie Aufenthaltsort für Asylbewerber ohne Bleibeperspektive. Die ehemalige Kaserne biete dafür, so Grote, die optimalen Bedingungen. Wie sehen die Anwohner der Landesunterkunft diese Pläne? Mehr dazu im Schleswig-Holstein Magazin.

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Ankerzentrum: Neumünster begegnet Grote skeptisch

In Neumünster soll 2024 das einzige zentrale Aufnahmelager des Landes für Flüchtlinge stehen. Viele Bürger der Stadt haben Innenminister Grote am Montag ziemlich deutlich ihre Meinung dazu gesagt. mehr

Weitere Themen der Sendung:

Moderation

Marie-Luise Bram

Sie ist leidenschaftlich im Team dabei, denn : "Es ist aufregend, aktuell zu arbeiten!". mehr

Gerrit Derkowski

"Das Schleswig-Holstein Magazin ist für mich ein Stück Zuhause!", sagt Gerrit Derkowski. mehr

Moderation
Marie-Luise Bram
Gerrit Derkowski
Redaktion
Andreas Kirsch
Rainer Stille
Redaktionsleiter/in
Norbert Lorentzen