Schleswig-Holstein Magazin

u. a. Cannabis-Plantage in Neumünster vor dem Start

Donnerstag, 17. September 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Freitag, 18. September 2020, 03:45 bis 04:15 Uhr
Freitag, 18. September 2020, 10:00 bis 10:30 Uhr

Er ist der Herr von 1.600 Quadratmetern Anbaufläche auf der ersten Plantage für medizinisches Cannabis in Deutschland: Han Duijindam, Pflanzenexperte aus den Niederlanden. Anfang November kommen die ersten Setzlinge aus Kanada, dann startet die offizielle Produktion. Doch schon jetzt hat der Chef-Anbauer alle Hände voll zu tun. Denn die Bedingungen für die importierten Setzlinge müssen ganz genau abgestimmt sein - nur so kann er gewährleisten, dass die Qualität des Cannabis den medizinischen Ansprüchen gerecht wird und die Ernte einen konstanten THC- und CBD-Gehalt aufweist. Neben LED-Bestrahlung und einer konstanten Raumtemperatur von rund 28 Grad für das Pflanzenwachstum besonders wichtig: Die richtige Ernährung. "Jede Wachstumsphase hat ihren speziellen Wachstumsbedarf", sagt der 61-Jährige. Mit nur für die Forschung zugelassenen Cannabis-Zellen testet er in Neumünster jetzt schon, wie die optimale Nährstoffversorgung für die kanadischen Neuankömmlinge aussehen könnte. Um bereit zu sein, wenn es richtig losgeht.

Forschung für sauberere Luft über den Meeren

Ein internationales Übereinkommen gibt verbindliche Grenzwerte für die Luftverunreinigung durch Schwefeldioxid- und Stickoxid-Emissionen in den Abgasen von Schiffen vor. Die Einhaltung kann aber bisher nur direkt an Bord der Schiffe geprüft werden - ziemlich aufwendig und kostspielig. Um diese Kontrollen gezielt auf den Schiffen einzusetzen, bei denen begründeter Verdacht einer Überschreitung der Grenzwerte besteht, werden zunehmend Fernmessungen von Abgaswerten gemacht. Dadurch wird eine Vorauswahl an Schiffen für eine Kontrolle an Bord getroffen. Ein europäisches Forschungsprojekt soll diese Messungen jetzt einfacher machen.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie will jetzt gemeinsam mit Wissenschaftlern aus Schweden, den Niederlanden und Dänemark herausfinden, welche Technik sich am besten eignet. Auf der Elbe vor Wedel messen sie die Emissionen eines Schiffs mit verschiedenen Messtechniken und -strategien bei denselben Umgebungsbedingungen. Sie setzen zum Beispiel fünf Sniffer ein, ein Laser-Spektrometer, drei Ultrafeinstaub-Messgeräte und weitere Techniken. Zusätzlich fliegen sie auch mit zwei Drohnen direkt in die Abgasfahne der Schiffe. Welche Technik die besten Ergebnisse liefert, hängt zum Beispiel auch vom Wind ab. Es bleibt noch viel Forschungsarbeit zu tun, um die Meeresluft sauberer zu machen.

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Dunkle Abgase steigen aus dem Schornstein eines Schiffs auf. © NDR

Mit dem "Schnüffler" gegen Schwefel-Sünder

Viele Schiffsabgase gehen immer noch ungefiltert in die Luft. Fachleute aus mehreren Ländern wollen in Wedel herausfinden, wie sich Schadstoffe vorbeifahrender Schiffe am besten messen lassen. mehr

Rote Nasen am Krankenbett

Spaß, Lachen und Schmunzeln sind im Krankenhaus eher die Ausnahme. Es sei denn, Clowns kommen zu Besuch. So wie die Klinik-Clowns, die regelmäßig ihre Späße im UKSH in Lübeck aufführen. Aber auch für sie war seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie Pause. Keine Besuche im Krankenhaus erlaubt. Jetzt dürfen sie wieder. Aber ihre Auftritte sind anders als die in einer Zirkusmanege. Jedes Kind ist anders, hat eine andere Krankheit, eine andere Geschichte. Und auf jedes Kind gehen die Clowns individuell ein. Und so leuchten die Augen der kleinen Patienten, wenn die Klinik-Clowns wieder unterwegs sind.

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NDR Moderatorin Gabi Lüeße. © NDR Foto: Berit Ladewig

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Eigentlich wollte Henrik Hanses Lehrer für Sport und Deutsch werden. Doch dann hielt er das erste Mal ein Mikro in der Hand und wusste: Das ist viel besser. mehr

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