Schleswig-Holstein Magazin

u.a. Nachspiel in der Friesenhof-Affäre

Mittwoch, 11. März 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Donnerstag, 12. März 2020, 03:45 bis 04:15 Uhr
Donnerstag, 12. März 2020, 10:00 bis 10:30 Uhr

Vor knapp fünf Jahren wurden Einrichtungen des Friesenhofes geschlossen - auf Anordnung der Behörden, weil es Hinweise gab auf Missstände im Umgang mit den Jugendlichen in den Heimen. Jetzt folgt das juristische Nachspiel: Im vergangenen Dezember hatte das Oberverwaltungsgericht Schleswig entschieden, dass die Schließung der Friesenhof-Einrichtungen nicht rechtens war. Jetzt liegt die Urteilsbegründung vor. Aus Sicht des Gerichts hätte das Sozialministerium die Jugendeinrichtungen nicht schließen dürfen, weil viele der öffentlich kritisierten Zustände der Heimaufsicht bekannt waren. Außerdem sei die offenbar genutzte "schwarze Pädagogik" zwar missbilligt worden - rechtlich aber sei diese Form der Erziehung zulässig. Im Schleswig-Holstein Magazin wollen wir erklären, welche Vorwürfe gegen das Heim die Richter als berechtigt ansahen - und warum sie trotzdem die Schließung für überzogen halten. Immerhin führte dieser Schritt zur Insolvenz der Betreiberin. Kommt es zu einer zivilrechtlichen Klage? Und: Wie steht das Sozialministerium zu der Friesenhof-Schließung?

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Aktenordner liegen im Gericht auf dem Tisch der Richter. © dpa Foto: Carsten Rehder

"Friesenhof": Schließung war rechtswidrig

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Seitenansicht eines Clever Shuttle Wagen in Kiel. © Clever Shuttle Foto: Ulf Dahl

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