Rund um den Michel

Urlaub in Hamburg

Sonntag, 12. Juli 2020, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 13. Juli 2020, 01:35 bis 02:20 Uhr

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In den Ferien zu Hause bleiben? Was vielen in diesem Jahr einfach notwendig erscheint, ist ein Trend, der sich schon lange abzeichnet. So lange, dass es sogar ein neues Wort dafür gibt "Staycation" - statt "Vacation". Rund um den Michel zeigt, wo man sich in Hamburg herrlich erholen kann.

Zum Beispiel an der Südspitze der Flussinsel Wilhelmsburg beim Camping oder in den Vier-und Marschlanden. Dort können Besucherinnen und Besucher in einer sogenannten Knutschtonne übernachten. Der Frontlader fährt einem zudem den Whirlpool bis vor die Schlafzimmertür.

Urlaub in Hamburg: Italien, Schweiz und Alster vereint

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Hamburg hat weitaus mehr zu bieten als den doch schnell gefüllten Elbstrand.

In Teilen Hamburgs kann man sogar denken, man sei in einem anderen Land. Rosalie und Beatrice führen uns an die italienische Plätze der Stadt. Übrigens: Die Schweiz grenzt an den Stadtpark, jedenfalls die Barmbeker Schweiz. Außerdem reisen wir mit einem Kartographen durch Hamburgs Geschichte, segeln auf der Alster und schauen hinter die Kulissen der einzigen Aufführung der Wasserlichtorgel in diesem Sommer.

In dieser besonderen Form ist sie auf der Welt einmalig – die Wasserlichtorgel in Planten un Blomen, gebaut für die Gartenschau 1938. Für dieses besondere Instrument musste eigens eine Notenschrift erfunden werden, die in der Partitur zwei außergewöhnliche Elemente verzeichnet: Wasser und Licht. Katrin Roeske, die die Fontänen tanzen lässt, ist Musikerin und Tänzerin, ihr Kollege Manuel Weber an der Lichtorgel Theaterkomponist. Im Interview mit den beiden Profis erfährt Julia-Niharika Sen, was alles dazu gehört, um dieses faszinierende Instrument spielen zu können. Weil das Spektakel normalerweise Tausende in den Park zieht, findet es wegen Corona derzeit leider nicht live statt. Unter www.plantenunblomen.de kann man die Spiele aber trotzdem im Netz erleben.

Urlaub in der Knutschtonne

Holger Heitmann bietet in Kirchwerder ungewöhnliche Ferienunterkünfte an. Seine Holzfässer, er nennt sie auch Knutschtonnen, stehen auf seinem romantischen Hof. Sie kosten ab 60 Euro die Nacht - mit eigener Dusche und WC im Apfelgarten. Heitmann hat 25 Jahre lang bei einer Bank gearbeitet und dort vermögende Kunden betreut. Dann traf er eine wichtige Entscheidung. Er übernahm den Gemüse-Hof seiner Eltern und sattelte auf Tourismus um. In seinen beiden historischen Fachwerkhäusern vermietet er Ferienwohnungen und ab dieser Saison auch die Holzfässer. Außerdem setzt Heitmann auf Nachhaltigkeit. Er erntet China- Schilf und heizt damit klimaneutral seine Ferienwohnungen. Der mobile Whirlpool für die Gäste ist noch so eine Idee vom gelernten Betriebswirt, der ein kleines Urlaubsparadies in den Vierlanden geschaffen hat.

Der Bulli-Verleih

Mit dem VW Bulli in den Sommerurlaub - besonders in diesem Jahr ist dieses Feriengefühl auf vier Rädern gefragt: In Hamburgs größter Bulli Vermietung werden die Vans deswegen im Akkord mit Campingausstattung vorbereitet, ausgeliehen und nach den Ferien natürlich auch wieder aufbereitet. Rund um den Michel hat die Urlaubsmacher aus der Autohalle einen Tag lang bei der Arbeit begleitet.

Campen an der Bunthäuser Spitze

Die meisten der 80 Stellplätze für Wohnmobilisten haben hier direkte Elblage. Ein bisschen versprüht die Bunthäuser Spitze den Charme der Südsee, aber sie liegt an der Südspitze der Flussinsel Wilhelmsburg - und das nur 25 Autominuten vom Hamburger Zentrum entfernt. Winfried und Petra Wittler fahren mit ihrem Luxus-Reisemobil durch halb Europa. Hamburg ist für sie die schönste Stadt Deutschlands. Die Bunthäuser Spitze, wo sich das Elbfahrwasser für 15 Kilometer in Norder- und Süderelbe trennt, schätzen sie als Naturoase unweit des alten Leuchtturms. Früher gab er den Schiffen mit seinen Signalen Orientierung. Heute bietet er noch eine weitere atemberaubende Aussicht auf die Elbe.

In Carmen Korns Uhlenhorst

Die Bestseller-Autorin Carmen Korn reist für ihre historischen Romane durch die Zeit. Auch in ihrem eigenen Stadtteil Uhlenhorst. Ein wichtiger Teil ihrer erfolgreichen "Jahrhundert-Trilogie" spielt genau dort, in dem Stadtteil an der Alster, wo zwischen Villen, Kanälen und Arbeiterwohnungen sich ihre vier Romanheldinnen in den 20er Jahren auf ins Leben machen. Die Schriftstellerin nimmt uns mit auf eine Zeitreise ins Uhlenhorst vor 100 Jahren - dessen Spuren sich noch heute vor Ort entdecken lassen.

Auf der Alster

Segelschiffe pro Stunde verleihen. Allerdings braucht man dafür einen Segelschein - und am besten ein bisschen Erfahrung. Die Alster ist nämlich kein ganz einfaches Segelgebiet: Drehende Winde, plötzliche Böhen und jede Menge Verkehr. Deshalb haben die Gründer von Hamburg City Sailing sich vor vier Jahren überlegt, Touren mit erfahrenen Skippern anzubieten. Ein Alstertörn, der sowohl Stadtrundfahrt als auch ein bisschen Segelunterricht ist für diejenigen Besucher, die sich trauen.

Wo Hamburg wie Italien wirkt

Dolce Vita an der Elbe? Kein Problem! Denn es steckt mehr Italien in Hamburg, als man vielleicht denken könnte. Da wäre der Römische Garten in Blankenese, für den sich einst ein Kaufmann in Italien inspirieren ließ, das Treppenviertel, das selbst Italiener an Capri denken lässt oder die Alsterarkaden, die nach venezianischem Vorbild errichtet wurden. Wenn dann noch das Wasser plätschert, die Sonne kitzelt und der Espresso schmeckt - dann ist Italien auch in Hamburg ganz nah.

Mit dem Kartographen durch die Zeit

Reisen mitten in der Hamburger Innenstadt? Ist möglich! Der Kartograf Stephan Hormes hat die Stadtkarte "Spuren der Zeit" veröffentlicht und nimmt die Besucher der Hansestadt damit auf Zeitreise. Gebäude und Plätze, die schon lange nicht mehr existieren sind markiert und auch das, was noch gebaut wird, ist in der Karte festgehalten. Rund um den Michel auf einer Reise durch Vergangenheit der Hansestadt.  

In der Barmbeker Schweiz

Warum die Barmbeker Schweiz Barmbeker Schweiz heißt - das wissen selbst ihre "Bewohner" nicht so genau. Berge jedenfalls sucht man hier vergebens. Und genau genommen liegt die Barmbeker Schweiz noch nicht mal im Hamburger Stadtteil Barmbek, sondern im benachbarten Winterhude. Klar aber ist - da sind sich hier alle einig: Die Barmbeker Schweiz ist der perfekte Ort dafür, seinen Urlaub daheim in Hamburg zu verbringen. Warum in die Ferne reisen, wenn der perfekte Fleck Erde mitten in Hamburg ist? Neider würden vielleicht sagen, die Barmbeker Schweiz sei einfach nur eine weitere Kleingartenkolonie. Doch allein ihr Erscheinungsbild mit den vielen kleinen, individuell gestalteten Holzhäuschen, die in den unterschiedlichsten Farben erstrahlen, macht sie besonders. Und für die Barmbeker Schweizer ist dieser Ort zwischen Bahnstrecke und Stadtpark ohnehin viel mehr: Quell der Entspannung, grüne Oase in der brummenden Metropole, ein riesiger Outdoor-Spielplatz für Kinder - und das sogar mit einem eigenen Bootsanleger. Wir haben die Bewohner der Barmbeker Schweiz getroffen und erfahren, warum es nichts Schöneres gibt, als seinen Urlaub damit zu verbringen, die Hecke zu schneiden oder Algen aus dem Goldfischteich zu angeln.

Jazz im Park

Manche sagen ja, Pflanzen würden besser gedeihen, wenn man sie mit schöner Musik verwöhnt. Wenn das stimmt, dann dürfte es all den Blumen und Bäumen im Hamburger Stadtpark im Moment besonders gut gehen. Denn seit einigen Wochen taucht an verschiedenen Stellen des Parks plötzlich ein Trio bestehend aus Saxophonist, Kontrabassist und Schlagzeuger auf, spielt ein Stündchen, und verschwindet wieder so schnell wie es aufgetaucht ist. Die kleinen, kostenlosen Jazz-Auftritte haben sich schnell im Stadtpark herumgesprochen, so dass längst nicht nur Blumen und Bäume den Klängen lauschen, sondern sich schnell auch viele Menschen dazugesellen. Schließlich sind Konzerte in Corona-Zeiten rar gesät. Wir haben das Jazz-Trio aufgespürt und zeigen, wie es Pflanzen und Menschen den Sommerurlaub daheim versüßt.

Weitere Informationen
NDR 90,3

Sommerferien-Tipps für Hamburg

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Produktionsleiter/in
Edgar Rygol
Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Redaktion
Susanne Dobke
Moderation
Julia-Niharika Sen