Rund um den Michel

Hinter Hamburgs Türen: Wohngeschichten

Sonntag, 03. November 2019, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 04. November 2019, 01:55 bis 02:40 Uhr

Rund um den Michel vom 03.11.2019 mit Julia Sen. Die Moderatorin steht auf einem Podest neben dem kleinen Leuchtturm in der Hafencity in Hamburg.

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Gerade jetzt, wenn der Herbst sich von seiner regnerischen, windigen Seite zeigt, bekommen die eigenen vier Wände wieder eine ganz besondere Bedeutung. Als kuscheliger Rückzugsort, den man nur mit der Familie und Freunden teilt. Wenn man durch die Stadt spaziert und die vielen erleuchteten Fenster sieht, hätte man allerdings auch Lust, hinter einige der prächtigen oder gar geheimnisvollen Türen zu schauen und zu sehen, wie andere Menschen wohnen. Für Rund um den Michel haben besondere Hamburgerinnen und Hamburger ihre Türen geöffnet und ihre ganz persönlichen Wohngeschichten erzählt.

Katrin Hoffmann und ihr Vintage-Bungalow

"Auf die inneren Werte kommt es an": Das gilt nicht nur bei Menschen. Gerade in Hamburg gibt es viele imposante, herrschaftliche Häuser, die viel Wert auf Äußeres legen. Und dann gibt es Häuser in der Stadt, wo man beim Eintreten nur sagen kann: "Wow, das hätte ich aber nicht gedacht." So wie der Bungalow von Katrin Hoffmann in einer Wohngegend in Hamburgs Norden.

Das Pumpwerk am Elbufer

Das 160 Jahre alte Pumpwerk am Falkensteiner Ufer ist eine besondere Immobilien-Perle. Als es 1858 errichtet wurde, pumpte es bei Flut Wasser aus der Elbe auf den 92 Meter hohen Bauersberg. Schon lange liefert die Elbe kein Trinkwasser mehr, das Gelände mit dem ehemalige Maschinenbauhaus, einer Lok-Garage und weiteren Gebäude standen zum Verkauf. Investment-Bankerin Stephanie Siewert hat das Wasserwerk gekauft und sich damit einen Kindheitstraum erfüllt.

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58:29
die nordstory

Elbe und Alster vor der Tür

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Die hanseatischen Kaufleute fanden von jeher einen Weg, ihren Reichtum auch architektonisch zu präsentieren. Hamburgs Herrenhäuser erzählen ihre Lebensgeschichten. Video (58:29 min)

Küchensessions

Während die meisten Leute ihre Küche hauptsächlich zum Kochen oder Essen benutzen, hat Jens Pfeifer dafür eine gänzlich andere Verwendung gefunden: Unter dem Motto "Küchen-Sessions" lädt er seit neun Jahren Musikerinnen und Musiker zu sich in die WG-Küche und lässt sie dort auftreten. Die dabei entstehenden Konzerte nimmt der gelernte Tontechniker auf und stellt die Videos dazu ins Internet. Mehr als 300 solcher Konzerte sind dabei schon entstanden. Auch bekannte Musiker wie Bela B. von den Ärzten waren schon bei ihm. Rund um den Michel besucht ihn bei der Aufnahme einer "Küchen-Session" mit dem Liedermacher Niels Frevert.

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Hamburg Journal

Kochen auf dem Wochenmarkt

Hamburg Journal

Hamburg Journal Koch Dave Hänsel ist alle zwei Wochen auf einem der vielen Hamburger Wochenmärkte unterwegs. Gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern kocht er ein leckeres Gericht. mehr

Wohnen auf Achse: LKW Hof Altenwerder

Bernd fährt seit sechs Wochen einen neuen Showtruck. In seiner Fahrerkabine hat er einen großen Flachbildfernseher, ein Waschbecken, einen Kühlschrank und eine Sitzecke. Niemand darf sein Schmuckstück mit Schuhen betreten, auch er nicht. Der edle LKW ist einer von vielen Trucks, die für eine Nacht auf dem Autohof Altenwerder nahe des Hamburger Hafens an der A7 stehen. Hier machen die Trucker Feierabend und schlafen. Wenn sie auf Achse sind, ist ihr LKW auch ihre Wohnung. Sven Assmussen kann in Sachen Innenausstattung durchaus mithalten. "Assi", so sein Spitzname, hat seine Fahrerkabine für knapp 10.000 Euro mit Extras ausgestattet und das in seinen Lieblingsfarben Schwarz und Rot. "Ich habe den Wagen extra nach Dänemark gebracht, da sind Experten, die solche LKW mit Leder auskleiden". Christian ist immer fast den ganzen Monat auf Achse. Seine Familie, die in Toulouse lebt, sieht er nur selten. Er vermisse sie zwar sehr, aber den Job mit seinem "Lasti" könne er nie aufgeben.

Die Martinis

Mitten im beliebten Eppendorf leben 24 Menschen in 24 Wohnungen - und doch zusammen. Denn sie sind nicht einfach nur Nachbarn, sondern haben sich bewusst entschieden, als Gemeinschaft zu leben: Die Mitglieder der Baugemeinschaft "Martinis". Auf zwei Stockwerken des Neubauprojekts "Martini 44" organisieren sie ihr "Wohnen" selbst und engagieren sich darüber hinaus für den Stadtteil.

Ingrid Breckner: Wohnexpertin der Hafencity Universität

Sie arbeitet nicht nur in der Hafencity Universität, sie forscht auch über den wachsenden Stadtteil: Ingrid Breckner begleitet die Entwicklung des größten innerstädtischen Bauprojekts Europas in all ihren Facetten und sucht mit ihren Studentinnen und Studenten nach Antworten auf die großen Herausforderungen des Wohnens in der Zukunft. Im Gespräch mit Julia-Niharika Sen stellt sie einige davon vor.

Die Hafencity-Universität in Hamburg. © picture alliance/chromorange Foto: Christian Ohde

Jörg Müller-Lietzkow: Präsident der HCU

NDR 90,3 - Treffpunkt Hamburg -

Jörg Müller-Lietzkow ist neuer Präsident der HafenCity Universität. Wie sich Stadtentwicklung mit Zukunftsthemen vereinen lässt? Darüber spricht der Hamburger im Stadtgespräch von NDR 90,3.

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Das Haus in den Vier-und Marschlanden

Direkt am Elbdeich in den Vier- und Marschlanden steht das 304 Jahre alte Bauernhaus von Tatiana und Stefan Timmann. Als sie es entdeckten, drohte es bereits zu verfallen. Aber es war für sie Liebe auf den ersten Blick. Vor zwei Jahren ist das Ehepaar eingezogen. Den alten Backstein haben sie selber freigelegt und auch sonst viel restauriert. In Wohnzimmer und Küche befanden sich früher eine Schankwirtschaft und ein Rauchhaus. Pferde zogen den Heuwagen in die Diele, damit die Bauer das Heu auf den Dachboden schaffen konnten. Heute veranstalten die Timmans in ihrer Diele Hochzeiten und Konzerte. Mit ihren drei Kindern leben Tatiana und Stefan Timmann auf 85 Quadratmetern. Um Platz zu sparen, schläft das Ehepaar im offenen Galeriebereich. Der "Putzgang" ist eine Abkürzung zum Obergeschoss. Hier befinden sich ihre vier Ferienwohnungen. Seinen alten Job als Webdesigner hat Stefan Timman inzwischen aufgegeben. Beide kümmern sich nun gemeinsam um ihre Urlaubsgäste, die bei ihnen auch in einem Zauberwald in Holzhütten übernachten können. Tatiana und Stefan Timmann haben mit ihren Kindern im historischen Bauernhaus ein völlig neues Leben begonnen.

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Die Vierlande: Hamburgs bäuerliches Idyll

Prächtige Bauernhäuser, schöne Radstrecken und viel Wasser: Die Vier- und Marschlande sind nicht nur der Gemüsegarten der Hansestadt, sondern auch ein attraktives Ausflugsziel. mehr

Das Schröderstift

Zwischen Hochhäusern der Universität und einer sechsspurigen Straße liegt mitten in Hamburg ein verwunschen wirkendes Relikt aus einer anderen Zeit: Das Schröderstift. Ein fast 170 Jahre altes Gemäuer mit einer langen und bewegten Geschichte. Der wohltätige Kaufmann und Bankier Johann Heinrich Schröder hat es einst als Wohnstift für Bedürftige bauen lassen, inklusive einer malerischen Stiftskapelle. Ende der 1970er Jahre sollte das Ensemble abgerissen werden. Allerdings hatten sich die dort vom Studentenwerk einquartierten Studenten gegen die Pläne gewehrt und durchgesetzt, die Gebäude mit viel Eigenleistung für die Summe in Stand zu setzen, die eigentlich für den Abriss nötig gewesen wäre. Und so leben mittlerweile einige dieser ehemaligen Studenten seit fast 40 Jahren im heute denkmalgeschützten Schröderstift.

Leben und Arbeiten: Das begehbare Möbelgeschäft

An den imposanten Altbauten in Eppendorf können die meisten von uns nur vorbeilaufen und unsere Fantasie spielen lassen, wie es in den manchmal 200 Quadratmeter großen Wohnungen aussieht. Eine Frau allerdings hat ihre gesamte Wohnung als Showroom gestaltet. Sabine Stelling öffnet ihre Wohnung regelmäßig für Design-Interessierte, die sich bei ihr Einrichtungsideen holen können.

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Umfrage Wohnen: Eigentum in Hamburg

Das eigene Eigentum zu heutigen Marktpreisen erwirtschaften? Das ist für die Mehrheit der Umfrage-Teilnehmenden nicht finanzierbar. Die meisten sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden. mehr

Die Entrümpler

105 Männer arbeiten in Hamburg bei der Sperrmüllabfuhr. Jeden Tag holen sie tonnenweise Altes, Ungebrauchtes oder Beschädigtes hinter den Türen von Hamburgs Wohnungen, Häusern, Garagen, Dachböden und Kellern hervor. Ihre Arbeit klingt banal, aber damit platzen sie oftmals auch direkt in das Privatleben der Hamburgerinnen und Hamburger. Was eine Sperrmüllkolonne im Alltag erlebt und welchen Einblick sie damit hinter Hamburgs Türen erhält - Rund um den Michel war dabei.

Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Produktionsleiter/in
Edgar Rygol
Redaktion
Susanne Dobke
Moderation
Julia-Niharika Sen