Rund um den Michel

Hamburg rot - weiß

Sonntag, 10. März 2019, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 11. März 2019, 02:05 bis 02:50 Uhr

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Wer bei Hamburg wegen des berüchtigten Schietwetters zunächst an Grau denkt, dem sei gesagt: Hamburg ist rot und weiß. Diese Farben trägt die Stadt seit dem 13. Jahrhundert im Wappen und diese Farben finden sich auch überall im Stadtbild wieder. Zum Beispiel in den blendend weißen Fassaden der Gründerzeit-Villen in Harvestehude oder Eppendorf und in den roten Klinkerfronten der von Fritz Schuhmacher entworfenen Arbeiterviertel Barmbek oder Dulsberg.

Eine Entdeckungsreise ins rot-weiße Hamburg

Rund um den Michel begibt sich auf Entdeckungsreise ins rot-weiße Hamburg und trifft dabei eine Künstlerin, die ausschließlich Rettungsringe bemalt. Die Sendung macht Station an der "Haltestelle zur Wurst", wo sich ein ehemaliges Modell und ein Tennislehrer seit Jahren kulinarisch den beiden Farben widmen. Rund um den Michel stellt das Magazin für Rothaarige vor und erzählt die Geschichte des Witthüs in Blankenese.

Weiße Träume in Rothenburgort

Wer über die Elbbrücken nach Hamburg reinfährt, kommt automatisch an einem Gebäude vorbei, in dem es fast ausschließlich um die Farbe Weiß geht - obwohl es in Rothenburgsort liegt. Es ist ein Ort der Träume, Tränen und - wenn alles gut läuft - der Freude. Balayi ist eines der größten Geschäfte für Brautmoden in Hamburg.  Und Arzu Dziadziuskos Aufgabe in diesem Meer aus Tüll, Seide und Spitze ist es seit zehn Jahren, Träume in Weiß zu erfüllen. Aus mehr als 3.000 Kleidern muss sie das eine Kleid für jede Braut finden, das für immer auf den Fotos des Hochzeitstages verewigt wird.

"Haltestelle zur Wurst"

Gesunde Kost mit viel Grün und wenig Fleisch - diesem Trend trotzen Margret Wolter und ihr Mann Mathias ganz bewusst: Sie stehen auf Pommes Rot/Weiß und selbstgemachte Frikadellen. Ihre Frittenbude an einer vielbefahrenen Kreuzung in Hamburg-Niendorf hat schon Kultstatus. Der 75-Jährige Mathias war früher Tennislehrer- unterrichtete sogar Uwe Seeler. Margret verdiente viele Jahre als Werbemodel ihr Geld. Ihren Imbiss "Haltestelle zur Wurst" betreiben sie nunmehr seit fast 13 Jahren. Anfangs war das ein großes Wagnis.

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An der Hamburger Wurst-Haltestelle

Gesunde Kost mit viel Grün und wenig Fleisch? Diesem Trend trotzen Margret und Matthias Wolter. Sie wollen die aussterbende Imbiss-Kultur retten - anfangs war das ein Wagnis. mehr

Rock 'n' Roll im roten Dulsberg

Die 50er-Jahre sind seine Leidenschaft: Jürgen Schewior ist ein echter Rock 'n' Roller und sein Nostalgie-Shop passt perfekt zu den Klinkerfassaden in Dulsberg. Der Stadtteil  ist einer der kleinsten in Hamburg und zeigt sein wahres Gesicht erst auf den zweiten Blick. Die roten Backsteinbauten sind echte Kleinode aus den zwanziger Jahren, entworfen von Oberbaudirektor Fritz Schumacher. Im Zweiten Weltkrieg wurden aber viele dieser Häuser zerstört und in den fünfziger Jahren wieder aufgebaut - in der Zeit des Rock 'n' Rolls. Dulsberg ist ein perfekter Platz für Jürgen Schewior, der gerne mit seinem amerikanischen Oldtimer durch das Viertel fährt. Wir begleiten ihn zu einem traditionsreichen Fischladen im Herzen von Dulsberg, zum Koteletten schneiden in einem Barbershop und in eine alteingesessene Kneipe, wo natürlich auch Rock 'n' Roll gespielt wird.

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Dulsberg feiert Stadtplaner Fritz Schumacher

Dunkelroter Backstein und viele Grünanlagen: Vor 100 Jahren hat Stadtplaner Fritz Schumacher die Wohnbebauung in Dulsberg geprägt. Das würdigt der Hamburger Stadtteil jetzt. (20.06.2018) mehr

Museum für Hamburgische Geschichte: Interview mit Direktor Hans-Jörg Czech

Das Museum für Hamburgische Geschichte ist eines der größten stadtgeschichtlichen Museen in ganz Deutschland. Sein Direktor Hans-Jörg Czech erklärt im Interview mit Birgit Schanzen, wie er und seine Mitarbeiter aus den mehr als 500.000 Exponaten, über die das Museum verfügt, Räume zusammenstellen, die eine Zeitreise ermöglichen. Außerdem erzählt er über die aktuelle Ausstellung zum Flying-P-Liner "Peking" und gibt einen Ausblick auf die geplante Ausstellung zum Wirken des "Königs der Tätowierer" Christian Warlich.

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Besuch im Museum für Hamburgische Geschichte

1.200 Jahre Stadthistorie: Ein Rundgang durch das Museum für Hamburgische Geschichte führt zu Piratenschädeln, durch alte Handelskontore und auf eine Dampferbrücke. mehr

Österreicher in Hamburg

In einer fremden Stadt neu anzufangen und Fuß zu fassen ist nicht leicht. Hubert Neubacher hat es geschafft: Angefangen hat er in Lech mit einer Ausbildung zum Kellner. Heute führt er eines der traditionsreichsten Unternehmen in Hamburg, das in diesem Jahr sein 100. Firmenjubiläum feiert. Ja, Barkassen Meyer gehört einem Österreicher. Wer hätte das gedacht?

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32:59
NDR 90,3

Stadtgespräch: Barkassen-Chef Hubert Neubacher

28.09.2018 20:00 Uhr
NDR 90,3

Die "Commodore" ist Teil seiner Flotte: Hubert Neubacher ist Chef von Barkassen Meyer in Hamburg. Das Unternehmen feiert im kommenden Jahr das 100-jährige Bestehen. Audio (32:59 min)

Das Magazin für Rothaarige

Seit vier Jahren gibt Tristan Rodgers das weltweit einzige Magazin für Rothaarige heraus.  Der Titel der Zeitschrift "MC1R" ist der Name des bei rothaarigen veränderten Proteins, das für die seltene Haarfarbe verantwortlich ist. Im Mai erscheint die nächste Jahresausgabe, wie immer auf Englisch. Denn seine Geschichten und Fotos stammen wie seine Leser aus der ganzen Welt. Prominente Rothaarige bekommen das Magazin gratis, so landete es schon beim englischen Prinzen Harry und bei Boris Becker.

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Rothaarige feiern in Hamburg

Etwa 200 Rotschöpfe sind zu einem großen Rothaarigentreffen nach Hamburg gekommen. Sie feierten ihre kollektive Identität und hinterließen ein ganz besonderes Gruppenfoto. (09.09.2018) mehr

Das Witthüs

Direkt an der Hamburger Elbchaussee liegt der idyllische Hirschpark. Der Hamburger Reeder und Kaufmann Johann Cesar Godeffroy lebte hier um 1800 in einer klassischen Villa, umgeben von drei Bauernhäusern. Heute steht noch eines davon - mit einer spannenden Geschichte. Von 1951 bis 1959 lebte hier der Schriftsteller und Orgelbauer Hans Henny Jahn. Seit 1966 hat das Restaurant Witthüs hier sein Zuhause gefunden und dort geht es schon seit Jahren romantisch zu.

Rettungsringe werden zu Kunst

Lena Kaufmann macht Ringe. Sie ist jedoch weder Goldschmiedin noch Schmuckdesignerin. Ihre Ringe passen nicht um den Finger, sondern wenn überhaupt, dann nur in beide Hände. Einige sind schwer, einige federleicht; alle aber sind sie tragend. Und lebensrettend. Zumindest waren sie das mal, eh Lena mit dem Pinsel kam. Die Künstlerin bemalt nämlich echte, gebrauchte Rettungsringe und macht sie so zu Unikaten. Für Wohnzimmer, Poolhaus oder Hotellobby. Ihre Leinwand ist rund. Immer anders beschaffen. Und grade deshalb so hundert Prozent Hamburg wie der Hafen.

Leben im weißen Hamburg

An sonnigen Tagen strahlen sie so hell, dass man regelrecht davon geblendet wird: die Fassaden der weißen Gründerzeithäuser, die in Hamburg ganze Viertel prägen. Wir haben hinter die Türen drei besonders schöner weißer Prachtbauten geschaut und Geschichten gefunden, die man dort nicht unbedingt vermutet hätte.

Feuerrote Mülleimer

Seit 2005 leuchten Hamburgs Mülleimer feuerrot. Eine Werbekampagne der Stadtreinigung verpasste den Tonnen einen neuen Look. Zusätzlich bekamen sie freche Sprüche verpasst. Das preisgekrönte Design prägt immer mehr das Stadtbild: Nicht nur Straßen und Bushaltestellen, auch in Hamburgs Grünanlagen sollen die roten Papierkörbe zukünftig stehen. 10.000 sollen es insgesamt werden. Am Elbufer haben wir den Aufbau begleitet.

Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Produktionsleiter/in
Edgar Rygol
Redaktion
Susanne Dobke
Moderation
Julia-Niharika Sen