Rund um den Michel

Hamburg festlich

Sonntag, 29. November 2020, 18:00 bis 18:45 Uhr
Freitag, 04. Dezember 2020, 07:25 bis 08:10 Uhr

Keine Zeit im Jahr ist so von Traditionen geprägt wie der Advent. Aber in diesem Jahr muss vieles anders laufen. Rund um den Michel guckt deshalb darauf, wie die Hamburger sich auf das Fest vorbereiten. Diakonin Sabine Simon hat zum Beispiel eine ganz besondere Idee: Weil sie möglichst vielen Gemeindemitgliedern ermöglichen möchte, das Krippenspiel zu sehen und in diesem Jahr statt der üblichen 800 nur 45 Menschen in die Sankt Markus Kirche passen, gibt es eine Krippenspieltour. Die Balkone des Viertels werden dabei zur Bühne.

In der Seemannsmission Duckdalben muss die Weihnachtsfeier wie überall ausfallen, stattdessen sammeln die Mitarbeiter Päckchen, die sie den Seeleuten an Bord bringen. Und für diejenigen, denen die Umarmungen sehr fehlen, haben sich zwei Schwestern etwas ausgedacht: Wärmflaschen zum Umhängen. Das und mehr am 29. November um 18 Uhr bei Rund um den Michel im NDR Fernsehen.

Krippenspiel vom Balkon

Das Krippenspiel in der Kirche gehört fest zu Weihnachten dazu. Im Hamburger Stadtteil Hoheluft kommen dafür am Heiligenabend jedes Jahr 800 Menschen in die Kirche. Weil das durch die Corona-Maßnahmen in diesem Jahr nicht möglich ist, ist Diakonin Sabine Simon auf eine besondere Idee gekommen:  Auf 16 Balkonen des Stadtteils wird die Weihnachtsgeschichte Szene für Szene erzählt werden, die Zuschauer können das Krippenspiel so in kleinen Gruppen à zwei Haushalte von der Straße aus genießen.

Konditorei genascht

Ab dem ersten Advent kommt er auf den Wohnzimmertisch und von da an, darf genascht werden. Der klassische Weihnachtsteller besteht üblicherweise aus Spekulatius, Lebkuchenhäuschen, Dominosteinen, Marzipankartoffeln und Hamburger Kuchen. Eine Hamburger Konditorin hat nun neue Ideen für die süße Tradition: Bei Ilka von der Ahé kommen Nashboards auf den Tisch. Hier tummeln sich witzige Weihnachtswichte neben festlichen Cupcakes, statt Lebkuchenhäuschen gibt es hier Lebkuchenhochhäuser.

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Weihnachtliche Backutensilien mit ausgerolltem Teig und Ausstechförmchen. © Colourbox Foto: -

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Duckdalben

Gerade in der Weihnachtszeit haben die Menschen das Bedürfnis näher zusammen zu rücken. Umso schwerer ist es für diejenigen, die weit weg von ihrer Heimat und ihren Familien sind. Deshalb versuchen die Mitarbeiter der Seemannsmission Duckdalben, den tausenden Seeleuten aus aller Welt, die im Hamburger Hafen Halt machen, so viel Geborgenheit und Wärme zu geben, wie möglich. Dieses Jahr ist das allerdings besonders schwer. Denn aus Angst vor Corona lassen die meisten Reedereien und Häfen die Seeleute nicht mehr von Bord. Deshalb besuchen die Mitarbeiter der Seemannsmission die Arbeiter auf den Schiffen, bieten Hilfe an, von Geldtransfers über Shampoo bis Schokolade.

Viele Seeleute sind an Weihnachten seit Jahren nicht mehr bei ihren Familien gewesen. Und da die große Weihnachtsfeier im Duckdalben dieses Jahr auch ausfallen muss, haben sie sich die Aktion "Weihnachten im Container" ausgedacht. Jeder der möchte, kann einen Schuhkarton oder ein Päckchen für die Seeleute vorbereiten und in den Seemannsmissionen abgeben. Zum Beispiel gefüllt mit Keksen, Schokolade, Shampoo, Cremes oder warmen Mützen und Handschuhen gegen die für viele ungewohnte Kälte. Und so hoffen die Mitarbeiter genug Päckchen zu bekommen, um an Weihnachten auf jedem Schiff im Hamburger Hafen eine kleine Bescherung machen zu können. 

Falls auch Sie den Seeleuten weit weg von ihrer Heimat eine kleine Weihnachtsfreude machen möchten, schicken oder bringen Sie einfach ein Päckchen zu den Seemannsmissionen in Hamburg:

  • Seemannsmission Duckdalben, Zellmannstraße 16, 21129 Hamburg
  • Deutsche Seemannsmission Hamburg Altona, Große Elbstr. 132, 22767 Hamburg
  • Seemannsheim, Krayenkamp 5, 20459 Hamburg

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Adventssingen mal anders

"Der Norden singt" aus Hamburg ist einer der größten Chöre Norddeutschlands, denn: Hier darf jeder teilnehmen, ob jung oder alt, Sänger oder Nichtsänger, talentiert oder talentfrei - Hauptsache Spaß am Singen. Das Singen in der Vorweihnachtszeit ist dabei stets das Highlight im Kalender des Megachors, der damit im vergangenen Jahr sogar die gesamte Hamburger Barclaycard Arena gefüllt hat. Corona macht das in diesem Jahr leider unmöglich, doch: Auf das Singen in der Adventszeit will der Chor um Chorleiter Niels Schröder auf keinen Fall verzichten. Und so findet sich der Chor diesmal online zusammen: Chorleiter und Band spielen in einem Saal in Hamburg live, der Chor selbst macht - corona-gerecht jeder für sich - zuhause per Livestream mit. Und so ertönen in tausenden Norddeutschen Wohnzimmern zeitgleich die Adventslieder. Wir waren bei diesem etwas anderen Adventssingen dabei.

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Handgeschriebenes Notenblatt, O du fröhliche, Weihnachten © fotolia Foto: bidaya

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Interview mit Pastor Röder

Der Michel ist für die Hamburger die Weihnachtskirche überhaupt. Kaum eine Familie, die nicht aus alter Tradition die adventlichen Konzerte besucht oder sogar den Gottesdienst am Heiligen Abend. Aber in diesem Jahr muss alles anders sein. Was sich die Michel-Gemeinde ausgedacht hat, damit im Advent trotz aller Corona.-Regeln möglichst viele in die Kirche kommen können, verrät Hauptpastor Alexander Röder im Interview mit Julia-Niharika Sen.

Weihnachtsessen vegetarisch oder traditionell

Jedes Jahr stehen wir wieder vor der Frage: was gibts denn an Weihnachten zu essen? Gans mit Rotkohl, Würstchen und Kartoffelsalat oder mal was ganz anderes? Wir treffen zwei Hamburger Köchinnen, die eine kocht traditionell, die andere vegan. Und Rund um den Michel ist bei diesem kleiner "Küchenschlacht" dabei.

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Ein aufgeschnittener Rotkohl liegt auf einem Holzbrett © imago images Foto: Westend61

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Advent in den Vier- und Marschlanden

Wenn die Tage kürzer als die Nächte werden, fängt eine Pflanze an, ihre Hochblätter von grün auf farbig zu verwandeln. Weihnachtssterne haben deshalb gerade in der Adventszeit Hochkonjunktur.  In den Vier- und Marschlanden gehören sie traditionell genauso dazu wie plattdeutsche Lieder, Trachten und: Intarsien. Und vieles, was uns heute so traditionell erscheint, kommt in Wirklichkeit von weit her.

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Wärmflaschen zum Umhängen

Die beiden Schwestern Janneke und Tineke möchten Alltagsgegenstände neu erfinden. Die beiden Designerinnen entwerfen, was ihnen fehlt: In diesen Zeiten Wärme und Nähe. Zusammen haben sie einen treuen Begleiter für die dunkle Jahreszeit entwickelt.

Toys Company

Jedes Jahr in der Weihnachtszeit ruft die Hamburger Stadtreiniung zur Spielzeugsammlung auf. Wer gebrauchtes Spielzeug übrig hat, kann es auf den Recyclinghöfen der Stadt abgeben. Arbeitssuchende Hamburger arbeiten bei der Hamburger Toys Company das gesammelte Spielzeug wieder auf und verteilen es meist noch vor Weihnachten kostenlos an bedürftige Familien. Zur Zeit gibt es Termine für die Spielzeugausgabe. Personen mit entsprechendem Anspruch, können sich bei den Mitarbeiter/innen der Toys Company unter der Telefonnummer 040/32 50 37 952 einen Termin geben lassen.

Des Weiteren können Spielzeugspenden das ganze Jahr ohne Termin abgegeben werden - am Standort in Hamburg-Harburg Am Werder 1 oder in den Sammelboxen, die in der ganzen Stadt verteilt sind. In Norddeutschland gibt es noch zwei weitere Standorte, an denen das Projekt durchgeführt wird:

  • DEKRA Akademie Elmshorn, Otto-Hahn Straße 15, 25227 Elmshorn, Tel.: 04121/64953-0
  • DEKRA Akademie Lübeck, Bei der Gasanstalt 14-16, 23560 Lübeck, Tel.: 0451/2903831

Weihnachtsbäume für Einsame

Corona macht jeden Menschen ein bisschen einsamer, einige aber besonders: Dazu gehören die, die in Heimen leben für alte Menschen, Arme oder auch Kinder. Wie gut, dass es da Anja van Eijsden gibt. Die Schiffsingenieurin ist die Gründerin des Vereins "Der Hafen hilft" - und in diesem Jahr hilft der Verein insbesondere den einsamen Heimbewohnern. Damit auch sie ein schönes Fest feiern können, verteilen Anja und ihre Mitstreiter aus dem Hafen Weihnachtsbäume an etliche Einrichtungen der Stadt - geschmückt mit kleinen Wunschzetteln, auf die die Heimbewohner dann schreiben dürfen, was sie sich zum Fest wünschen. Anja und die anderen werden diese Wünsche dann wahr machen. Wahre Festretter also. Wir haben sie bei ihrer Weihnachtsbaum-Tour begleitet.

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Ein Lebkuchenmännchen hängt in einem Tannenbaum © photocase Foto: AntonioGravante

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Redaktionsleiter/in
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Redaktion
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