Rund um den Michel

Hamburg auf den Punkt

Sonntag, 11. März 2018, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 12. März 2018, 01:25 bis 02:10 Uhr

Julia Niharika-Sen.

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Malerisch und urgemütlich - der Stadtteil Eimsbüttel.

Er ist klein, vielfältig und einer der sehr dicht besiedelten Bezirke Hamburgs: der Bezirk Eimsbüttel. Hier findet man auf wenigen Quadratkilometern alles, was Hamburg aus macht: Die Grindelhochhäuser, die die ersten Wohnriesen Deutschlands waren, die Universität, den weiten Wald des Niendorfer Geheges, unzählige Restaurants und Cafés und vor allem: viele interessante Geschichten. Eimsbüttel bringt Hamburg auf den Punkt.

Osterstraße

Die Osterstraße ist so etwas wie die Hauptschlagader von Eimsbüttel. Schon in den 50iger Jahren entwickelte sie sich zur Geschäftsstraße für die Anwohner, aber auch für alle anderen Hamburger, die nicht extra zum Bummeln bis in die Innenstadt wollten. Der Charme: Es war schon immer alles da: Karstadt, Ketten und vor allem inhabergeführte Läden, die der Straße ihr einzigartiges Flair geben. Seit dem Umbau der Straße haben die Menschen noch mehr Platz zum Flanieren. Gut so, denn die 1300 Meter lange Straße ist voller Leben!

Die Märchenvilla im Niendorfer Gehege

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Die Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege.

Mitten im Bezirk Eimsbüttel verbirgt sich ein Gebiet, in dem man fast vergessen kann, dass man sich in einer Großstadt befindet. Im 142 Hektar großen Niendorfer Gehege schließen sich  Wälder an weitläufige Wiesen. Und im verwunschenen Wald steht eine alte Villa. Seit 1955 gehört der Forst der Stadt Hamburg, aber einst war ein Großteil des Waldes im Besitz des Versicherungs-Direktors Hermann Mutzenbecher. Er ließ die Villa erbauen, für sich und seine Familie. In den letzten hundert Jahren hatte das Backsteinhaus eine bewegte Geschichte: zwei Kriege, unterschiedliche Bewohner, Verfall, drohender Abriss. Aber jetzt gibt es wieder Hoffnung für die Villa Mutzenbecher.

Hausmeister der Grindelhochhäuser

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Früher "seelenlos", heute "kultig": die Grindelhochhäuser.

Eimsbüttel ist bekannt für seine wunderschönen Jugendstilhäuser, aber zwischen den Harvesterhuder Villen und dem Grindelberg steht ein Architekturensemble, das auf den ersten Blick so gar nicht in die Altbauidylle passt. Die Grindelhochhäuser waren ein Mammutprojekt nach dem zweiten Weltkrieg: Die ersten Wohnriesen in ganz Deutschland! Viele Kritiker bezeichneten sie damals als seelenlos. Aber die Menschen, die in den geschichtsträchtigen Häusern leben und arbeiten, sehen das anders. Hyseyin Göncü ist Hauswart in den Kulthäusern. Er und zwei Kollegen betreuen rund 3000 Menschen. Tropfende Wasserhähne, klemmende Fenster, defekte Beleuchtung in den unzähligen Fluren - er weiß nie, was der Tag für ihn bereit hält. Aber dafür ist er auch einer der wenigen, der hinter fast jede Tür in den Betonriesen blicken darf. 

Interview mit dem Krokodilflüsterer

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Faszinierter Zuschauerin vor dem Tropen-Aquarium.

Eine besondere Attraktion im Tropen-Aquarium im Tierpark Hagenbeck sind die vier Nil-Krokodile. Der 3,25 lange Bulle Raja lebt hier mit den Krokodildamen Audrey, Abigail und Vicky zusammen.  Tierpfleger Florian Ploetz trainiert mit den Reptilien auf eine Art und Weise, die deutschlandweit einmalig ist. Mittlerweile hören sie auf ihre Namen und gestatten dem Tierpfleger eine außerordentliche Nähe. Warum das so wichtig ist, erklärt Florian Ploetz unserer Moderatorin Julia-Niharika Sen im Interview.

Elianes Esszimmer

Wer war Eliane? Diese Frage muss Restaurantbetreiber Mirko Sachs fast jeden Abend in seinem kleinen Lokal in der Gärtnerstraße beantworten. Denn sein Restaurant heißt "Elianes Esszimmer". Wir verraten die Geschichte dahinter.

Zoologisches Museum

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Ein "Wahrzeichen" des Zoologisches Museums: das Walross Antje.

In Eimsbüttel liegen wahre Schätze, fast vergessen in riesigen Kellern. Im Zoologischen Museum, das zur Hamburger Uni gehört, sollen die möglichst bald gehoben werden, denn die Wissenschaftler, die dort forschen, wünschen sich ein großes neues Museum mit viel Platz. Bis es soweit ist, müssen sich die Mitarbeiter wie die Doktorandin Wencke Krings mit der Situation arrangieren und dabei den Besuchern aber auch den Studenten die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde erklären.

Design für die Elphi

Sie gelten als der Nachwuchs in der Designerszene: Eva Marguerre und Marcel Besau. Die beiden Designer haben sich im Studium kennengelernt und wurden ein Paar. Während ihrer jungen Karriere haben sie schon unzählige Preise bekommen. Der größte Coup: Das Designer-Duo durfte die Elbphilharmonie ausstatten. Gemeinsam arbeiten und leben bedeutet: Feierabend ist bei Eva Marguerre und Marcel Besau nie.

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Das Theaterschiff liegt schon seit Jahren auf dem Isebekkanal.
Das Theaterschiff

Am Kaiser-Friedrich-Ufer liegt das Hoheluftschiff. Eine schwimmende Bühne für Kinder- und Jugendtheater. Schon oft musste das Schiff um seine Zukunft bangen, mit wenigen Mitteln musste Leiterin Stephanie Grau nicht nur auf der Bühne improvisieren.

Eine Nacht im Logo

Eine echte Eimsbütteler Institution ist das "Logo". Der kleine Musik-Club mitten im Studentenviertel um die Grindelallee existiert seit 1974. Seitdem haben dort Tausende von Bands gespielt. Viele von ihnen haben sich dort ihre Sporen verdient und füllen mittlerweile ganze Stadien. Bands wie Rammstein oder Oasis. Investoren lecken sich seit Jahren die Finger nach dem Sahnegrundstück, auf dem der kleine Club steht, den sie gerne durch ein sechsstöckiges Wohn- und Gewerbegebäude ersetzen würden. Aber Logo-Chef Eberhard Gugel hält tapfer die Stellung.

Der Heußweg aus Sicht des Hunde-Malers

Tobias Emskötter ist so etwas wie eine lebende Institution in Hamburg Eimsbüttel: Am Heußweg betreibt er seit dreißig Jahren ein Atelier, in dem er allerlei Tiere, vor allem die Hunde aus der Nachbarschaft porträtiert. Seine Ölgemälde sind feine Studien von Herrchens und Frauchens Lieblingen und spiegeln gewissermaßen auch das Seelenleben Eimsbüttels wieder.

Redaktionsleiter/in
Sabine Rossbach
Produktionsleiter/in
Edgar Rygol
Redaktion
Susanne Dobke
Moderation
Julia-Niharika Sen