Nordseereport

Küstenglück

Sonntag, 28. März 2021, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 29. März 2021, 01:35 bis 02:20 Uhr

Was macht das Leben am Wasser aus? Der Nordseereport fährt auf der neuen "Greenferry I" von Cuxhaven nach Brunsbüttel und besucht Menschen im Norden, die glücklich an der Küste sind.

VIDEO: Matze Koch: Anglerglück in Ostfriesland (5 Min)

Moderatorin Britta von Lucke reist an Bord der mit Flüssigerdgas (LNG) betriebenen Fähre, die seit 1. März endlich die beiden Städte an der Elbmündung verbindet. Die letzten beiden Versuche, eine Elbverbindung zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel zu etablieren, waren gescheitert, der vorerst letzte Fährbetrieb wurde 2017 eingestellt. Die "Greenferry I" braucht nun eine Stunde für die Strecke. Sie fährt fünfmal am Tag, und zwar im Drei-Stunden-Takt - eine enorme Erleichterung für Pendler. Bislang mussten sie viele Kilometer in Kauf nehmen, um ans andere Elbufer zu gelangen: entweder per Fähre von Wischhafen nach Glückstadt oder mit einem langen Umweg über Hamburg. 28 Lkw, 212 Autos und knapp 600 Passagiere finden Platz auf der Fähre, darunter auch Tagesausflüglerinnen und -ausflügler. Wegen der Corona-Beschränkungen kann aktuell allerdings nur ein Bruchteil der Kapazitäten ausgeschöpft werden.

Angeln boomt - dank Corona

Die Corona-Krise hat einigen Freizeitaktivitäten einen Boom beschert, etwa dem Wandern und dem Angeln. So verzeichnen die Sportanglervereine in Deutschland Mitgliederzuwächse von bis zu 30 Prozent. Angeln ist auch während des Lockdowns erlaubt - und bedeutet für Anglerinnen und Angler Entspannung und Naturerlebnis. Einer, der das schon seit seiner Kindheit zu schätzen weiß, ist Matze Koch. Der 53-Jährige aus dem ostfriesischen Neukamperfehn hat aus seinem Hobby längst einen Beruf gemacht, der ihn nicht nicht nur erfolgreich, sondern auch bekannt gemacht hat. Er dreht Erklär-Videos rund um dem Fischfang, schreibt Bücher und Artikel für Fachmagazine. Das Angeln ist eine Lebenseinstellung für Koch geworden.

Videos
Elbfischer Lothar Buckow auf Stintfang © NDR
5 Min

Stintfischen: Mit Strömung und Geduld

Für Fischer Lothar Buckow ist jetzt Stintsaison. Die kleinen Fische ziehen zum Laichen von der Nordsee die Elbe hoch. 5 Min

Elbfischer - ein Beruf für Romantiker?

Einer, der auf dem Wasser vor allem Stille und Einsamkeit genießt, ist Elbfischer Lothar Buckow. Seit 1648 hat die Fischerei in der Familie Buckow Tradition, angefangen am Buckower See in Pommern, später weitergeführt in Jork an der Elbe. Seit 40 Jahren lebt auch Lothar Buckow mit und vom Fluss, auch wenn die anderen Elbfischer längst aufgeben haben. Einst gab es mehr als 100 - jetzt sind es noch drei. Früher hat Buckow 50 Tonnen Stint pro Jahr gefangen, heute nur noch zwei bis drei. Grund ist der Schlick. Mit jeder Elbvertiefung wird der mehr. Denn: Der Fluss wird schneller, reißt mehr Schlick aus der Nordsee Richtung Hamburg. Und im Schlick ersticken schließlich die Eier des Stint.

Von Norwegen an die Küsten Ostfrieslands

Weitere Themen in diesem Nordseereport: Wale im Norden Norwegens, Islandpferde auf Spiekeroog, Radfahren am Dollart und Strandschätze auf Borkum.

Weitere Informationen
Die neugestaltete Elbfähre Brunsbüttel der Elbferry GmbH steht am Anleger bei Sonnenschein. © NDR

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Ein Angler steht mit seinem Hund an einem Gewässer. © dpa-Bildfunk Foto: Sina Schuldt

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Fische der Art Stint auf einem Holzbrett © imago/Anka Agency International

Stint - der kleine Köstliche aus Elbe und Weser

Er riecht nach Gurke und trägt daher auch den Beinamen "Gurkenfisch": der Stint. Der zarte kleine Fisch hat zwischen Februar und April Saison und kommt in Elbe und Weser vor. mehr

Leitung der Sendung
Thorsten Hapke
Redaktion
Angela Sonntag
Produktionsleiter/in
Thomas Schmidt
Moderation
Britta von Lucke