Nordseereport

Giganten der Nordsee

Sonntag, 12. März 2017, 18:00 bis 18:45 Uhr
Montag, 13. März 2017, 02:05 bis 02:50 Uhr

Ein Containerschiff auf der Elbe.

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Wenn sich die Crew der "Esvagt Faraday" auf den Weg zu ihrem Arbeitsplatz macht, ist das eine lange Anfahrt. Drei Stunden dauert eine Tour durch Wind und Wellen vom Hafen in Esbjerg (Dänemark) bis zum Offshore Windpark Butendiek etwa 32 Kilometer westlich von Sylt. Dort stehen 80 Windräder und die wollen gewartet werden. Dafür zuständig sind Joachim Kölzsch und seine Kollegen: Sie arbeiten auf der riesigen schwimmenden Werkstatt und haben alles an Bord, was sie für die Reparaturen und Wartungsarbeiten vor Ort benötigen. Der Kapitän des Werkstattschiffes steuert die "Esvagt Faraday" direkt in den Windpark hinein - Kölzsch & Co. können mit ihrer Arbeit beginnen. "Giganten der Nordsee" heißt das Thema des Nordseereports im NDR Fernsehen.

Videos
04:02

Schwimmende Werkstatt mit 40-köpfiger Besatzung

12.03.2017 18:00 Uhr

Drei Stunden braucht das Reparaturschiff "Esvagt Faraday" bis zu seinem Einsatzort. Die Techniker bleiben gleich zwei Wochen am Stück auf See, um einen riesigen Windpark zu warten. Video (04:02 min)

Alles an Bord?

Die Berufsbezeichnung von Kölzsch lautet Storekeeper. Er muss dafür sorgen, dass alle Ersatzteile vorrätig sind, wenn die "Esvagt Faraday" in See sticht. Vor allem Schläuche in allen Größen und Längen sind gefragt, denn sie sind häufig eine der Schwachstellen der Windkraftanlagen. Neben den vielen Schläuchen gehen auch die 40 Servicetechniker mit auf die Reise. Sie bleiben stets zwei Wochen am Stück auf See, da es zu lange dauern würde, jeden Abend wieder den Hafen in Dänemark anzulaufen. Einer von ihnen ist Roy Friedrich. Seine Aufgabe ist es, die Windräder zu warten und zwar bei Wind und Wetter. Äußerst hilfreich dabei ist eine hydraulische Gangway, mit der Friedrich und seine Kollegen direkt an die Windräder herangefahren werden können. Auch wenn die Wellen bis zu zweieinhalb Meter hoch sind - mit der Gangway ist es für die Techniker trotzdem möglich, die Windräder auf Herz und Nieren zu überprüfen.

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05:17

Aart Waalen und das Knochenpuzzle

12.03.2017 18:00 Uhr

Echte Knochenarbeit für Aart Walen: Der niederländische Tierpräparator setzt derzeit das Skelett eines Pottwals zusammen, der im Januar 2016 vor Wangerooge gestrandet ist. Video (05:17 min)

Ein Wal-Skelett als XXL-Puzzle

In der Nordsee schwimmen auch tierische Giganten - wenn auch manchmal auf Abwegen. Im Januar 2016 etwa waren junge Pottwal-Bullen vor der Insel Wangerooge gestrandet. Und einer von ihnen beschäftigt Tierpräparator Aart Walen seit Monaten. Eine echte Mammutaufgabe. In seiner Werkstatt in den Niederlanden setzt er das Skelett eines der verendeten Tiere wieder zusammen. Knochen für Knochen, Wirbel für Wirbel - zwölf Meter misst das riesige Säugetier von der Spitze bis zur Schwanzflosse. Wenn Walen das Skelett fertig präpariert hat, soll es auf Wangerooge ausgestellt werden. Doch bis dahin muss der Präparator wohl noch einige Stunden in seiner Werkstatt weiterpuzzeln.

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06:56

Millimeterarbeit mit einem 150.000-Tonnen-Schiff

12.03.2017 18:00 Uhr

Bloß nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam - die "Mayview Maersk", ein riesiges Containerschiff, nimmt Kurs auf den Hamburger Hafen. Eine Herausforderung für die ganze Crew. Video (06:56 min)

Mit 150.000 Tonnen von Asien nach Europa

Aus der Werkstatt von Aart Walen geht es direkt weiter in den Hamburger Hafen. Oder besser: In die Außenreede der Elbe kurz vor Hamburg. Hier kreuzt die "Mayview Maersk", eines der größten Containerschiffe der Welt. Der Riese pendelt zwischen Asien und Europa, er ist etwa 400 Meter lang, 59 Meter breit, wiegt 150.000 Tonnen und hat bis zu 16 Meter Tiefgang. Das wird im wahrsten Sinne des Wortes eng, wenn es nach Hamburg geht. Der Bremsweg der "Mayview Maerks" beträgt knapp 60 Kilometer, da ist vorausschauendes Fahren angesagt. Das Nordseereport-Team war dabei, als dieses Ungetüm rückwärts in den Waltershofer Hafen hineinfuhr.

Besuch bei den größten Fähren und im größten Hafen

Damit nicht genug: Gigantische Erfindungen, die im Hafen von Rotterdam (Niederlande), dem größten Hafen Europas, getestet werden, sahen Sie ebenfalls im Nordseereport. Außerdem warfen wir einen Blick auf die großen Spezialkräne von Papenburg, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn ein neues Kreuzfahrtschiff der Meyer Werft in die Nordsee überführt wird. Wir statteten einer der größten Spezial-Fähren der Welt, die zwischen Großbritannien und den Niederlanden pendelt, einen Besuch ab und begleiteten Raupenfahrzeug "Nessie V", als ein neues Stromkabel im Watt vor der Hallig Nordstrandischmoor verlegt wurde.

Weitere Informationen

Nordseereport

Mit einer vielseitigen Themenauswahl rund um die Nordsee überraschen die Moderatorinnen Laura Lange und Antje Wöhnke ihre Zuschauer. mehr

Leitung der Sendung
Marlis Fertmann
Redaktion
Karoline Grothe
Moderation
Antje Wöhnke
Produktionsleiter/in
Thomas Kay
Redaktion
Fischer, Tom