Nordmagazin

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Freitag, 16. Oktober 2020, 03:15 bis 03:45 Uhr
Freitag, 16. Oktober 2020, 09:00 bis 09:30 Uhr

Beherbergungsverbot: Reaktionen nach Corona-Gipfel in Berlin

Beim Corona-Gipfel im Kanzleramt haben Bund und Länder keine Einigung beim so genannten Beherbergungsverbot erzielt. Kanzlerin Merkel sagte nach mehr als achtstündigen Beratungen mit den Ministerpräsidenten, die unterschiedlichen Regeln der Länder blieben bis zum Ende der Herbstferien bestehen. Danach werde erneut darüber beraten. Merkel appellierte daher an die Bürger, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten. Geeinigt hat sich die Runde dagegen auf strengere Kontaktbeschränkungen. Sie sollen bereits greifen, wenn in einer Region innerhalb einer Woche 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert werden. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig begrüßte diese Regelungen. Was die umstrittenen Reisebeschränkungen für Menschen aus Corona-Risikogebieten wie Berlin angeht, kündigte Schwesig an zu prüfen, ob auf die mindestens fünftägige Quarantäne und Test-Pflicht danach künftig verzichtet wird. Das hänge davon ab, wie die Infektionszahlen im Land weiter entwickeln.

Infektionszahlen: Corona-Lage Kreis Mecklenburgische Seenplatte

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Einwohnern an der Seenplatte steigt weiter. Seit gestern sind 16 neue Fälle hinzugekommen, damit ist der Kreis Mecklenburgische Seenplatte im Land der Kreis mit den meisten Betroffenen. Die Gesamtzahl liegt demnach bei 271 Infizierten. In der Kreisverwaltung sind Mitarbeiter dabei, die Ansteckungsketten nachzuverfolgen. Das würde aktuell auch immer noch gelingen. Die meisten Menschen hätten sich laut Landrat Kärger bei Familienfeiern und Partys angesteckt. Trotz der erlassenen Verordnungen würden sich einige Menschen nicht an die Regeln halten. Im Bonhöffer-Klinikum Neubrandenburg liegen derzeit 4 an Covid-19 erkrankte Menschen auf der Intensivstation, 8 weitere werden stationär auf einer Isolierstation behandelt.

Vorzeigeobjekt: Eröffnung der „Straze“ in Greifswald

Das frühere Greifswalder Gesellschaftshaus in der Stralsunder Straße 10 sollte eigentlich abgerissen werden. Zu teuer die Sanierung, hieß es damals vom Petruswerk, das das Haus von der Uni übernahm. Dabei ist das Gebäude ein Vorläufer des Theaters und achitektonisch eine Seltenheit in MV. Nach Protesten hat eine Gruppe junger, alternativer Greifswalder das Haus gekauft und saniert. Heute wird es als Wohn- und Initiativenhaus eröffnet und von einem Verein geführt. Die Straze wurde mit Spenden, Krediten und Fördergeld aufgebaut, auch Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert wurden restauriert. Künftig gibt es dort Kulturveranstaltungen, Vereine haben dort einen festen Platz, außerdem gibt ein Cafè.

Rundhäuser: Außergewöhnlich übernachten am Tollensesee

Was gibt es nicht alles für Möglichkeiten, sich im Urlaub interessant zu betten: Da kann man zum Beispiel in einem Lotsenturm, einem Tinyhouse, einem Eisenbahn-Waggon oder gar in einer Mühle nächtigen - je ungewöhnlicher, desto reizvoller, sagt sich so manch einer. Und was die Bauten hinter mir angeht, da lautet das Motto: Eckig kann jeder, aber rund? Eine Herausforderung.

Gartentipp: Peter Rasch beantwortet Zuschauerfragen

Email-Postfach und Briefkasten von Peter Rasch sind reichlich gefüllt - deshalb beantwortet er heute die Anfragen der Zuschauer.

Redaktionsleiter/in
Sibrand Siegert