Nordmagazin

Mittwoch, 14. Oktober 2020, 19:30 bis 20:00 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober 2020, 03:15 bis 03:45 Uhr
Donnerstag, 15. Oktober 2020, 09:00 bis 09:30 Uhr

Beratungen: Corona-Gipfel in Berlin

Ministerpräsidentin Schwesig will in der Corona-Pandemie an der bisherigen Linie des Landes festhalten. Heute treffen sich die Landerchefs mit Kanzlerin Merkel in Berlin um das weitere Vorgehen zu beraten. Die Zahl der Neuinfektionen steigt bundesweit seit rund zwei Wochen - und auch im Nordosten. Gestern mit einem neuen Höchststand bei den Neuinfektionen mit 56 binnen eines Tages. Schwesig sieht diese Lage mit Sorge, es sei ein kritischer Punkt erreicht. Zur Eindämmung der Corona-Infektionen will die SPD-Landeschefin heute bei dem Treffen in Berlin ein erweitertes Ampelsystem vorschlagen, um frühzeitig auf lokale Entwicklungen reagieren zu können. Es könnten schon bei 30 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche Gegenmaßnahmen eingeleitet werden und nicht erst bei 50 wie bisher. Mecklenburg-Vorpommern sei offen für bundeseinheitliche Regelungen - vor allem für Risikogebiete. Es müsse dringend geklärt werden, wie sich Menschen dann verhalten sollten und was bei Reisen in oder aus diesen Gebieten gelte.

Coronatests: Tausende Analysen täglich im MVZ-Labor in Schwerin

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern hat einen Höchststand erreicht. Gestern wurden 56 neue Fälle gemeldet, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Das waren mehr als jemals zuvor. Der Schulbeginn und Reiserückkehrer sorgen zusätzlich für eine hohe Auslastung in den Corona-Testlaboren. Inzwischen wird nicht nur das Personal knapp, sondern auch das Analysematerial.

Garnelenzucht: Neustart nach Insolvenz in Grevesmühlen

2015 hatten zwei Investoren die beiden baugleichen Farmen in direkter Nachbarschaft in Grevesmühlen in Betrieb genommen. Jeder betrieb seine eigene Anlage, geteilt wurden aber z.B. Produktionsstätten. Ungereimtheiten, Differenzen und unterschiedliche Aufassungen vom Geschäft führten dazu, dass die Firma Cristalle Garnelen Insolvenz anmelden musste. Die benachbarte Farm konnte weiter arbeiten. Anfang des Jahres hat nun Hansegarnelen aus Hamburg die insolvente Firma Cristalle Garnelen übernommen und hat nach umfangreichen Umbauten die ersten Jungtiere ins Becken gesetzt.

Nahverkehr: Mobil mit dem Ilsebus im Amt Peenetal und Jarmen

ILSE - ist die Abkürzung für "Intelligente Leitstellen-Erweiterung". Der Ilsebus ist einfach ein Rufbus im Amt Peenetal und Jarmen, wo oft gar kein Bus mehr fährt. Er wurde vom Landkreis Vorpommern-Greifswald durch ein Förderprogramm entwickelt, für Mobilität im ländlichen Raum.

Programmtipp: „Die Narbe“ - Massenkarambolage auf der A19

Es sind Unglücke, an die sich fast jeder erinnert: das Zugunglück von Eschede 1998, die Flugschaukatastrophe von Ramstein 1988 oder die Massenkarambolage aufgrund eines Sandsturms auf der A19 bei Rostock im Jahr 2011. Was machen diese Unglücke mit den Menschen, die sie erlebt haben oder die als Angehörige betroffen waren? Welche Wunden, Langzeitfolgen, welche Narben haben die Ereignisse bis heute hinterlassen? Um diese Fragen geht es in dem neuen NDR Doku-Talkformat „Die Narbe“. Jede der drei Folgen beginnt mit einer halbstündigen Dokumentation über das jeweilige Unglück, danach spricht Moderatorin Anja Reschke mit Gästen über die Langzeitfolgen. In der ersten Folge geht es um die Massenkarambolage auf der A19 und das Thema „Schuld“.
„Die Narbe“ - Massenkarambolage auf der A19 am Mittwoch, 14. Oktober, um 21.00 Uhr im NDR Fernsehen.

Saatgewinnung: Der Beruf des Zapfensteigers

Der Beruf des Zapfensteigers ist ein ehemaliger Ausbildungsberuf. 2011 gab es noch etwa hundert Zapfensteiger in Deutschland. Die Aufgabe des Zapfensteigers besteht darin, zur Fruchtreife Koniferen mit einer bestimmten Technik bis in die Kronen zu besteigen und Früchte zur Saatgewinnung einzusammeln. Die Zapfensteiger verwenden Steigeisen, Sicherungsgeschirr und nutzen spezielle Seilklettertechniken, um an das wertvolle Saatgut zu gelangen.

Programmtipp: "Die Nordreportage - Wenn der Tod ein Anfang ist"

In ganz Deutschland warten pro Jahr etwa 10.000 schwerkranke Menschen auf ein Spenderorgan. Viele Patientinnen und Patienten versterben, weil nicht rechtzeitig ein passendes Organ zur Verfügung steht. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Bereitschaft zu einer Organspende nach Hamburg am höchsten deutschlandweit. Doch es reicht nicht. Hatte die Uniklinik Greifswald früher bis zu 25 Entnahmen pro Jahr, waren es 2019 nur noch vier.
"Die Nordreportage: Wenn der Tod ein Anfang ist" - am Donnerstag, 15.10.2020, um 18:15 Uhr, im NDR-Fernsehen.

Redaktionsleiter/in
Sibrand Siegert