Morddeutschland

Tanz in den Tod

Freitag, 02. November 2018, 21:15 bis 21:45 Uhr

Fotos vom Opfer Carmen Kampa aus den Ermittlungsakten. © Micha Bojanowski/Cinecentrum Foto: Micha Bojanowski

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1. Mai 1971 - kurz vor Mitternacht wird an einem Bahndamm in Bremen die Schuhverkäuferin Carmen K. vergewaltigt und erwürgt. Sie war auf dem Rückweg von der Disco nach Hause. Fahrgäste eines haltenden Zuges beobachten das Verbrechen. An der nächsten Haltestelle rufen sie die Polizei. Die ist nur 15 Minuten später vor Ort. Doch sie findet nichts.

Mehr als 1.000 Spuren

Erst drei Tage später wird die Leiche der jungen Frau 150 Meter entfernt auf einem Brachgrundstück gefunden. Die Polizei verfolgt über 1.000 Spuren, um den Täter zu ermitteln.

Interview

"Die Bearbeitung von Cold Cases ist notwendig"

Uwe Picard beschäftigt sich schon 1971 mit dem Mordfall Carmen Kampa - als Staatsanwalt kann er den Fall 2011 aufklären. Er meint: Man darf ungelöste Fälle nicht ruhen lassen. mehr

Bauarbeiter zu Unrecht verurteilt

Zwei Jahre nach dem Mord wird ein Bauarbeiter wegen der Tat angeklagt und verurteilt. Zu Unrecht, wie sich in einem spektakulären Revisionsprozess herausstellt. Der Fall wird zum Cold Case, bis Staatsanwalt Uwe Picard die Akte auf den Tisch bekommt. Er ist wie elektrisiert. Denn dieser Fall und der anschließende Justizskandal hatten ihn einst bewogen, Jura zu studieren. Und nun leitet er die Ermittlungen in diesem Fall.

Fall wird neu aufgerollt

Gemeinsam mit zwei Ermittlern der Mordkommission geht er noch einmal alle Akten durch. Er mietet sogar einen Zug, den er wie zur damaligen Tatzeit in den Bahnhof rollen lässt. An Bord ist der Zeuge von damals, der unter Hypnose aussagt, was er vor 40 Jahren gesehen hat.

Am Ende stößt das Ermittlerteam auf Spurenakte 135. Sie betrifft den damals 35-jährigen Wachmann Hermann R., der in der Tatnacht in unmittelbarer Tatortnähe seinen Dienst verrichtet hatte.

Karte: Der Ort der Tat

Kriminalistik im Vordergrund

Die NDR Reihe Morddeutschland erzählt die Geschichten spektakulärer Mordermittlungen. Im Mittelpunkt steht nicht die Grausamkeit der Taten, sondern die Kriminalistik. Morddeutschland gibt eindrucksvoll Einblick in die aufwendige Arbeit und die innovativen Methoden der Ermittler. Der Mörder ist vor ihnen ins Rennen gegangen. Er hat einen beachtlichen Vorsprung. Aber sie sind ihm mit Verstand, Taktik und Teamarbeit auf der Spur, bis sie ihn schließlich fassen können.

Der Fall Kampa: Aufklärung nach 40 Jahren

Weitere Informationen

"Ermittler müssen einen Tatort lesen können"

Die mehrteilige Serie Morddeutschland des NDR beleuchtet norddeutsche Kriminalfälle, deren Aufklärung einzigartig war. Autor und Regisseur Björn Platz im Interview. mehr

11 Bilder

Morddeutschland zeigt Arbeit der Ermittler

Bei Morddeutschland steht die Arbeit der Ermittler im Vordergrund. Für die vierteilige Serie demonstrieren sie, wie sie bei der Aufklärung der Fälle vorgegangen sind. Bildergalerie

Regie
Björn Platz
Redaktion
Florian Müller
Produktionsleiter/in
Jost Nolting
Redaktionsleiter/in
Florian Müller