Morddeutschland - Mord im Schlaf

Freitag, 25. Oktober 2019, 21:15 bis 21:45 Uhr

Eine Zeichnung veranschaulicht den Mordfall in Hamburg-Harburg am 4. Oktober 2003: Ein Täter greift eine im Bett schlafende Person mit einem Messer an. © NDR

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Hamburg-Harburg, 4. Oktober 2003: Im Hinterhof eines Hochhauses liegt blutüberströmt ein Mann, Ende 30. Er stirbt noch am Tatort. Die Ermittler gehen seiner Blutspur nach - über vier Stockwerke bis hin zu seiner Wohnung. Das Opfer muss im Schlaf mit einem Messer angegriffen und vom Bett in den Hinterhof geflohen sein. Der Täter hat keine Spuren hinterlassen: weder Fasern noch DNA.

Für die Hamburger Ermittler spricht vieles für eine Beziehungstat. Sie finden heraus: Das Opfer hatte eine Geliebte. Schnell steht deren Ehemann im Fokus, doch der hat ein von drei Freunden bestätigtes Alibi. Auch andere Spuren sind wenig ergiebig. 2006 stellt die Staatsanwaltschaft Hamburg das Verfahren schließlich wegen mangelnder Beweise ein.

Tatort Hamburg: Ein brutaler Mord in Harburg

Ermittler greifen in psychologische Trickkiste

2012 meldet sich völlig unerwartet ein anonymer Informant. Er sagt, er wisse, wer der Täter sei und kann stichhaltige Beweise liefern. Die Polizei Hamburg nimmt das Verfahren wieder auf.

Die Ermittler müssen tief in die psychologische Trickkiste greifen und alle ermittlungstaktischen Register ziehen, um den Täter zu überführen. Die Ermittlungen dauern mehr als zwölf Jahre, doch am Schluss haben die Kriminalbeamten Erfolg. Auch dank der Aussage einer weiteren unerwarteten Zeugin.

Die Morddeutschland-Reihe

Die True-Crime-Reihe Morddeutschland erzählt die Geschichten spektakulärer Ermittlungen in Mordfällen, wobei die Kriminalistik im Mittelpunkt steht. Eindrucksvoll gibt es Einblicke in die aufwendige Arbeit und die innovativen Methoden der Ermittler. Mit Verstand, Taktik und Präzision sind sie den Tätern auf der Spur und können sie schließlich fassen. Dabei ist die Kamera mit den Ermittlern an den Orten dabei, die für den Fall wichtig waren. Die Dokumentation zeigt, wie extrem aufwendig und mühsam Mordermittlungen sind, wie Kriminalisten denken und welche winzigen Details am Ende zum Durchbruch bei der Aufklärung führen können.

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Autor/in
Maryam Bonakdar
Björn Platz
Redaktion
Florian Müller
Produktionsleiter/in
Michael Schinschke
Sprecher/in
Philipp Schepmann
Redaktionsassistenz
Anica Rose