Sendedatum: 02.08.2020 11:30 Uhr

Tipps der Gartenfamilie Beeker für den August

Eine Frau arbeitet im Gemüsebeet.  Foto: Reinhard Bettauer
Salat, Rotkohl und Bohnen - Trulla Beeker baut jede Menge Gemüse an.

Gartenexpertin Trulla Beeker prüft die reife Fülle in ihrem Garten und was sie als nächstes ernten kann. Der Rotkohl muss noch eine ganze Zeit länger im Beet bleiben und noch größer werden, dagegen sind die Äpfel schon bald pflückreif - nämlich dann, wenn sich der Stiel leicht vom Zweig löst. Bei den Kartoffeln ist noch etwas Geduld gefragt. Den Salat kann sie heute schon ernten. Die Zwiebeln haben sich gut entwickelt und die Buschbohnen, die wurden erstmals nicht in den Gartenboden, sondern in einen Kübel ausgesät.

VIDEO: Gartenfamilie Beeker: Der Garten im August (7 Min)

Die Zikade ist der Schrecken der Rhododendren

Ole Beeker mischt ein Mittel gegen die Rhododendron-Zikade an, ein kleines grünes Insekt mit orangefarbenem Streifen auf dem Rücken, das jetzt im Hochsommer um die Rhododendronsträucher schwirrt: "Die Rhododendron-Zikade ist ein Insekt, das im August seine Eier ablegt und dafür in die frischen Knospen der Rhododendron sticht, die sich jetzt gerade fürs kommende Jahr entwickeln. Dabei überträgt die Zikade einen Pilz und der sorgt dafür, dass die Knospen im nächsten Jahr braun werden und nicht aufgehen. Also sollte man gegen die Rhododendron-Zikade etwas tun."

Eine gelbe Tafel hängt in einem Rhododendronbusch.  Foto: Reinhard Bettauer
Leimtafeln in den Rhododendren zeigen, ob noch Zikaden in den Büschen überlebt haben.

Das Mittel schont die Bienen im Garten. Es besteht aus dem Wirkstoff Pyrethrum (Pyrethrin), das aus einer Chrysanthemenart gewonnen wird und das auch im biologischen Anbau zugelassen ist. Ole Beeker: "Am besten ist es, zwei Mal zu spritzen, im Abstand von sieben bis zehn Tagen, damit man auch möglichst viele Schädlinge erwischt. Und zur Kontrolle, wie viele Tiere nach dem ersten Spritzen tatsächlich noch fliegen, sollte man Gelbtafeln aufhängen. An denen bleiben die Zikaden hängen und so kann man einschätzen, ob es noch viele Tiere sind oder nur wenige."

Am besten setzt man das Mittel an bedeckten Tagen ein, beziehungsweise morgens oder abends, da es UV-empfindlich ist. Zu starke Sonneneinstrahlung mindert den Erfolg. Rechtzeitig zur Eiablage eingesetzt kann man so für einen prächtig blühenden Rhododendron im kommenden Frühling sorgen.

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Rhododendron mit pinkfarbenen Blüten. © NDR Foto: Kathrin Weber

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Ein Totholzstamm bringt mehr Nützlinge im Garten

Axel Beeker will noch mehr Nützlinge in den Garten holen. Er errichtet einen Totholzstamm, den Tiere wie Solitärbienen und -wespen als Brutstätte nutzen: "Totholz gibt es in unseren aufgeräumten Gärten und Wäldern immer weniger. Denn es muss ja immer alles "schön ordentlich" aussehen. Deshalb sollte man so einen Stamm installieren, denn auch die Wildbienen, von denen viele mittlerweile gefährdet sind, sorgen für die Bestäubung der Blüten und haben damit ihren wichtigen Platz im ökologischen Kreislauf."

In einen Holzpflock wird auf der Unterseite ein Loch gebohrt. Anschließend wird eine Gasflamme zum "Ankokeln" benutzt, das Holz auf der Stammunterseite wird schwarz. Dieses "Ankokeln" ist wichtig, denn es sorgt dafür, dass die Fäulebakterien, die natürlich das Holz angreifen, wenn es draußen aufgestellt wird und mit der feuchten Erde in Berührung kommt, so können diese Bakterien das Holz nicht vorzeitig zerstören. Mit Bohrern unterschiedlicher Größe werden für die Eiablage von nützlichen Insekten Löcher vorgebohrt. Der Holzpflock wird anschließend sicher auf einem Eisenstab aufgestellt.

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Ein Sprudelstein für den Garten

Eine Frau im Garten vor einem Sprudelstein.  Foto: Reinhard Bettauer
Silke Beeker vor dem fertigen Sprudelstein im Garten.

Silke Beeker möchte die Terrasse verschönern und einen Steinbrunnen aufstellen. Für die Pumpe benötigt man einen Stromanschluss für den Außenbereich. Als Wasserreservoir dient ein einfacher Maurerkübel, wie man ihn in Baumarkt erwerben kann. Dieser wird im Boden versenkt. Dabei muss man darauf achten, dass der Kübel im Loch eben steht und noch ein wenig oben heraussteht. Damit verhindert man, das Erde oder Blätter hineinfallen und die Pumpe verstopfen könnten.

Dann kommt das Wasser in den Behälter. In den Kübel kommt eine einfache Teichpumpe, erhältlich im Zoo- oder Gartenbedarf - dort erhält man auch einen passenden Deckel für den Maurerkübel, schon mit entsprechenden Aussparungen. An der Pumpe wird ein Schlauch befestigt, der zusammen mit dem Stromkabel durch den Deckel gezogen wird. Auf den Deckel kommt ein großer, durchbohrter Stein, durch den der Schlauch nach oben geführt wird. Zur Befestigung des Schlauchendes dient eine Tülle aus Kupferrohr. Rund um den großen Stein kleine Steine auf den Deckel legen; so kommt keine Erde in den Bottich. Wichtig: Findlinge dürfen nicht aus dem Wald oder vom Strand mitgenommen werden. Aber man kann einen Bauern fragen, die haben oft Steine von ihren gepflügten Feldern – oder man bekommt sie beim Steinmetz; der kann sie auch gleich durchbohren.

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Mein schönes Land TV | 02.08.2020 | 11:30 Uhr