Trulla Beeker beim Laubaufhäufeln. © NDR Foto: Reinhard Bettauer

Der Garten im November

Stand: 23.10.2020 14:20 Uhr

Noch leuchtet das bunte Laub in den schönsten Farben, doch die Natur stellt sich auf die kommende Winterruhe ein. Was ist zu tun im November-Garten? Die Gartenfamilie Beeker gibt Tipps.

Was tun mit all dem Laub im Garten? Vom Rasen muss das Laub entfernt werden, damit das Grün darunter nicht fault, auf dem Boden der Beete ist es aber sinnvoll als luftige, effektive Isolation. Trulla Beeker: "Ich hab das wunderbare Laub, und das schmeiß ich natürlich nicht weg, das tu ich jetzt überall dazwischen, dass der Boden dick bedeckt ist, das kann man mindestens zehn Zentimeter dick draufbringen, dann ist der Boden geschützt." Am besten sollte man sich die Natur als Vorbild ansehen und das Laub auf den Beeten einfach liegen lassen.

Trulla Beeker: "Die ganze Staude mit ihren Trieben ist ein wunderbarer Winterschutz. Wenn der Raureif da drauf liegt sieht das wunderschön aus. Die Verbenen, die lass ich auch in Samen gehen, allerdings Stauden wie den Majoran oder die Goldrute, da nehme ich die Triebe weg." Wenn nach dem Verteilen der Blätter noch viel Laub übrig bleibt, setzt Trulla davon einen Kompost auf. Gemischt mit Stickstoffdünger, Kalk und Tonmehl wird daraus im Laufe der Zeit ein sehr guter Laubkompost.

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Kompost © fotolia.com Foto: Yann Avril

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Rosen pflanzen vor dem Frost

Ole Beeker hat sich vorgenommen, noch rechtzeitig vor den längeren Frostperioden einige Rosen zu pflanzen. Dafür hat er sich wurzelnackte Exemplare ausgesucht, Rosen ohne Erdballen um die Wurzeln. Die frostempfindliche Veredlungsstelle muss fünf Zentimeter unter die Erde, das schützt vor Kahlfrösten. Kompost und Gesteinsmehle sorgen zusätzlich für einen guten Start. Der Vorteil einer Herbstpflanzung ist, dass die Rose jetzt noch gut anwächst, weil der Boden noch warm genug ist. So hat sie schon in der nächsten Saison beste Blühvoraussetzungen.

Was Ole jetzt nicht macht, ist das Anhäufeln. "Jetzt im November kann es durchaus sein, dass wir noch ein paar mildere Tage zu erwarten haben. Und es kann passieren, wenn die Rosen zu sehr angehäufelt sind, dass an den Trieben zum Teil auch Fäulnis entsteht und deswegen warte ich noch, bis es richtig knackig kalt ist und der erste Schnee fällt." Wichtig ist in jedem Fall das Angießen. Die Rosen müssen gut angetreten und angegossen werden; auch wenn es regnet, damit die Wurzeln optimalen Bodenschluss bekommen und gut anwachsen können.

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Wurzelnackte Rosen © imago Foto: Redeleit

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Kübelpflanzen schützen

Kokosmatten schützen die Pflanzen in Kübeln vor dem Frost. © NDR Foto: Reinhard Bettauer
Kokosmatten schützen die Pflanzen in Kübeln vor dem Frost.

Damit sie im nächsten Frühling vital ins neue Gartenjahr starten können, schützt Silke Beeker jetzt ihre Kübelpflanzen vor der Winterkälte. Buchsbaum, Ahorn oder Buschklee sind zwar eigentlich winterhart, aber gepflanzt in Töpfen sind sie empfindlicher, als ausgepflanzt im Garten. "Bei diesen Pflanzen ist es so, dass die Feinwurzeln im äußeren Randbereich liegen, bei starken Frösten wäre es also sehr stark gefährdet, dass der ganze Wurzelballen durchfriert, und deshalb muss ich die Pflanze schützen!"

Silke setzt dafür eine dicke Kokosmatte ein, die eine gute Isolationsschicht schafft. Auch von den Seiten sorgt sie für zusätzliche Dämmung. Zwar kann diese Verpackung nicht für Wärme sorgen, aber sie schützt davor, dass der Ballen zu schnell einfriert; eine Gefahr für die Pflanze. Trotz allem sollte man die Pflanzen an frostfreien Tagen gießen können. Gerade Immergrüne vertrocknen sonst leicht. "Wichtig ist, dass im Winter das Wasser ablaufen kann, einmal dass es nicht zu Fäulnisprozessen kommt und bei Frost der Kübel nicht gesprengt wird." Um den Wasserabfluss zu sichern, stellt man die Pflanzen im Winter etwas höher auf. So sind die Kübelpflanzen gut vor der Kälte geschützt.

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Jemand stülpt ein Schutzvlies über einen Olivenbaum. © picture alliance Foto: Caroline Seidel

Kübelpflanzen richtig überwintern

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Dieses Thema im Programm:

Mein schönes Land TV | 01.11.2020 | 11:30 Uhr

Die Blätter des roten Ahorns leuchten im Gegenlicht. © NDR Foto: Anja Deuble

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