Stand: 12.10.2018 10:11 Uhr

Royalty inside: Hochzeit mit Hindernissen

von Leontine von Schmettow
Bild vergrößern
Das Medieninteresse dürfte bei Prinzessin Eugenies Hochzeit mit Jack Brooksbank eher gering ausfallen.

Der 19. Mai bleibt nicht nur für Prinz Harry und Meghan ein unvergesslicher Tag. Die Traumhochzeit des verliebten Paares - bei strahlender Frühlingssonne im feierlich herausgeputzten Windsor - wurde von rund 1,5 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt verfolgt. Jeder wollte am Glück der beiden teilhaben und auf seine Weise mitfeiern. Wenn heute Harrys Cousine Eugenie in derselben Kapelle ihrem Freund Jack Brooksbank das Jawort gibt, dürfte der weltweite Hype hingegen übersichtlich bleiben. Die Tochter von Prinz Andrew und Sarah Ferguson ist längst nicht so populär wie Harry. Und für die Details der Familiengeschichte ihres bürgerlichen Verlobten interessiert sich auch keiner so richtig, noch nicht einmal in Großbritannien.

Aufwendiges Fest mit wenig Bedeutung

So weit, so gut. Oder doch nicht? Die relative historische Bedeutungslosigkeit der Hochzeit steht nämlich in merkwürdigem Kontrast zum Aufwand, den das Brautpaar für seinen großen Tag betreibt. Hatten bei Harry und Meghan 600 Gäste in der St. George's Chapel Platz gefunden, werden es bei Eugenie und Jack 850 sein. Der Dresscode ist formaler als bei der Vorgänger-Hochzeit, Eugenie hat für sich angeblich gleich drei verschiedene Hochzeitskleider bestellt, und die Gästeliste weist noch mehr Gäste aus dem internationalen Show-Business auf. Ein einzelner Tag reicht für dieses Ereignis offenbar nicht aus - die Party wird am Sonnabend noch weitergehen.

Sorgte Prinz Andrew für TV-Übertragung?

Versucht Eugenie etwa, die Royal Wedding ihres Cousins um jeden Preis zu übertrumpfen? In Hofkreisen ist zu hören, dass es ihr Vater ist, der hinter dem unmäßigen Pomp steckt. Prinz Andrew möchte unbedingt, dass die Hochzeit seiner jüngsten Tochter in nichts hinter denen der anderen jungen Windsors zurückbleiben muss. Er soll sogar selbst dafür gesorgt haben, dass der britische TV-Sender ITV die Feierlichkeiten live überträgt. Anders als bei Harry und Meghan zeigten dieses Mal offenbar weder die BBC noch internationale Sender Interesse. 

Nimmt Prinz Philip an der Hochzeit teil?

Schon länger stört sich Andrew daran, dass Eugenie und Beatrice in der Familie als Royals zweiter Klasse behandelt werden. Anstatt für die Krone arbeiten zu dürfen und eine Apanage zu erhalten, sind sie gezwungen, einem normalen Job nachzugehen. Sein eigener Vater soll sogar gedroht haben, Eugenies Hochzeit zu boykottieren. Der Grund: Prinz Philip kann Brautmutter Sarah Ferguson nicht leiden und hat ihr das peinliche Verhalten nach dem Ehe-Aus im Jahr 1992 bis heute nicht verziehen. 

Nur mit Mühe konnte der 97-Jährige auf den letzten Metern überredet werden, über seinen Schatten zu springen. Er wollte er sein Kommen davon abhängig machen, wie er sich am Hochzeitstag fühlt. Wenn er erscheint, werden er und die Queen der Hochzeit mit Sicherheit höchsten royalen Glanz verleihen und sie zu einem unvergesslichen Ereignis machen. Für Eugenie und Jack wird es das sowieso allemal.

Weitere Informationen

Prinzessin Eugenie sagt "Ja" zu Jack Brooksbank

Royal Wedding auf Schloss Windsor: Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank haben sich in der St George's Chapel das Jawort gegeben. Statt Schleier trug die Braut eine funkelnde Tiara. mehr

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 18.10.2018 | 16:20 Uhr