Stand: 23.06.2017 11:36 Uhr

Royalty inside: Erschütternde Zitate von Diana

von Leontine von Schmettow
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Prinzessin Diana ist auch 20 Jahre nach ihrem Tod unvergessen.

Ende August ist es 20 Jahre her, dass Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben kam. Auch wenn der fast schon religiöse Kult um die "Königin der Herzen" mittlerweile ein bisschen abgeebbt ist - in Großbritannien ist die Ex-Ehefrau von Prinz Charles unvergessen. Und viele nehmen den 31. August zum Anlass, um erneut in der Vergangenheit zu rühren.

Neuauflage zum Todestag

Andrew Morton, der mit seinem Buch "Diana - ihre wahre Geschichte" vor 25 Jahren das Ehedrama von Diana und Charles enthüllte und damit letztlich die ganze Monarchie erschütterte, bringt pünktlich zum Todestag eine Neuauflage seines Werks auf den Markt. Das Besondere: Sie enthält erstmals Zitate von Diana selbst, während Morton in der ursprünglichen Ausgabe verheimlichen musste, dass die Prinzessin selbst seine Quelle gewesen war.

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Eine gescheiterte Ehe: Eiszeit zwischen Charles und Diana.

Die Abschriften der Tonbänder - Diana hatte sich all ihren Frust von der Seele geredet, das Ganze aufgezeichnet und die Bänder Andrew Morton zugespielt - sind erschütternd, auch wenn der Inhalt weitgehend bekannt ist. So erzählt Diana, wie sie sich während ihrer Schwangerschaft mit William die Treppe hinunterstürzte, um die Aufmerksamkeit ihres Ehemanns zu erzwingen. Sie gibt Charles die Schuld an ihrer Bulimie, weil dieser ihre Speckröllchen an der Hüfte kommentiert hatte. Und sie macht ihrer Enttäuschung über Charles' Affäre mit Camilla Parker-Bowles Luft: "Die Lügen und die Täuschung!"

Eine verzweifelte Frau

Die Zitate zeigen eine hilflose, verzweifelte Frau. Eine einsame, eine erschütternd naive Frau, die sich wohl in erster Linie an ihrem Ehemann rächen wollte, der die Konsequenzen ihrer Handlungen aber nicht wirklich bewusst waren. Das Drama, welches ihre Konspiration mit Morton lostrat, muss Diana kalt erwischt haben. Weder der folgende Rosenkrieg noch die Scheidung können in ihrem Sinn gewesen sein. Ganz sicher auch nicht die Tatsache, dass ihre Söhne erleben mussten, wie das Intimleben ihrer Eltern in der Öffentlichkeit breitgetreten wurde. Nicht damals und auch nicht heute, 20 Jahre später.

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Für William und Harry dürfte es fast unerträglich sein, die verzweifelten Worte ihrer Mutter zu lesen. Doch auch für sie ist der 20. Todestag ein Datum, um zurückzublicken. Erst kürzlich haben sich die Brüder offen wie nie zum Verlust der Mutter geäußert. Und sie haben angekündigt, ihr ein Denkmal vor dem Kensington Palace setzen zu wollen - Dianas letztem Wohnsitz und dem heutigen Heim von Harry, William, Kate und den Kindern. Details zu der Skulptur haben sie noch nicht verraten. Aber man kann davon ausgehen: Es wird das Bildnis einer lachenden Diana sein.

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