Stand: 18.06.2018 17:45 Uhr

Queen lädt zum Garter Day auf Schloss Windsor

Die Queen darf die Knights des Order of the Garter nach eigenem Ermessen ernennen.

Die Ritter des Hosenbandordens sind am Montag wieder in feierlicher Prozession durch den unteren Schlosshof von Windsor Castle zum Gottesdienst in die St George's Chapel gezogen. Beim Garter Day erinnerten nur die luftigen Sommerkleider der Zuschauer entlang der Wegstrecke an das 21. Jahrhundert, denn die Knights trugen traditionell einen langen blauen Samtumhang und einen schwarzen Hut mit weißem Federbüschel - die Tracht des Ordens.

Ritterschlag in geheimer Zeremonie

Der Order of the Garter ist der wohl exklusivste Orden Großbritanniens, vielleicht sogar der exklusivste Orden weltweit. Die Queen beruft die Mitglieder nach eigenem Ermessen. Die Zahl der Ritter (Knights) ist jedoch auf 24 limitiert, hinzu kommen Ehrenmitglieder der königlichen Familie, die Royal Knights, sowie ausländische Würdenträger, die Stranger Knights. Nur Männer und Frauen, die sich in hervorragender Weise um das Inselreich oder die Krone verdient gemacht haben, kommen als Kandidaten infrage. Der Ritterschlag, der aus dem Umschlingen des Hosenbandes um das linke Knie besteht, blieb Kameras und den neugierigen Blicken des Publikums bislang verborgen. Zum erlauchten Kreis der Knights gehört unter anderem der britische Ex-Premierminister John Major.

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Gottesdienst in der St. George's Chapel

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Prinz Charles und Prinz William gehören dem Order of the Garter als Royal Knights an.

In der Kirche des Ordens, der St George's Chapel, hat jeder Garter Knight seinen festen Ehrenplatz. Bis zum ersten Weltkrieg hingen dort auch die Fahnen deutscher Fürsten, die mit dem Hosenbandorden ausgezeichnet wurden. Aber wegen der antideutschen Stimmung, die sich damals in Großbritannien breitmachte, wurden die deutschen Garter Knights 1915 aus dem Ordensregister gestrichen. Wenn das Wetter es erlaubt, fahren die Royals nach dem Gottesdienst in offenen Kutsche zurück zum oberen Schlosshof und zu den royalen Gemächern.

Eduard III. - Der Ordensgründer

König Eduard III. soll den Ritterorden im 14. Jahrhundert gegründet haben. Um den französischen Wahlspruch "Honi soit qui mal y pense" der Vereinigung rankt sich eine pikante Legende: Bei einem höfischen Ball soll König Eduard III. das verlorene Strumpfband der Gräfin von Salisbury aufgehoben und um sein eigenes Bein geschlungen haben. Dem anschließenden Getuschel des Hofstaates soll er die Worte entgegnet haben: "Ein Schuft, der Böses dabei denkt. Ich will dieses Hosenband zum vornehmsten Hosenband machen, das es je gegeben hat."

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