Stand: 16.02.2018 13:55 Uhr

Prinz Henrik ist gestorben

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Prinz Henrik starb im Alter von 83 Jahren im Kreis seiner Familie.

Prinz Henrik von Dänemark ist tot. Der Mann der dänischen Königin Margrethe II. starb im Alter von 83 Jahren auf Schloss Fredensborg nördlich von Kopenhagen. Seine Frau und die beiden Söhne seien an seiner Seite gewesen, teilte das Königshaus mit. Schon seit längerer Zeit war es Henrik gesundheitlich immer schlechter gegangen. Im Januar zog er sich während eines Aufenthalts in Ägypten eine Lungenentzündung zu. Zudem wurde ein gutartiger Tumor in der Lunge entdeckt. Zuletzt verschlechterte sich sein Zustand dramatisch, so dass die Königsfamilie alle Termine absagte, um an seiner Seite sein zu können.

Ein schwarz, -weißbild mit Prinz Henrik und seiner Frau wie sie aus dem Fenster schauen.

Prinz Henrik gestorben

Mein Nachmittag -

Prinz Henrik, der Mann der dänischen Königin Margrethe II, ist tot. Er starb im Alter von 83 Jahren im Beisein der Familie.

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Vom französischen Grafen zum dänischen Prinzen

Henrik wurde am 11. Juni 1934 als Graf Henri Marie Jean André de Laborde de Monpezat im französischen Talence geboren. Er studierte unter anderem an der Pariser Sorbonne, schlug dann eine Diplomatenlaufbahn ein. Durch seine Arbeit in der französischen Botschaft in London lernte er Prinzessin Margrethe kennen. Im Jahr 1967 folgte die Hochzeit. Für die Ehe mit der künftigen Königin gab der Franzose viele Freiheiten auf: Er konvertierte vom Katholizismus zum Protestantismus, nahm die dänische Staatbürgerschaft und den Namen Prinz Henrik von Dänemark an. Fünf Jahre später wurde Margrethe zur Königin gekrönt. Prinz Henrik blieb der Königstitel versagt.

Ein Franzose im rauhen Norden

Mehr als fünfzig Jahre war das Paar verheiratet. Margrethe und Henrik verbanden von Anfang an vielfältige kulturelle Interessen. Er galt als ihre Stütze, oft wurden sie ausgelassen miteinander gesehen. Bis zu seinem Tod war sie seine engste Vetraute.

Prinz Henrik fühlte sich nicht respektiert

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Acht Uniformierte tragen den Sarg mit Prinz Henrik aus Schloss Fredensborg.

Allerdings wurde über die Jahre immer deutlicher, wie sehr Prinz Henrik damit haderte, dass er als Gemahl einer Königin nicht den Titel König bekam und auch sonst in der zweiten Reihe stand. Er fühlte sich in Dänemark nicht respektiert und zog sich immer wieder auf sein Weingut in Frankreich zurück. Er kam nicht einmal zur Feier von Margrethes 75. Geburtstag. Zudem erklärte er, dass er ohne den entsprechenden Titel auch nicht neben seiner Frau begraben werden wolle. Im September 2017 gab das Königshaus bekannt, dass Henrik unter Demenz leide. Er hatte sich bereits 2016 weitgehend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Vor der Beisetzung haben die Dänen die Chance, sich von Henrik in der Schlosskirche von Christiansborg in Kopenhagen zu verabschieden. Der geschlossene Sarg bleibt drei Tage lang öffentlich aufgebahrt. Die Beisetzung soll dann im engen Familienkreis stattfinden. Er habe sich gewünscht, nach seinem Tod verbrannt zu werden, sagte eine Sprecherin des Königshauses.

Der dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen würdigte Henrik als uniken Repräsentanten Dänemarks. "Er meisterte auf die beste Art dänischen Humor und Selbstironie." Er habe im Leben nicht nur Zuschauer sein, sondern es erleben wollen. 

Porträt

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 22.02.2018 | 16:20 Uhr