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Rhodos - Die Sonneninsel der Ägäis

Donnerstag, 07. März 2019, 21:00 bis 21:45 Uhr

Auf Rhodos scheint die Sonne über 3.000 Stunden im Jahr. Adonis hatte viele Jahre ein griechisches Lokal in Bremen, doch der viele Regen und die vielen Regeln haben ihn vertrieben. Nun betreibt er eine Taverne direkt am Strand von Plimmiri. Sein Aushängeschild: Vor dem Laden trocknen die Tintenfische an der Wäscheleine. Das ging in der Hansestadt im Norden nicht.

Wer auf der kleinen Insel Symi baut, kann auf die Esel von Tassos nicht verzichten. Die Tiere sind das einzige sinnvolle Transportmittel in den extrem engen und steilen Gassen. Und so kommen die Einkäufe der Einheimischen ebenso wie das Gepäck der Besucher per Lasttier.

Seit dem 14. Jahrhundert tauchte man rund um Rhodos nach Schwämmen. Mithilfe eines schweren Marmorklotzes ging es bis zu 100 Meter in die Tiefe, ohne Atemgerät. Die Schwämme sind längst weggefischt. Heute aber ist Skandalopetra eine eigene Disziplin beim Freitauchen: Kostas Valakis trainiert gerade für die jährliche Meisterschaft, mit Klotz am Bein.

Ein Tankschiff bringt Trinkwasser

Ohne die "MS Olympic" wären die Inseln um Rhodos längst ausgetrocknet. Jeden Sommer bringt das Tankschiff eine kostbare Fracht: Trinkwasser! Viele Gemeinden haben mittlerweile eine Entsalzungsanlage für Meerwasser, doch im Kloster von Panormitis wird die "MS Olympic" mit der Wasserlieferung immer noch sehnsüchtig erwartet.

Auf Rhodos scheint die Sonne über 3.000 Stunden im Jahr

Savvas Hatzinkolaou ist Geschäftsmann, aber vor allem Meeresbiologe. Um seine Fischfarm hat er riesige Areale der Ägäis gepachtet und dort das Fischen verboten. So haben sich die Gewässer erholt. Und unterhalb der Zuchtbecken sind Delfinschulen und riesige Thunfische heimisch geworden.

Einsatz für die Damhirsche

Die Damhirsche von Rhodos waren fast ausgestorben, sie wurden bejagt und auch der Autoverkehr setzte ihnen zu. Dann wurde Dimitri Sochos Vorsitzender des Jagdvereins. Er setzte sich für den Artenschutz ein. So wurden aus 50 Hirschen wieder über 1.500 Exemplare. Nicht alle sind davon so begeistert wie Dimitri: Die Bauern sprechen von 5.000 Tieren, die ihnen die Ernte wegfressen.

Autor/in
Michael McGlinn
Redaktion
Alexander von Sallwitz
Produktionsleiter/in
Eva-Maria Wittke
Redaktion
Ralf Quibeldey