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Kambodscha - Exotische Welt am Wasser

Donnerstag, 15. März 2018, 20:15 bis 21:00 Uhr

Ein schwimmender Supermarkt in Kambodscha.

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Kambodschas Küste liegt zwischen Thailand im Westen und Vietnam im Osten. Doch das kleine Kambodscha hat noch mehr Wasser zu bieten: Den Tonle Sap, eigentlich ein See, aber seine Ausmaße sind so gigantisch wie ein Meer: 250 Kilometern lang und bis zu 100 Kilometer breit - eines der fischreichsten Binnengewässer der Welt. Am Tonle Sap See leben tausende Menschen in schwimmenden Dörfern. Die gerade mal 50 Einwohner von Anlong Raing fahren nicht etwa raus zum Fischen. Kaleng Chreue und ihr Mann gehen jeden Morgen auf Schlangenfang. Sie jagen die Tonle-Sap-Trugnatter. Die Beute wird getrocknet und dann von den Familien auf dem Markt verkauft - als Snack für zwischendurch.

Der Blaukrebs-Markt von Kep ist eines der beliebtesten Ausflugsziele für Kambodschaner, die gute Küche lieben. Nirgendwo sonst gibt es die teure Delikatesse frischer und in solchen Mengen. Der Händler Phu Chanheng weiß genau, worauf es beim Verkauf der Tiere ankommt. Die lebenden Krebse lagert er im seichten Wasser vor dem Markt und holt sie erst auf Bestellung aus dem Meer.

Eine eigene Welt

Die schwimmenden Dörfer des Tonle Sap Sees sind eine eigene Welt: Mit Supermärkten, Restaurants, Werkstätten und mit einem schwimmenden Tempel. Jeden Morgen machen die Mönche ihre Runde durch die Gemeinde - im Ruderboot. Und nachmittags kommt die Gemeinde zu ihnen: Wer etwas zu feiern hat, tuckert mit seinem Haus einfach vor den Tempel und macht dort fest.

Eine Eisenbahn aus Bambus! Auch das gibt es in Kambodscha. Dreiundzwanzig Jahre lang hat Mok Mao seine aus Bambusstäben konstruierte Leichtbaubahn über die ramponierten Gleise der stillgelegten Staatsbahn gesteuert - sozusagen Bambusersatzverkehr. Für Menschen und Fracht waren die selbst gebauten Schienenwagen oft die einzige Möglichkeit, schnell von einem ins andere Dorf zu kommen. Doch nun soll die echte Eisenbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen. Dafür werden die alten Gleise abgerissen. Die Bambus-Ära geht zu Ende. Moks kleine Bahn kommt aufs Abstellgleis.

Die schwimmenden Dörfer

Die Inseln an der Grenze zu Vietnam sind abgelegen und einsam. Auf einigen gibt es Fischerdörfer, auf anderen ein paar Bungalows für Urlauber. Auf der kleinsten Insel steht der letzte Polizeiposten vor der Grenze. Eines aber haben alle Inseln gemeinsam: Keine Süßwasserquelle. Jeder Insulaner ist auf Mister Pros angewiesen. Der kommt mindestens einmal im Monat vorbei und liefert mit seinem umgebauten Fischkutter Trinkwasser.

Die Strände Kambodschas sind berühmt für ihre Hängematten-Restaurants. Statt auf Stühlen zu sitzen, schlemmen die Gäste in Hängematten. Allein 150 davon baumeln im Restaurant, das Srey Nuong betreibt. Doch selbst die reichen nicht aus, denn am Wochenende wollen hier alle abhängen.

Autor/in
Steven Galling
Produktionsleiter/in
Tim Carlberg
Redaktion
Timo Großpietsch
Kamera
Florian Melzer
Schnitt
Stefan Canham
Ton
Andreas Bäurle
Bildtechnik
Oliver Stammel
Tonmischung
Sascha Prangen
Mitarbeit
Nara Lon
Sprecher/in
Patrick Blank
Dagmar Dreke
Sandra Kob
Clemens Gerhard
Volker Hanisch
Gerhart Hinze
NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/mare_tv/Kambodscha-AT,sendung751148.html

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