Lieb & Teuer

Sonntag, 01. März 2020, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 02. März 2020, 06:50 bis 07:20 Uhr

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Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Skulptur "Ringer" aus Terrakotta

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Hersteller der Figur zweier Ringer sind die Magdeburger Kunstwerkstätten "Reps & Trinte".

Die Terrakotta-Figur wurde von den Magdeburger Kunstwerkstätten "Reps & Trinte" um 1920 hergestellt. Sie zeigt zwei miteinander kämpfende Männer, ein klassisches Motiv, das auf eine antike griechische Bronze zurück geht, die nicht erhalten ist. Sie war jedoch so beliebt, dass schon im Römischen Reich Kopien aus Marmor angefertigt wurden. Der florentinische Bildhauer Massimiliano Soldani Benzi (1656-1740) entwarf später verkleinerte Kopien dieser Ringer, auf die sich die hier vorgestellte Figur bezieht.

Taschenuhr in "Savonette"-Form

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Die kleine Taschenuhr aus Silber in "Savonette"-Form ist 1925 entstanden.

Taschenuhren dieser Form werden "Savonette" genannt, klein und griffig wie ein kleines Stück französische Seife. Sie hat einen doppelten Sprungdeckel und einen gespaltenen Drückerknopf um beide Seiten zu öffnen. Das Email-Zifferblatt hat osmanische Ziffern und eine Inschrift in arabischer Kalligrafie. Das Silbergehäuse weist eine Vielzahl von Punzen auf unter anderem schweizerische und englische. Die Uhr ist 1915 entstanden und aus 800 Silber. Der Herstellerhinweis "La Tour Blanche" verweist auf einen Turm im griechischen Thessaloniki und den Uhrmacher August Schiele.

Gemälde Kopf eines alten Mannes von József Molnár

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Der ungarische Maler József Molnár hat den alten Mann mit Bart porträtiert.

Das undatierte Ölgemälde mit dem Monogramm M. J. ist von dem ungarischen Malers József Molnár (1821-1899). Es zeigt den Kopf eines alten Mannes mit Glatze und mächtigem weißen Bart vor dunklem Hintergrund. Sein Oberkörper ist nur schemenhaft zu erkennen. Vermutlich handelt es sich um eine Studie für ein größeres, komplexeres Gemälde. Molnár war vor allem für seine Genre- und Historienbilder bekannt, malte aber auch Porträts. Das Bild ist in restaurierungsbedürftigen Zustand.

Zuckerdose aus Silber

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Das Beschauzeichen auf der silbernen Zuckerdose weist auf Breslau als Ort der Herstellung hin.

Die silberne verschließbare Zuckerdose ist mit einem geprägten Zierrand versehen. Laut Beschauzeichen und Jahresmarke wurde sie in Breslau hergestellt zwischen 1796 und 1804. Die Meistermarke ist verschlagen. Zusätzlich der preußische Steuerquittungsstempel, der bis 1812 verwendet wurde. Silberstücke aus Breslau sind selten und somit wertvoller als Stücke aus den großen Silberzentren. Die Füße der Dose wurden eingekürzt, können aber in den Originalzustand zurück versetzt werden, weil die Teile aufgehoben wurden.

Brettspiel "Hausmütterchen"

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Das Würfelspiel "Hausmütterchen" produzierte die Firma Sala in Berlin um 1920.

Das seltene Brettspiel "Hausmütterchen" stammt aus dem Verlag Sala-Spiele mit Rotsiegel der Firma Adolf Sala, Berlin um 1920. Das Würfelspiel, war für Mädchen und junge Frauen gedacht, um sie spielerisch auf die zukünftige Rolle als Hauswirtschafterinnen vorbereiten. Es ist für sieben Personen ausgerichtet, jede erhält eine Aufgabenkarte was gekocht werden soll. Ziel ist es, die verschiedenen Zutaten beim Schlachter, Bäcker und so weiter einzukaufen. Gewonnen hat, wer als erster zurück in der Küche ist. Das Spiel befindet in sehr gutem Erhaltungszustand, es besitzt eine Stempeldatierung "Nov. 1924" und einen alten Preisvermerk: 7,50 RM (Reichsmark).

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Produktionsleiter/in
Anja Reingold
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz