Lieb & Teuer

Sonntag, 26. Januar 2020, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 27. Januar 2020, 06:50 bis 07:20 Uhr

Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Sonnenuhr mit Kompass

Sonnenuhr mit Kompass © Lieb & Teuer
Die Sonnenuhr mit Kompass ist in einer Auflage von 8.000 Stück erschienen.

Die kleine Sonnenuhr ist mit einem Kompass kombiniert. Nachdem die Sonnenuhr mit dem Kompass ausgerichtet ist, kann die Zeit über den Einfall des Sonnenlichtes auf einen Schattenstab auf einer Skala abgelesen werden. Es gibt jeweils eine Skala für Sommer- und Winterzeit. Sie wurde produziert von dem Physiker und Chemiker Dr. Rudolf Rüter, aus Berlin Kladow. Die Auflage ist etwa 8.000 Stück. Entstehung zwischen 1945 bis 1948, also die Alliierten Sommer- und Winterzeit eingeführt hatten. Die Uhr befindet sich im Originalkarton mit kurzer Gebrauchsanweisung.

Lithografie "Der neue Tag" von Ernst Barlach

Lithografie "Der neue Tag“ von Ernst Barlach © Lieb & Teuer
Die Druck-Graphik "Der neue Tag" von Ernst Barlach ist in einer Auflage von 150 Stück erschienen.

Die Druck-Graphik "Der neue Tag" von Ernst Barlach (1870-1938) zeigt zwei Hornbläser vor einem strahlenförmig schraffiertem Hintergrund. Ernst Barlach war auch Dramatiker und bezieht sich in seinen Bildern immer wieder auf Passagen der Literatur und der Bibel. Diese Grafik ist im Werksverzeichnis erwähnt und soll sich auf eine Textzeile aus "Faust II" beziehen: "horcht, horcht auf den Sturm der Horen". Sie ist 1932 in einer Auflage von 150 Stück erschienen, aber es gibt auch Exemplare außerhalb dieser Auflage wie dieses Blatt.

Greifvogel aus Weißporzellan

Greifvogel aus Porzellan © Lieb & Teuer
Die Adlerfigur ist in der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur Thüringen gefertigt worden.

Die imposante Adlerfigur aus Weißporzellan wurde nach einem Modell des bekannten deutschen Bildhauers Arthur Storch (1870-1947) um 1930 in der Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur Thüringen gefertigt. Der Adler trägt die unterglasurblaue Manufakturmarke und hat ein detailliert ausgeführtes und fein modelliertes Gefieder. In spähender Haltung trägt der Vogel den Kopf leicht zur Seite geneigt, eine sehr naturalistische Darstellung. Bekannt wurde Storch allerdings vor allem für seine Figuren im Stil des Art déco. Es handelt sich um eine zweite Wahl.

Silberkännchen von Heinrich Wilhelm Wendel

Mokkakanne aus Silber © Lieb & Teuer
Von der Mokkakanne sind nur noch wenige Exemplare auf dem Markt.

Die kleine Mokkakanne mit Holzgriff, ist aus einem Stück getrieben. Sie hat die typische Birnenform des mittleren 18. Jahrhunderts. Die Ornamente auf dem Kännchen sind linear und flächig gestaltet. Aufgrund des Meisterzeichens H. und W. ist die Kanne Heinrich Wilhelm Wendel (1722-1789) zuzuordnen. Er war in Köln in der Zeit von 1753 bis 1761 als Silberschmied tätig. Das Beschauzeichen der Stadt Köln wurde zwischen 1746 und 1761 verwendet. Die Kanne ist aus 12-lötigem Silber. Die Herkunft Köln macht diese Kanne wertvoll, da von dort nur wenige Stücke auf dem Markt sind.

Aquarell von Theodor Becher

Aquarell "Sonnenblumen" von Theodor Becher © Lieb & Teuer
Der Hamburger Künstler Theodor Becher schuf das Aquarell "Sonnenblumen" zwischen 1920 und 1940.

Das Gemälde "Sonnenblumen" wurde vom Hamburger Künstler Theodor Becher (1886-1948) in Aquarelltechnik zwischen 1920 und 1940 gemalt. Unser Bild zeigt eine bräunliche Vase mit sieben Sonnenblumen. Tisch und Hintergrund sind nur angedeutet. Der blaue Hintergrund ist mit Licht- und Farbakzenten aufgelockert. Das Aquarell ist in spätimpressionistischer Manier gemalt. Theodor Becher ist durch seine immer wieder im Handel auftauchenden Blumenstücke bekannt, über seine Biografie ist jedoch fast nichts bekannt.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Produktionsleiter/in
Anja Reingold
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz