Lieb & Teuer

Sonntag, 19. Januar 2020, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 20. Januar 2020, 06:50 bis 07:20 Uhr

Moderatorin Janin Ullmann lädt interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer regelmäßig ein, in Kunstsprechstunden kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Die Kunstobjekte im Überblick:

Silberschale von Henry van de Velde

Silberschale van de Velde © Lieb & Teuer
Der berühmte Jugendstil-Künstler Henry van de Velde entwarf die Silberschale.

Die silberne Fußschale des wohl berühmtesten Jugendstil-Künstlers Henry van de Velde (1863-1957) wurde in der Weimarer Hofgoldschmiede von Theodor Müller hergestellt. Der Name van de Velde ist ebenfalls eingraviert. Die Vorzeichnung des Künstlers ist im Werkverzeichnis mit der Jahresangabe 1910 abgebildet, allerdings mit dem Hinweis, dass nicht bekannt ist, ob sie jemals produziert worden ist. Die vorgestellte Schale beantwortet nun diese Frage und wird ins Werkverzeichnis aufgenommen. Auf Auktionen erreichen Arbeiten von van de Velde ein Mehrfaches ihres Limits, erreichen häufig den sechsstelligen Bereich.

Gemälde Warft auf Hallig Hooge

Ein Ölbild "Warft auf Hallig Hooge". © Lieb & Teuer
Das Ölbild einer Warft auf Hallig Hooge stammt vom Maler Henry Gundlach.

Das Gemälde in Öl auf Leinwand, das im Jahr 1927 gemalt wurde, zeigt den Blick vom Wasser auf die Warft der Hallig Hooge, wo sich die roten Reetdachhäuser vor einem mit weißen Wolken durchzogenem Himmel aneinanderreihen. Der Künstler Henry Gundlach (1884-1964) wurde in Südafrika geboren, kam aber schon als Kind nach Norddeutschland. Gundlach widmet sich in seiner gegenständlichen Malerei vorwiegend maritimen Motiven sowie der Heidelandschaft in der er später lebte.

Album mit Streichholzschachtel-Etiketten

Ein Sammelalbum mit  Streichholzschachtel-Etiketten. © Lieb & Teuer
Die umfangreiche Sammlung besteht aus 22.000 Streichholzschachtel-Etiketten.

Die große Sammlung von über 22.000 Streichholzschachtel-Etiketten aus den verschiedensten Ländern, darunter ehemalige Ostblock-Länder und asiatische Länder. Die Etiketten sind nach Themengebieten sortiert, unter anderem Raumfahrt, Tierwelt, Eisenbahn oder Völker und Trachten. Die Grafiken wirken wie kleine Plakate, sie waren auch als Werbefläche gedacht. In Westdeutschland gab es ein Monopol, so dass immer das gleiche Etikett in wenigen Varianten verwendet wurde. Zur Zeit gibt es keinen Markt, deshalb kann kein Handelswert angegeben werden.

Hutschachtel aus der Biedermeierzeit

Hutschachtel aus der Biedermeierzeit © Lieb & Teuer
Die Hutschachtel aus der Biedermeierzeit wurde aus Spanholz gefertigt.

Die Hut- oder Haubenschachtel aus der Biedermeierzeit ist aus Spanholz gefertigt. Sie ist auf dem Deckel bemalt mit einem Husarenreiter aus der legendären Schwarzen Schar, einem Freikorps, das auf der Seite des Herzogs Friedrich Wilhelm von Braunschweig Lüneburg gegen Napoleon kämpfte. Dazu der Spruch: "Es wird gewagt, ganz unverzagt." Solche Schachten wurde im Raum Berchtesgaden gefertigt, diese aber wohl in der Umgebung von Braunschweig bemalt. Entstehung um 1820. Das Motiv ist selten.

Alter deutscher Militärorden

Ein Sankt-Heinrichs-Orden (Militärorden) © Lieb & Teuer
Der alte Militärorden war dem deutsch-römischen Kaiser Heinrich II. gewidmet.

Der "Sankt-Heinrichs-Orden" gehört zum ältesten deutschen Militärorden. Ins Leben gerufen vom sächsischen Kurfürsten August III. im Jahr 1736 für Tapferkeit im Kriege - so auch der lateinische Schriftzug auf der Rückseite des Ordens. Gewidmet war er dem letzten sächsischen deutsch-römischen Kaiser Heinrich II. (973-1024), der mehr als 100 Jahre nach seinem Tod heilig gesprochen wurde. Anfangs wurde der Orden sehr selten verliehen. Im Ersten Weltkrieg - wie in diesem Fall - aber 2717 mal. Es gibt eine Dokumentenmappe zum ehemaligen Besitzer. Leider fehlt das Ordensband.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann

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