Lieb & Teuer

Sonntag, 08. Dezember 2019, 16:00 bis 16:30 Uhr
Montag, 09. Dezember 2019, 06:50 bis 07:20 Uhr

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Besondere, alte Familien- oder Fundstücke: Moderatorin Janin Ullmann hat interessierte Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, kostenlos den Wert ihrer Antiquitäten von Experten schätzen zu lassen.

Zwei Majolika-Wandteller

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Die Bezeichnung Majolika umfasst farbig glasierte Tonwaren.

Die beiden großen Majolika-Wandteller wurden mit Wappen, Hellebarden, Krone beziehungsweise Mitra dekoriert und mit Zinnglasur versehen. Hersteller ist die Firma Julius Dressler, die ihren Sitz in Biela bei Bodenbach in Böhmen hatte. Die Fabrik wurde Ende des 19. Jahrhunderts gegründet und bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Es sind zwei typische Objekte aus der Zeit des Historismus um 1880.

Japanisches Tantô

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Das Tantô wurde üblicherweise zusammen mit einem Langschwert getragen und fand vor allem im Nahkampf Verwendung.

Der kleine japanische Dolch, auch Tantô genannt, ist ein kurzes Schwert mit einer geraden Klinge. In Europa ist der Dolch auch bekannt im Zusammenhang mit dem männlichen Suizid, dem "Harakiri Ritual". Das Messer wurde um 1900 hergestellt. Die Klinge ist aus Messing, die Scheide verziert mit Insekten aus Buntmetall. Auf der Werkstattmarke ist der Künstlername Yoshinobu verzeichnet, über den es keine Informationen gibt.

Fayence-Uhr

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Das Uhrwerk wurde von der Manufaktur Gustav Becker aus Freiburg in Schlesien hergestellt, das Fayence-Gehäuse stammt aus der Fabrik Hugo Lonitz in Neu-Haldensleben bei Magdeburg.

Die Prunkuhr ist im neobarocken Stil gestaltet und stammt aus dem Jahr 1895. Das fantasievolle Gehäuse ist mit zahlreichen Figuren sowie muschel- und schneckenförmigen Ornamenten geschmückt. Die vier Putti, die auf der Uhr sitzen, können als Anspielungen auf die Vergänglichkeit gedeutet werden. Zum Beispiel auf die Vergänglichkeit der vier Jahreszeiten, auf Tag und Nacht oder sie stehen für Glaube, Liebe, Hoffnung und Tod. Die Uhr besitzt einen Gongschlag.

Stammbuch mit Kupferstichen

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Das Stammbuch aus Kupferstichen ist vergleichbar mit einem Poesiealbum.

Das Stammbuch gehörte einem Marburger Studenten um 1825. Es handelt sich um einen Schuber mit losen kolorierten Kupferstichen, die Ansichten deutscher Universitätsstädte wie Köln, Leipzig oder Kassel zeigten. Darauf verewigt finden sich handschriftliche Grüße und Wünsche befreundeter Studenten. Gedruckt wurden diese Vorlagen vom Göttinger Verleger Johann Carl Wiederhold (1743 - 1826). Göttingen galt um 1800 als Zentrum der Stammbuchkupfer.

Gemälde "Zwei Herren"

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Das Bild wurde vom Pariser Maler Eugène Fichel im Jahr 1869 mit Öl auf Holz gemalt.

Das kleine Gemälde zeigt zwei Herren Pfeife rauchend im Gespräch, wohl in einer Gastwirtschaft sitzend. Die beiden Herren sind im Stil des Rokoko gekleidet, mit Kniehose, Weste und Rock sowie Puderfrisur. Es ist signiert von dem Pariser Maler Eugène Fichel (1826 - 1895). Eugène Fichel schuf eine große Zahl derartiger historischer Szenen. Sie zeigen immer wieder kleine und größere Rokoko-Gesellschaften beim Musizieren oder im Gespräch.

Redaktion
Marina Bartsch-Rüdiger
Moderation
Janin Ullmann
Redaktionsleiter/in
Christoph Bungartz
Produktionsleiter/in
Anja Reingold